Japanische Freundschaften

Hildegard Tillmann mit japanischen Freundinnen. | Foto: Foto: privat
  • Hildegard Tillmann mit japanischen Freundinnen.
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Eine sehr enge Beziehung zu Japan hat die Iserlohnerin Hildegard Tillmann, vielen auch als ehemalige Mitarbeiterin der Stadtbücherei bekannt. Unter dem Eindruck der tragischen Ereignisse in Japan hat sie uns folgenden Bericht geschrieben:

„Ein sehr großes Unglück hat Japan getroffen. Zutiefst erschüttert und traurig sehe und höre ich von dem großen Leid vieler Menschen. Japan ist meine zweite Heimat. Schon als Kind interessierte mich Ostasien, und ich las viele Bücher über diesen Teil der Welt. Ich suchte mir später japanische Brieffreunde. Als das Goethe-Institut nach Iserlohn kam, lernte ich viele Menschen aus Nippon kennen. Etliche wohnten in unserem Haus. Zu mehreren der damaligen Studenten habe ich noch heute Kontakt. Sie besuchen mich in Iserlohn, oder wir treffen uns in ihrer Heimat.
Da ich unbedingt einmal nach Ostasien reisen wollte, sparte ich sieben Jahre. 1970 flog ich nach Asien. Kurzen Stop machte ich in neun Ländern, und vier Wochen blieb ich in Japan. Ich wohnte bei meinen Freunden. Inzwischen war ich 14-mal im Land der aufgehenden Sonne. Ich durchquerte das Land meiner Träume mit der Eisenbahn. Mein nördlichstes Ziel war Hokkaido und mein südlichstes Okinawa. Da ich mir einen Japan-Railpass gekauft hatte, konnte ich dann umsonst umherfahren. Es war zauberhaft! Ich war auch mehrfach in Sendai und fuhr dann mit einer Bimmelbahn nach Matsushima, einem zauberhaften Ort an der Küste. VIelleicht hat der Tsunami dort auch alles zerstört?
Viele Japaner besuchten das Goethe-Institut in Iserlohn. So zum Beispiel auch Dr. Shinyo, der jetzige japanische Botschafter in Berlin. Er wohnte damals in unserem Nachbarhaus. Er war damals sehr jung. Wir haben noch jetzt losen Kontakt. Frank Elbe, ein Iserlohner, war vor Jahren deutscher Botschafter in Japan.
Iserlohn spielt auch eine große Rolle in einem Zukunftsroman. Eine Frau mit meinem Vornamen kommt dort auch vor. Der Verfasser war angeblich nie in unserer Stadt.
Meine beiden Söhne waren 1972 zum Weltpfadfindertreffen in Japan. Mein ältester Sohn studierte später ein Jahr in Tokio. Drei meiner sechs Enkelkinder haben, neben ihren Rufnamen, einen japanischen Namen nach unseren asiatischen Freunden.
In vielen deutschen Städten gibt es dt.-jap. Gesellschaften, so auch in Dortmund. Die Leiterin, eine Japanerin, heißt Yoko Schlütermann. Sie sammelt jetzt Geld für einen Herbergsvater in Naha, der Haupstadt von Okinawa. Er will notleidende Kinder in seine Herberge holen.“
Spendenkonto: Auslandsgesellschaft Dortmund, Stadtsparkasse Dortmund (BLZ 440 50199), Kto. 107 0916 (Stichwort: Hilfe für Japan).

Autor:

Christoph Schulte aus Hemer

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