Bürgermeister-Kandidaten in Marl auf einen Blick
Neun Frauen und Männer bewerben sich um das höchste Amt der Stadt

Die Marler Wahlberechtigten müssen einiges wählen: Stadtrat, Bürgermeister/in, Kreistag, Landrat und wer ins Ruhrparlament kommt.
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  • Die Marler Wahlberechtigten müssen einiges wählen: Stadtrat, Bürgermeister/in, Kreistag, Landrat und wer ins Ruhrparlament kommt.
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Der 13. September hat es in sich. An diesem Wahlsonntag geht es um einige Entscheidungen - in Marl vor allem darum, wer das Oberhaupt der Stadt wird. Für das Amt des Bürgermeisters beziehungsweise der Bürgermeisterin starten insgesamt neun Damen und Herren ins Rennen. Der Stadtspiegel hat sie gebeten, ein Foto zur Verfügung zu stellen und wollte von ihnen wissen, warum sie von sich selbst glauben, der oder die Richtige für Marl zu sein.

Ich bin der Richtige - ich bin die Richtige für Marl, weil....

Amtsinhaber Werner Arndt (SPD) stellt sich erneut zur Wahl. Er schreibt: "Das Stadtbild hat an vielen Stellen ein neues Gesicht erhalten oder ist gerade dabei, sich positiv zu verändern. Nicht alles ist gut, aber Vieles wird besser. Das gemeinsame Engagement vieler Akteure und des Bürgermeisters haben dazu geführt, dass Marl auf einem sehr guten Weg ist. Es wird nicht nur geredet, es wird gehandelt. Die Bürger möchten, dass es verlässlich weiter voran geht. Noch sind nicht alle Folgen der Corona-Pandemie absehbar. Daher sind gerade jetzt Kontinuität und Verlässlichkeit im Rathaus gefragt.“

Angelika Dornebeck (CDU): "Ich bin echte Marlerin, hier geboren und aufgewachsen. Seit 6 Jahren bin ich stellvertretende Bürgermeisterin und in mehreren Vereinen ehrenamtlich aktiv. Bürgernähe ist mir sehr wichtig! Ausreichend Kita- und OGS-Plätze, gute und sichere Arbeitsplätze, eine zukunftsfähige Digitalisierung, die Sanierung und Ausbau der Straßen, Rad- und Gehwege haben für mich oberste Priorität! Marl im Ruhrgebiet als familienfreundliche und wirtschaftlich starke, Sport- und Kulturstarke, Klimafreundliche Stadtgemeinschaft zu entwickeln, ist mein Ziel!"

Beate Kühnhenrich (Wählergemeinschaft Die Grünen): "Ich bin die Richtige für Marl, weil wir ein Umdenken in ökologischer Sicht dringend benötigen. Stadtentwicklung und Ökologie dürfen nicht mehr als Gegensatz betrachtet werden. Das bedeutet zum Beispiel, dass die geplante Bebauung des Jahnwaldes und des Jahnstadions nicht umgesetzt wird und diese wichtige innerstädtische Grünfläche erhalten bleibt. Der maßgeblich von unserer Fraktion initiierte Beschluss des Klimanotstands in Marl darf nicht nur ein Symbol bleiben, sondern muss mit Inhalt gefüllt werden, beispielsweise auch durch die konsequente Umsetzung des Radentscheides. Dafür stehe ich als Bürgermeisterin."

Borsu Alinaghi (UBP): "Ich bin der Richtige für Marl, da ich als Bürgermeister die Marler direkt in wichtige politische Entscheidungen, in Form von Bürgerentscheiden, einbinden werde. Bei mir entscheiden die Bürger selbst! Ebenfalls werde ich Politik transparenter gestalten durch die Liveübertragung von Ratssitzungen im Internet und die Einführung von Bürgerratssitzungen! Ich werde unsere schöne Stadt lebenswerter und sicherer machen! Dazu gehört, dass ich und die UBP die Grundsteuern senken werden. Das senkt die Mieten und macht Wohnraum bezahlbarer. Sanierung der Radwege, Umbau des Kommunalen Ordnungsdienstes zur Stadtpolizei!"

Fritz Dechert (Wir für Marl): "Die Rathaussanierung muss sofort gestoppt werden, sie ist ein Fass ohne Boden. Unsere Kinder und Enkel müssten sonst noch für dieses Prestigeobjekt zahlen. In der Verwaltung muss sofort ein Kassensturz durchführt werden, um einen Überblick über die tatsächliche finanzielle Lage der Stadt zu bekommen. Ehrlichkeit in der Finanzpolitik in Marl muss wieder hergestellt werden. Wer Wahlversprechen macht, ohne die durch Corona einbrechenden Einnahmen der Stadt zu berücksichtigen, täuscht die Bürger. WiR für Marl macht keine Wahlversprechen."

