Achtung Molche !

Teichmolch,Bildquelle:  Wikipedia

Jetzt steht in den Gärten das grosse Reinemachen an.Trotz allen Drangs und aller Frühlingsdynamik sollte man dabei im Eifer des Gefechts etwas mit Bedacht vorgehen.Damit es nur dem Schmutz,nicht aber etwa Molchen an den Kragen geht.Diese kleinen Tiere halten sich nämlich mit Vorliebe unter Steinplatten,Blumentöpfen oder irgendwelchen anderen am Boden stehenden Gegenstanden auf,zudem unter Pflanzen,unter morschem Holz,in Moospolstern,Laubhaufen u.ä.,wo sie im Dunklen und Feuchten den Winter verbringen.Da sie ein wenig zarter sind als ihre grossen Vettern aus der Urzeit, sollte man die Gegenstände nicht verschieben,sondern vorsichtig hochheben und beiseite stellen.Dann kann man am Boden,manchmal gar nicht mal auf den ersten Blick,oft die winzigen Wesen entdecken.Braun oder braunschwarz an der Oberseite und noch in Kältestarre liegen sie unscheinbar inmitten von Erdkrümeln.Wer nicht selber einen Teich im Garten hat achtet vielleicht gar nicht darauf und ihre gute Tarnung kann den Tieren in diesem Falle zum Verhängnis werden.So ist unbeabsichtigt sicher schon mancher friedlich schlummernde Molch einem eifrig geschwungenen Besen zum Opfer gefallen.

Hat man sich nun vorgenommen darauf zu achten,daß das nicht passieren soll und findet diese Gäste in seinem Garten, ist bei ihrem Hochnehmen äusserste Vorsicht geboten,um sie nicht zu verletzen.Auf der warmen Hand werden sie nach einer Weile munter.Das ist für Kinder sicher sehr interessant.Den wechselwarmen Reptilien scheint es ja im Moment auch gut zu tun.Das ist aber ein Trugschluß.Sind die Aussentemperaturen noch nicht entsprechend und die Tiere werden halbwach wieder der Natur überlassen,haben aber noch keine Kraft sich etwas zum Fressen zu suchen und finden eventuell auch noch nichts ,hat man ihnen letztlich doch noch geschadet.Am besten man setzt sie so schnell wie möglich an einer geeigneten Stelle,wo sie ungestört bleiben und nicht so leicht austrocknen können, wieder ab und baut ihnen einen kleinen Unterschlupf aus Rindenstücken,feuchtem Moos oder Laub.In vielen Gärten bieten sich solche Stellen aber gar nicht mehr und sind auch nicht erwünscht.Idealerweise gibt es dann den lieben Nachbarn mit Teich,der bereit ist die Tiere in seinem Garten zu beherbergen.Dort sollten sie jedoch nicht gleich ins Wasser gelassen werden. Zunächst einmal sind sie unter Pflanzen am Ufer gut aufgehoben.Zusätzlich kann man sie ,wenn es noch ziemlich kalt ist mit den o.g. Naturmaterialien schützen. Kann der Transport nicht sofort stattfinden oder ist ein Teich weiter entfernt,können sie solange in einem Behälter mit ebensolchen Materialien gesetzt werden,der selbstverständlich im Schatten abgestellt werden sollte.Aber ein hoher Eimer z.B. ist für Molche, falls sie bei etwas wärmerem Wetter doch munter werden sollten,kein unüberwindbares Hinderniss und muss irgendwie abgedeckt werden.Fliegennetz wurde sich sich anbieten,weil es Luftzufuhr garantiert und keine Schlupflöcher bietet,wie etwa ein aufgelegtes Brett und Luftspalt,birgt aber,wenn es nicht 100prozentig straff befestigt ist, die Gefahr,daß sich die Kletterkünstler darin mit den Zehen verfangen und verletzen.Ein Schuhkarton ist auch nicht das Wahre.Die Tiere könnten zwischen Rand und Deckel eingequetscht werden,wenn sie versuchen hinauszuklettern.Da muss man sich irgendetwas einfallen lassen,wie man die Tiere vorrübergehend sicher unterbringen kann.Findet man häufiger Molche und möchte eine gefahrlose Aufbewahrung,ist man gut beraten sich für ein paar Euro einen durchsichtigen Plastikbehälter mit Deckel und Belüftung zu besorgen,beispielsweise eine Lupen - oder FaunaBox.Das ist auch bequem für den Transport und darüberhinaus für Kinder gut zur Beobachtung von Insekten u.ä.geeignet.Vorsicht ist natürlich auch da geboten beim Befestigen und Entfernen des Deckels,falls das Tier sich in dessen Nähe befindet.So ein winziges Molchbein ist leicht abgerissen. Aber auch in guten Behältern sollten die Tiere nicht allzu lange auf ihre Freiheit warten müssen.

Autor:

Silvia Eisold aus Lünen

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