Massive Baumfällungen im Naturschutzgebiet Telgenbusch

Foto: Foto: Christian Thieme
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Erneut ist das im kommunalen Besitz der Stadt Herten befindliche Waldgebiet zum Schauplatz intensiver Abholzungen geworden, genau ein Jahr nach den Fällungen uralter Buchen entlang des alten Stübbenfeldweg.

Während damals sieben dieser sogenannten Methusalem Bäume gefällt wurden sind es jetzt doppelt so viele Bäume.
Am südlichen Ende des Naturschutz Gebietes wurde ein kompletter Kahlschlag auf einer Fläche von ca. einem Hektar durchgeführt, dort liegen die Stämme von 30 mächtigen Eichen abholbereit.
Unbrauchbare Kronen Äste werden im Internet per QR Code als Kaminholz angeboten.
Eine innovative und vor allem profitable Geschäftsmethode, meint Christian Thieme von der Baumschutzgruppe Vest.

Bürgerinnen und Bürger denen dieser Wald seit jeher ein Ort der Erholung und Ruhe bedeutet sind entsetzt, wütend und ratlos beim Anblick der riesigen Baumstümpfe auf den historischen Wallhecken.

Handelt es sich hier um eine Maßnahme die Geld in die marode Hertener Stadtkasse bringen soll? Über den Schaden für Umwelt und Natur  bei dieser Maßnahme  macht sich in der Stadtverwaltung anscheinend niemand ernsthafte Gedanken?

Wie sich die politischen Entscheider an der Stadtspitze die für 2050 anvisierte

Klimaneutralität

vorstellen (welche im Hertener Klimakonzept 2020+ "Masterplan 100% Klimaschutz" festgeschrieben ist) sollte den Einwohnern ihrer Stadt möglichst noch vor den Kommunalwahlen im Herbst ausführlich erklärt werden, so die Empfehlung der Baumschutzgruppe.

Das Naturschutzgebiet Telgenbusch liegt auf dem Gebiet der Stadt Herten im Kreis Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen.

Das etwa 49,8 ha große Gebiet, das aus zwei Teilflächen besteht, wurde im Jahr 2012 unter der Schlüsselnummer RE-057 unter Naturschutz gestellt. Es erstreckt sich nordöstlich von Bertlich. Westlich des Gebietes verläuft die Landesstraße L 630 und östlich die L 638. Westlich erstreckt sich das 6,5 ha große Naturschutzgebiet Bertlich, nordöstlich das 60,5 ha große Naturschutzgebiet Loemühlenbachtal und südlich das 42 ha große Naturschutzgebiet Hasseler Mühlenbach und Lamerottbach.

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Siegfried Schönfeld aus Marl

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