Apartment für eine Vogelfamilie.

Die Auswahl ist groß, Sonderanfertigungen werden gern getätigt.
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WFB-Mitarbeiter im Berufsbildungsbereich lernen Holzbearbeitung

Langenfeld. „Wichtig ist eine gute Vorarbeit“, sagt Michael Melzner. Im Berufsbildungsbereich der WFB Langenfeld, Lise-Meitner-Stzraße 13, zeigt er Mitarbeitern die Bearbeitung von Holz. Aus Leimholzplatten entstehen Nistkästen, Futterkästen für Vögel, Spardosen in Form eines kleinen Vogelhäuschens, Buchstützen und Blumenstecker. „Die Ideen kommen meist in Teamarbeit zustande“, sagt Melzner. Danach werden Entwürfe gezeichnet und Schablonen angefertigt. „Bereits zum Aufzeichnen werden die Mitarbeiter mit einbezogen.“

Anatoli Oboew arbeitet am liebsten an der Dekupiersäge. Er ist das zweite Jahr im Berufsbildungsbereich beschäftigt. „Das dicke Holz darf man nicht so stark schieben oder drücken, weil sonst die Sägeblätter brechen“, weiß der Mitarbeiter aus Erfahrung. Anatoli Oboew ist aus Kasachstan gebürtig, kam vor acht Jahren nach Deutschland. „Das sind vier Stunden mit dem Flugzeug.“

„Die meiste Arbeit ist das Aussägen und Schleifen“, erklärt Melzner. Die Öffnungen für die Schrauben werden vorgebohrt. Dann dreht ein Mitarbeiter die Schrauben so weit hinein, dass sie Halt finden. Nach der fertigen Montage werden die Teile farbig gestaltet oder nur mit einem Schutzlack versehen.
„Wir bieten nicht nur die fertigen Teile an, sondern arbeiten auch nach den Vorgaben und Wünschen der Kunden“, erzählt Gruppenleiter Heinrich Kremer.

Eine Besonderheit sei ein Nistkasten mit mehreren Räumen, ein Apartmenthaus für die Vögel. „Der zweite Raum ist windgeschützt für die Brut“, erklärt Kremer die Besonderheit. Darüber befinde sich außerdem eine Futterstelle. „Ein Schildkrötenhaus haben wir ganz nach den Wünschen des Kunden für seine beiden Schildkröten angefertigt“, so Kremer. Die Abdeckungen ließen sich wegheben, um Futter hinein zu tun oder den Innenraum zu reinigen. „Nach einem Foto wurde ein Entwurf gemacht. Meist haben wir bei individuellen Wünschen eine Bauzeit von einer Woche.“ Fertige Teile könne man aber sofort mitnehmen.

„Im Berufsbildungsbereich unserer WFB Werkstatt für Menschen mit Behinderung werden Fähigkeiten und Fertigkeiten getestet, Handicaps und Defizite ausgeglichen und die starken Seiten des Mitarbeiters aufgebaut. Zwei Jahre verbringen die Mitarbeiter – meist im Anschluss an die Schulzeit – in diesem Bereich mit dem Ziel, sie fit zu machen für den ersten Arbeitsmarkt oder eine Dauerbeschäftigung in der WFB Werkstatt.“ Im Vordergrund stehe die individuelle Förderung, das Erlernen von Schlüsselqualifikationen und Kulturtechniken.

Holzbearbeitung, Garten- und Landschaftspflege, Montage und Verpackung sowie Hauswirtschaft sind die Bereiche, in denen die Mitarbeiter/innen qualifiziert werden.
Wer sich oder anderen mit den Holzarbeiten eine Freude machen möchte, wende sich bitte an die WFB Lise-Meitner-Straße 13, 40764 Langenfeld, Berufsbildungsbereich, Telefon 90 52-0, E-Mail:HKremer@wfbme.de. Sie erreichen uns am besten von 10 bis 15:30 Uhr.

Autor:

Jürgen Steinbrücker aus Langenfeld (Rheinland)

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