40.000 Euro Preisgeld für die "OnleiheRuhr" - Drei Fragen an Bernd Jeucken

Hat nicht nur seit dem dritten Platz im Ideen-Wettbewerb Kooperation Ruhr und 40.000 Euro Preisgeld gut lachen: Bernd Jeucken, Leiter der Stadtbibliothek im Reschop Carré
  • Hat nicht nur seit dem dritten Platz im Ideen-Wettbewerb Kooperation Ruhr und 40.000 Euro Preisgeld gut lachen: Bernd Jeucken, Leiter der Stadtbibliothek im Reschop Carré
  • hochgeladen von Roland Römer

1. Herr Jeucken, die „OnleiheRuhr“ hat beim Wettbewerb „Kooperation Ruhr“ unter 123 Bewerbungen den dritten Platz belegt und ist am heutigen Dienstag auf der Zeche Zollverein in Essen prämiert worden. Was glauben Sie hat die Jury der RAG Stiftung und des Initiativkreises überzeugt?
Ich denke, dafür gibt es mehrere Gründe. Das neue digitale Angebot der sechs Ruhrgebietsbibliotheken ist mit seinen Möglichkeiten wie dem komfortablen E-Book-Download besonders zeitgemäß. Auch ist es offensichtlich, dass dieser technologisch und finanziell anspruchsvolle Service nicht von einer einzelnen Bibliothek, sondern nur in Kooperation realisiert werden konnte. Darüber hinaus ist die OnleiheRuhr“ auch konzeptionell eine besonders innovative Neuentwicklung, da Stadtgrenzen hier keine Rolle mehr spielen und das Ruhrgebiet als Region medial nutzbar wird.

2. Die „OnleiheRuhr“ ist am 23. April gestartet. Wie ist Ihr Resümee nach gut zwei Monaten?
Ich bin ehrlich gesagt überrascht vom großen Erfolg: In so kurzer Zeit über 15.000 Ausleihen im Gesamtverbund, davon allein 1.700 durch Hattinger Bibliothekskunden, damit hatte ich nicht gerechnet! Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, dass wir genau das richtige Angebot zum richtigen Zeitpunkt gemacht haben. Nicht nur zur Urlaubszeit: Immer mehr Leser beginnen, ergänzend zum klassischen Buch, mit der Lektüre elektronischer Bücher. Mit dem Ausleihen entsprechender Medien über die „OnleiheRuhr“ und unseren zurzeit acht bespielten E-Book-Readern kommen wir, das zeigen auch die vielen Neuanmeldungen der letzten Wochen, diesem Wunsch optimal entgegen.

3. Als Preisgeld haben die Bibliotheken aus Bochum, Ennepetal, Hattingen, Herne, Schwelm und Witten eine Summe von 40.000 Euro erhalten. Gibt es schon eine Verwendungsidee?
Da wir unseren gemeinsamen virtuellen Medienbestand über eine zentrale Einkaufsstelle beziehen, kann ich mir vorstellen, dass der größte Teil des Preisgeldes für diesen Zweck eingesetzt wird. Dann könnten wir auch der riesigen Nachfrage nach zusätzlichen E-Book-Exem­plaren kurzfristig nachkommen. Aber auch eine besondere Marketingaktion wäre sicherlich sinnvoll, um die „OnleiheRuhr“ weiter im Gespräch zu halten. Die Entscheidung wird in den Städten sicherlich in Kooperation erfolgen.

Der Initiativkreis Ruhr hat den Ideen-Wettbewerb Kooperation Ruhr unter Förderung der RAG-Stiftung ins Leben gerufen. Unter anderem wurden dabei kommunale Grenzen überschreitende Kooperationen gewürdigt wie die „OnleiheRuhr“.

Autor:

Roland Römer aus Hattingen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

4 folgen diesem Profil

1 Kommentar

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.