Iserlohn Roosters: Hart gekämpft und doch verloren!

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Insbesondere an den eigenen Special-Teams müssen die Sauerländer in den verbleibenden zwei Wochen bis zum Beginn der Meisterschafts-Hauptrunde unbedingt noch arbeiten. Im Spiel `Fünf-gegen-Fünf´ war man den Gästen aus Wolfsburg ebenbürtig, in Unter- und Überzahl zeigten die Roosters weiter deutlichen Verbesserungsbedarf. Trotzdem war der zweite Test gegen einen Konkurrenten aus der DEL deutlich besser als Spiel 1 in Ratingen gegen die DEG.

Wirklich faszinierend waren die ersten zwanzig Minuten nur in drei Augenblicken. Christoph Höhenleitners Außenpfostentreffer in der 14. Minute sorgte für die erste ernstzunehmende Gefahr vor dem Kasten der Sauerländer, die die Gäste aus Niedersachsen kreieren konnten. Viel effektiver waren auch die Gastgeber nicht. Die Blau-Weißen passten sich im eigenem Spiel dem steten Auf- und Ab der Wolfsburger nahtlos an. Erst 118 Sekunden vor Ende des ersten Abschnitts hätte die erste Sturmformation der Roosters dann beinahe doch noch die Führung realisiert. Giuliano zog ins Drittel der Grizzly Adams, spielte trotz Gegenspieler einen wunderschönen Rückhandpass auf Mannschaftskapitän Robert Hock, der zwar völlig frei vor Wolfsburgs Goalie Vogl zum Schuss kam, die Scheibe aber nicht im Tor, sondern direkt in der Fanghand des EHC Schlussmannes versenkte. Nikiforuks letzter Versuch, Sekunden vor dem Ende, änderte auch nichts am 0:0-Zwischenstand nach 20 Minuten.

Mit diesem Ergebnis wäre man wohl auch nach dem zweiten Drittel in die Kabine gegangen, hätten sich die Sauerländer nicht diesen einen, gravierenden Wechselfehler geleistet. Diesen Moment aber ließen sich die Gäste nicht entgehen, Dimitrakos und Polaczek zogen auf und davon, standen völlig frei vor dem sträflich allein gelassenen Caron im Iserlohner Tor und verbuchten nach schnellem Kombinationsspiel die knappe Führung. Vier Minuten später verließ Caron das Eis, klagte über leichte Leistenprobleme und wurde zur Sicherheit ausgewechselt. Für ihn kam Tim Siekmann ins Spiel, der aber ebenso wie sein Gegenüber Vogl wenig gefährliche Gelegenheiten zu vereiteln hatte. Es blieb eine Partie, in der beide Mannschaften in der Defensive sicher standen und nichts anbrennen ließen.

Im Schlussabschnitt steigerten insbesondere die Sauerländer die Intensität im Match und hatten deshalb verdient deutlich mehr Spielanteile in der Zone der Gäste. Wolfsburg von hart arbeitenden Roosters unter Druck gesetzt, leistete sich immer wieder kleine Fouls, die die Iserlohner, mangels etabliertem und trainiertem Überzahlspiels, aber nicht zu nutzen wussten. Ärgerlich, dass stattdessen, nach einem abgefälschten Schlagschuss, Kohl zum 2:0 für die Niedersachsen traf. Yorks Anschlusstreffer zum 1:2 nur 96 Sekunden später sorgte dann aber für neuen Mut der Roosters, die weiter darum bemüht waren, den Ausgleichstreffer zu markieren. Dass das nicht gelang, lag zum einen am Torhüterfehler Siekmanns, der die Scheibe nach Haskins Schlagschuss nicht festhalten konnte (56.) und an Wolfsburgs Empty Net-Treffer durch Höhenleitner 21 Sekunden vor dem Ende. Dennoch fiel das Ergebnis nach 60 Minuten deutlich zu hoch für die Niedersachsen aus, ein Unterschied von drei Toren war in dieser Partie nicht zu erkennen. Die Sauerländer machten gegen ein vermeintliches Topteam der DEL ein grundsolides Match.

Die Statistik:

Roosters: Caron (29:32) – Ardelan, Rogers; Peltier, Tomassoni; Danielsmeier, Orendorz – Hock, Wolf, Wörle; York, Giuliano, Tepper; Nikiforuk, Kopitz, Hommel; Kahle, Demuth.

Schiedsrichter: Piechaczek (Finning), Fischer (Hohenfurch)

Tore: 0:1 (25:56) Polaczek (Dimitrakos), 0:2 (48:08) Kohl (Dimitrakos/4:5), 1:2 (49:44) York (Tepper, Orendorz/5:4); 1:3 (55:42) Haskins (Danner, Köttstorfer), 1:4 (59:39) Höhenleitner (Mayer, Grygiel).

Strafen: Roosters: 4; Wolfsburg: 12

Zuschauer: 1987

(Quelle: www.iserlohn-roosters.de)

Autor:

Jonas Brockmann aus Iserlohn

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