Update 1: Hattingen Welperstraße
Nächtlicher Zimmerbrand holte 35 Feuerwehrkräfte aus den Betten

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Am frühen Samstagmorgen gegen 3:40 Uhr erreichte die Rettungsleitstelle der Notruf über einen Brand in einer Wohnung auf der Welperstraße. Zahlreiche Feuerwehrkräfte der Hauptwache und der Freiwilligen Feuerwehr rückten daraufhin aus. Das Zimmer der betreffenden Wohnung in dem Mehrfamilienhaus brannte vollständig aus. Die Wohnung ist nicht mehr bewohnbar. Verletzte sind zum Glück nicht zu beklagen.

Bei nasskalter Witterung standen die evakuierten Bewohner des Mehrfamilienhauses kurz vor vier Uhr am Samstagmorgen teils nur spärlich bekleidet auf der Straße. Sie waren von Nachbarn geweckt worden und hatten fluchtartig das Gebäude verlassen.
In einer Wohnung im zweiten Obergeschoss war es zu einem Zimmerbrand gekommen. "Ich wurde durch Brandgeruch geweckt und habe dann sofort den Notruf der Feuerwehr gewählt", sagte Nadine Tornow vor Ort zum STADTSPIEGEL, die dann auch sofort von der Notrufleitstelle Verhaltenshinweise bekam.

Wohnungstür gewaltsam geöffnet

Der Mieter der Brandwohnung war zum Zeitpunkt des Unglücks nicht zu Hause. "Meine drei Kinder sind über das Wochenende bei den Großeltern und ich war bei meinem Schwager in Essen, sagte der 31-Jährige verwitwete Mann zum STADTSPIEGEL, immer noch vollkommen geschockt über das Brandereignis in seiner Wohnung.
Beim Eintreffen der Feuerwehrkräfte der Hauptwache, des Löschzuges Nord sowie der Schutzzielergänzungseinheiten Mitte, Oberbredenscheid und Niederwenigern war die Wohnungstür der Brandwohnung bereits gewaltsam geöffnet worden. Auf der rückwärtigen Gebäudeseite waren die Flammen aus einem Fenster im zweiten Obergeschoss erkennbar. Die massive Hitzeentwicklung des Brandes hatte die Fensterscheiben bereits bersten lassen. Rauch drang nach außen.
Ein Trupp der Feuerwehr unter schwerem Atemschutz bekämpfte den Brand mit einem C-Rohr vom Treppenhaus aus. Zusätzlich brachten die Einsatzkräfte eine Drehleiter auf der Gebäuderückseite des Mehrfamilienhauses in Stellung.
"Während das brennende Mobiliar gelöscht wurde, kontrollierten weitere Trupps unter Atemschutz die darüber liegenden Wohnungen sowie den Dachboden und führten zusätzlich Luftmessungen durch", sagte Feuerwehr-Pressesprecher Jens Herkströter bei Einsatzende zum STADTSPIEGEL.
Da durch die Feuerwehr beim Betreten der Brandwohnung ein sogenannter Rauchvorhang in den Türrahmen eingesetzt wurde, war der Treppenraum nahezu rauchfrei.

Brandermittler finden Ursache

Nachdem die Rettungskräfte mittels Hochleistungslüfter das Gebäude entraucht hatten, konnten die anderen Mieter des Mehrfamilienhauses wieder in ihre Wohnungen zurück, die Brandwohnung wurde von der Polizei gesichert, bis Brandermittler des Kriminaldauerdienstes eintrafen. Der Mieter der Brandwohnung konnte die Nacht bei einem Familienangehörigen verbringen.
Der Einsatzleiter der Feuerwehr wies alle Bewohner des Hauses an der Personalsammelstelle deutlich daraufhin, dass es nicht zulässig ist, Schuhschränke oder andere Möbelteile in Treppenhäusern aufzustellen. Spekuliert wurde von einigen Bewohnern, warum die Heimrauchmelder nicht rechtzeitig ausgelöst hatten. Der Feuerwehreinsatz war nach 90 Minuten beendet.

THW macht Eigentumssicherung

Die Einsatzstelle wurde dann an die Polizei übergeben. Die anwesenden Polizeibeamten veranlassten dann, dass Kräfte des Hattinger THW zur Eigentumssicherung der Wohnung alarmiert wurden. Diese sicherten entsprechend den Zugang zur Brandwohnung und verhinderten damit den Zutritt Unbefugter. Beamte des Kriminaldauerdienstes waren in der letzten Nacht noch bei mehreren Einsätzen im Gebiet der Kreispolizeibehörde Schwelm tätig. Wie die Brandermittler des KK1 am Montag feststellten, war eine 3-fach Steckdose, die im Wohnzimmer an einer Wandsteckdose angeschlossen war, ursächlich für den Zimmerbrand.

Feuerwehr erneut tätig

Am Samstagmorgen rückte die Feuerwehr mit einer Drehleiterbesatzung noch einmal zur Welperstraße aus und entfernte zerbrochenes Glas aus den Fenstern der Brandwohnung. Damit wurde verhindert, dass Glasscheiben unkontrolliert auf den darunterbefindlichen Vorplatz fallen.

Ergänzung:
2019 gab es im Regierungsbezirk Arnsberg 2.796 Brände in Wohngebäuden. Die Behörden investierten hier in den Brandschutz rund 232 Millionen für Personal- Sach- und Investitionskosten, daran beteiligte sich das Land NRW mit rund 8,2 Millionen Euro.

Autor:

Hans-Georg Höffken aus Hattingen

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