Hattingen und Sprockhövel
Polizei erwischt illegalen Klüngelskerl

Hier kontrollieren Polizeibeamte auf der Schulstraße in Niedersprockhövel einen illegalen Metallschrottsammler aus Essen.
  • Hier kontrollieren Polizeibeamte auf der Schulstraße in Niedersprockhövel einen illegalen Metallschrottsammler aus Essen.
  • hochgeladen von Hans-Georg Höffken

Ein illegaler Schrottsammler, volkstümlich Klüngelskerl genannt, wurde jetzt von der Polizei in Niedersprockhövel kontrolliert. Da der Fahrer des Kleintransporters aus Essen bereits Metallschrott gesammelt hatte und keine Genehmigungen nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) vorlegen konnte, erwartet ihn jetzt ein Ordnungswidrigkeitenverfahren. Da an seinem Fahrzeug auch das vorgeschriebene Kennzeichnungsschild "A" fehlte, wird allein dadurch ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro fällig.

Fahrer von Kleintransportern, die mit Klüngelskerl-Musik durch Wohngebiete fahren und nach Metallschrott suchen, sind keine Seltenheit. Oftmals sind diese Sammler allerdings illegal unterwegs und verstoßen gegen das KrWG. Nur derjenige darf nämlich Metallschrott sammeln, der eine entsprechende Genehmigung der zuständigen Behörde nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz und nach der Gewerbeordnung hat. Auch eine fehlende Kennzeichnung am Transporter der Klüngelskerle, das sogenannte A, wird mit einem hohen Bußgeld geahndet.
In Hattingen und Sprockhövel sieht man häufig Kleintransporter aus den Ruhrgebietsstädten Essen, Bochum, Dortmund und Gelsenkirchen, deren Fahrer nach Metallschrott Ausschau halten und mitnehmen. Selbst deren dudelnde Klüngelskerlmusik ist nach der Straßenverkehrsordnung und nach dem Landesimmissionsschutzgesetz unzulässig, sofern diese eine Beeinträchtigung für die Bürgerinnen und Bürger darstellt.
„Die Fahrer dieser Klüngelskerle kommen ungefragt auf meinen Firmenhof und nehmen alles an Metallteilen mit, was sie nur kriegen können“, sagte ein Handmerksmeister aus Niedersprockhövel im Pressegespräch.
Obwohl oft praktiziert, ist bereits das Abstellen von Metallschrott durch Privatleute an der Straße illegal und ein Verstoß gegen das KrWG. Die einzelnen Städte und der EN-Kreis informieren immer wieder, dass Metallschrott an den Umladeanlagen und an den Wertstoffhöfen kostenlos abgegeben werden kann. Darüber hinaus bietet auch der EN-Kreis nach Anmeldung des Entsorgungswunsches (Tel: 02336/ 93 23 32) eine kostenlose Abholung größerer Mengen von Metallschrott an. Der nächste Termin hierzu ist der 12.12.2020.

Autor:

Hans-Georg Höffken aus Hattingen

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