1956: Der neue Landesvater besucht den Kreis Kleve

Eindrucksvolles Zeitzeugnis vom Besuch des NRW-Ministerpräsidenten Fritz Steinhoff (v.li.n.re.): Regierungspräsident Baurichter, Oberkreisdi-rektor Smeets, Ministerpräsident Steinhoff, Bürgermeister Leenders (Wy-ler), dahinter: Landrat Mott. (KA Kle F2, 289).
  • Eindrucksvolles Zeitzeugnis vom Besuch des NRW-Ministerpräsidenten Fritz Steinhoff (v.li.n.re.): Regierungspräsident Baurichter, Oberkreisdi-rektor Smeets, Ministerpräsident Steinhoff, Bürgermeister Leenders (Wy-ler), dahinter: Landrat Mott. (KA Kle F2, 289).
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Gestern wie heute stehen hochrangige Politiker bei Besuchsreisen in die Region im Fokus der Öffentlichkeit. Dies gilt insbesondere dann, wenn sie erst kurze Zeit im Amt sind. Mit dem Archivaliensteckbrief Nr. 11 berichtet das Kreisarchiv über den Besuch des NRW-Ministerpräsidenten Fritz Steinhoff. Der neue Landesvater besuchte den Kreis Kleve im Frühjahr 1956, nachdem er erst wenige Wochen zuvor durch ein konstruktives Misstrauensvotum ins Amt gewählt worden war.

Kontrovers diskutiertes Ereignis

Der SPD-Politiker Fritz Steinhoff (1897-1969) war am 20. Februar 1956 dem durch konstruktives Misstrauensvotum abgesetzten Ministerpräsidenten Karl Arnold ins Amt gefolgt. Noch recht neu in dieser Funktion, besuchte er am 26. April 1956 den Kreis Kleve. Er wohnte hier der Eröffnung des neuen St. Antonius Hospitals in Kleve bei. Anschließend informierte er sich über den Landbesitz Deutscher in den Niederlanden und über Probleme des Hochwasserschutzes und des Brückenbaus.

Der Besuch war anscheinend noch unter Arnold geplant, dann aber vom neuen Minister durchgeführt worden. Im Kreisarchiv Kleve wird das durchaus kontrovers diskutierte Ereignis nicht nur in Zeitungen dokumen-tiert, sondern auch in einem umfangreichen Schriftwechselund in mehre-ren Fotos aus dem Bildarchiv. „Die Überlieferung zu diesem Besuch ist damit sehr vielschichtig. Insbesondere die Fotos fangen den Zeitgeist und die spezielle Stimmung der 1950er Jahre gut ein“, berichtet Kreisarchivarin Dr. Beate Sturm. „Die Dokumente stehen jeweils in ihrem eige-nen Entstehungskontext. Forscherinnen und Forscher der Lokalgeschich-te können somit ganz unterschiedliche Zugänge wählen, wenn sie sich mit diesem politischen Ereignis beschäftigen möchten“, so Dr. Sturm weiter. „Und dies ist nur ein Beispiel dafür, auf welche Vielfalt an Informationen Historikerinnen und Historiker in unseren Kommunalarchiven zurückgreifen können.“

Hintergrund

Die Archivaliensteckbriefe sollen nicht nur einen ersten Zugang zum Archivgut bieten, sondern auch die Vielfalt der Bestände, die im Kreisarchiv auf Entdeckung warten, aufzeigen. Neben den hier oft vermuteten Akten befinden sich beispielsweise auch Fotos und Fotoalben, Postkarten, Totenzettel, Flugblätter, Zeitungen und historische Gegenstände im Archiv. Auf Fachausdrücke und lange Ausführungen wird in den Steckbriefen bewusst verzichtet, vielmehr gibt es wenige, allgemein verständliche In-formationen.

Alle Archivaliensteckbriefe stehen auf den Internetseiten des Kreisarchivs kostenlos zum Download zur Verfügung (www. archive.nrw.de -> Kommunalarchive -> Geldern, Kreisarchiv Kleve -> Informationen und Service -> Archivaliensteckbriefe).

Autor:

Lokalkompass Kleve aus Kleve

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