Claudia Flaisch (Die Linke): "Ich bin die richtige Bürgermeisterin für Marl, weil für mich und DIE LINKE die sozialen Belange der Menschen immer im Mittelpunkt unserer Politik stehen, gerade jetzt wird das extrem wichtig sein. Wir wollen eine lebenswerte Stadt, dazu müssen die vielversprechenden Projekte wie Rathaussanierung, Marschall66, Gate Ruhr, Mobilitätskonzept inklusive Radentscheid weiter geführt werden. Marl muss handlungsfähig bleiben, da sind Land und Bund gefragt, Stichwort Hilfspaket Stadt und Altschuldenregelung."

Daniel Schulz (Bündnis 90/Die Grünen): "Ich bin der Richtige für Marl, weil ich wie kein anderer die Beteiligung der Bürger und Bürgerinnen an politischen Entscheidungen ermöglichen möchte und als echter "Marler Junge" mit Herz und Verstand unsere "grüne Stadt" in die Zukunft führen möchte. Zukunft wird aus Mut gemacht, genau dafür stehe ich. Wir müssen unsere Stadt zukunftsfähig gestalten, Ehrenamt stärken, die Stadtplanung überdenken, Ökonomie und Ökologie unter einen Hut bringen, junge Familien durch Attraktivität (Spielplätze, Kinderbetreuung und gute Schulen) an die Stadt binden, Barrierefreiheit für jedermann herstellen und wir dürfen unsere Altlasten und Probleme nicht weiter verwalten. Dazu gehört die Stärkung der Wirtschaft genau so wie der Schutz und Ausbau unserer Grünflächen und Freiräume. Das geht nur gemeinsam mit den Menschen, die Marl lieben und hier leben."

Dr. Andres Schützendübel (FDP): "Ich werde mich verantwortungsvoll und ideologiefrei für den Aufbau zukunftsfähiger Strukturen für alle Menschen einsetzen, die in Marl leben und arbeiten, statt Symbolpolitik für Wenige zu betreiben. Dazu gehört eine umfassende Digitalisierungsstrategie, ein ideologiefreies Mobilitätskonzept und eine Energiestrategie, die den Bürgern und der Umwelt nutzt; eine konkrete Offensive für unsere Stadtteilzentren sowie eine Bildungsinitiative, die die alle Angebote und Einrichtungen vernetzt, und von Kita bis zu einem akademischen Angebot beste Bildung bietet."

Bernard Keber (AfD): "Ich bin der Richtige, weil ich keinem Aufsichtsrat verpflichtet bin, keinem Vorstand eines Verbandes zuspielen muss, keinen Gremien schmeicheln muss und keiner Einzelperson in Marl und Umgebung Vorteile einräumen werde. Ich werde als Bürgermeister mit allen Dezernenten und Mitarbeitern der Stadt Marl kollegial zusammen arbeiten ohne Berücksichtigung einer Parteimitgliedschaft. Und ich wünsche mir im Rat der Stadt eine entspannte, harmonische Zusammenarbeit mit allen Parteien zum Wohle der Bürger in Marl."

Wissenswertes zur Wahl

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, sind alle Wahlbenachrichtigungen an die Bürger verschickt worden. Wer keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, kann sich im Wahlbüro telefonisch unter 02365/ 99-2633 melden. Dort besteht die Möglichkeit, seine Stimme direkt abzugeben. Bürger, die ihre Briefwahlunterlagen beantragen wollen, sollen ihre Wahlbenachrichtigung schon zu Hause ausfüllen und persönlich unterschreiben. „Dies verkürzt die Wartezeiten im Rathaus“, so Michael Bach. Ein gültiger Personalausweis ist mitzubringen. Wer den Antrag für eine andere Person stellen möchte, benötigt eine schriftliche Vollmacht. Darüber hinaus können Anträge auf Briefwahl formlos per E-Mail an wahlbuero@marl.de gestellt oder im Internet unter www.marl.de/kommunalwahl beantragt werden.
Die letzte Möglichkeit Briefwahl zu beantragen, besteht am Freitag, 11. September, in der Zeit von 8 bis 18 Uhr, bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung und unter Vorlage eines entsprechenden ärztlichen Attestes bis Sonntag, 13. September, 15 Uhr. Der letzte Termin für die Briefwahlabgabe ist am Wahltag, dem 13. September, bis 16 Uhr – dann allerdings ausschließlich im Wahlbüro im Rathaus und nicht im Wahllokal.
Das Wahlbüro befindet sich im Zentralgebäude (ehemalige Stadtkasse) des Marler Rathauses und ist über den Haupteingang zugänglich. Der Weg dorthin ist ausgeschildert. Geöffnet hat das Wahlbüro montags und dienstags, 8 bis 16 Uhr; mittwochs und freitags, 8 bis 12.30 Uhr sowie donnerstags von 8 bis 18 Uhr.

Autor:

Kerstin Halstenbach aus Emmerich am Rhein

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