"Venite! - Angetreten!": Legionäre auf der Römerbaustelle Aliso in Haltern

Vor und nach dem Kampf stehen die Soldaten der 19. Legion den Besuchern gern für Fragen zu Verfügung.
Foto: P. Jülich
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  • Vor und nach dem Kampf stehen die Soldaten der 19. Legion den Besuchern gern für Fragen zu Verfügung.
    Foto: P. Jülich
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Die 3. Kohorte der 19. Legion aus Bergkamen schlägt von Donnerstag bis Sonntag (30.5. bis 2.6.) auf der Römerbaustelle Aliso des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Haltern ihre Zelte auf. Auch einige der neuen Rekruten des dortigen LWL-Römermuseums sind mit dabei.

Besucherinnen und Besucher können hautnah miterleben, wie die Legionäre vier Tage lang auf der Römerbaustelle kampieren. In ihrem Gepäck haben die Freizeitrömer ihre persönliche Ausrüstung wie Waffen und Kochgeschirr, aber auch römische Möbel. Sie mahlen ihr Mehl, kochen abends römische Gerichte und schlafen wie Legionäre in ihren Zelten. Natürlich trainieren sie auch für die kommende Saison, in der viele Auftritte auf die Legio XIX Cohors III warten. Dabei stehen sie Gästen Rede und Antwort und informieren darüber, wie römische Legionäre am Standort des Römerlagers Aliso im heutigen Haltern vor 2000 Jahren gelebt haben.

Viertägiges Zelt-Lager am LWL-Römermuseum in Haltern

Vormittags üben die Legionäre in leichter Dienstkleidung - also Tunika, Gürtel und Helm -verschiedene Marsch- und Kampf-Formationen. Die Legio XIX studiert Taktiken ein, die sie bei zukünftigen Auftritten präsentieren wird. Dazu gehören die Abwehr feindlicher Reiter, die letzte Verteidigung des Feldzeichens und auch die berühmte "Schildkröte". Bei dieser Formation umgibt sich eine Gruppe von Soldaten zu allen Seiten hin dicht mit ihren Schilden und schützt sich so vor starkem Beschuss.

An den Nachmittagen wird das Training noch anspruchsvoller: Die Legionäre wiederholen die Übungen, diesmal aber in voller Rüstung im schwerem Kettenhemd. Über 30 Kilogramm wiegen Ausrüstung und Bewaffnung. Die Darstellung eines römischen Legionärs erfordert also eine gute Kondition.

Auch nach dem Dienst haben die Soldaten noch gut zu tun: Sie pflegen ihre Waffen, reparieren ihre Ausrüstung oder nähen Ledertaschen. Erst anschließend beginnt der Feierabend mit Brettspielen und Würfelbechern.

Die Römerkohorte aus Bergkamen befasst sich schon seit vielen Jahren besonders mit der Zeit des Kaisers Augustus und den Römerlagern an der Lippe. 20 Mitglieder unter dem Centurio Quintus Varius alias Wolfgang Hoffmann demonstrieren und leben in ihrer Freizeit das römische Leben in der Region rechts des Rheins.

Kosten: Nur der jeweilige Museumseintritt ist zu entrichten.

Autor:

Siegfried Schönfeld aus Marl

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