Elektromobilität
Neuer Streetscooter für den Fuhrpark

Schlüsselübergabe: Stephan Polplatz (v.l.), Hans-Joachim Peters und Andrea Klein freuen sich über den neuen, leisen Streetscooter.
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Bei einem Streetscooter denkt so mancher vielleicht zuerst an die neuen flotten Elektro-Roller, die zukünftig auf Radwegen und Straßen rollen sollen. Der Streetscooter, der jetzt den Fuhrpark der Stadt Bergkamen erweitert, ist ein paar Nummern größer.

Entstanden ist das E-Mobil in einer Zusammenarbeit der Post und der RWTH Aachen, und besonders bei den Kommunen ist der Elektroflitzer, den es in Postgelb, Orange und Weiß gibt, sehr beliebt.

Neben dem Scooter verfügt die Stadtverwaltung über drei Pedelecs, also Elektro-Fahrräder, für den innerstädtischen Bereich,  einige elektrisch betriebene Motorsensen und Laubbläser, zwei Smarts und einen Peugeot Partner. Erst zu Anfang des Jahres war ein neuer Elektro-Golf hinzugekommen.

Nun verstärkt der Streetscooter die Flotte auf den Friedhöfen der Stadt. Vorarbeiterin Andrea Klein wird ihn vorrangig fahren. „Der Dreiseitenkipper soll in erster Linie Mulch, Grünschnitt, Bodenaushub und Sand transportieren“, erklärt Betriebsleiter Stephan Polplatz. „Durch den leisen Elektroantrieb können wir ihn gut auf den Friedhöfen einsetzen, ohne die Trauernden dort zu stören.“

Auch sonst hat der Streetscooter Vorteile: Im Unterhalt wird er nur rund die Hälfte bis ein Drittel der Kosten eines Dieselfahrzeugs produzieren. Da alle E-Fahrzeuge mit umweltfreundlichem Öko-Strom gespeist werden, ist auch seine CO2-Bilanz sauber.Nur durch den Bremsen- und Reifenabrieb beim Fahren entstehen Emissionen. Schon seit zehn Jahren ist bei der Stadtverwaltung Bergkamen Strom aus österreichischer Wasserkraft im Einsatz.

„Bergkamen hat schon lange eine Vorreiterrolle im Klimaschutz“, konstatiert der Erste Beigeordnete der Stadt, Dr.-Ing. Hans-Joachim Peters, der jetzt den Kipper offiziell an den Betriebshof der Stadt übergab. „Es gibt einen Ratsbeschluss zum Klimaschutz, und da gehört die Elektromobilität natürlich dazu. Wir müssen aber solche Anschaffungen auch durch die betriebswirtschaftliche Brille betrachten.“ -Und die stimmt, dank der niedrigen Folgekosten und der Fördermöglichkeiten durch das Land.

„Rund 60.000 Euro kostet das Fahrzeug, 40 Prozent davon, etwa 24.000 Euro, hat das Land zugesteuert. Gleich als der erste Förderaufruf für die Kommunen  gekommen ist, haben wir gehandelt“, so Polplatz. Im November konnte das Fahrzeug bestellt werden, im April wurde es ausgeliefert.

Durch einen Ringtausch im Fuhrpark konnte so auch der letzte Diesel mit roter Plakette außer Dienst gestellt werden.  Als nächstes E-Mobil visiert die Stadt einen Minikipper an. „Die sollen in der Elektrovariante bald kommen“, sagt Polplatz. Die ersten Pritschenmodelle sind mit 75- bis 80.000 Euro noch zu teuer, das ist nur schwer darstellbar“, so Polplatz.

Im PKW-Bereich gucken wir nach einem Hybridfahrzeug für die längeren Strecken“, ergänzt Peters. Auch ein Doppelkabinen-Nutzfahrzeug, das dann vier Personen befördern könnte, steht noch auf der Wunschliste. Doch die gibt es als E-Mobile (noch) nicht.

Infos zum Streetscooter:

Die Reichweite bei einem 40 KwH-Akku beträgt rund 80 bis 110 Kilometer
Nutzlast: rund 550 Kilogramm

Das Land NRW fördert seit Februar 2019 die Anschaffung von E-Mobilen für Kommunen, Unternehmen und Freiberufler. Privatbürger können sich beim Kauf eines E-Lastenrades einen Zuschuss bekommen. Weitere Infos unter www.elektromobilitaet.nrw.

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