Flossbachs Bundesliga-Querpass
Jetlag beim Standfußball

Trainer Holger Flossbach kommentiert auf launige Weise den großen Fußball für den Stadtspiegel und auf Lokalkompass.
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Eine Klasse-Choreographie verschlug den Fans in der Schalker Nordkurve die Sicht und den Fans im gesamten Stadion die Sprache. Beeindruckend wurde an Rudi Assauer, den erfolgreichsten Manager AufSchalke, erinnert. Einfach toll!
Allerdings fehlte mir der Hinweis, dass auch der Rudi eine Dortmunder Vergangenheit hat, dass er seine erfolgreichste Zeit bei den Borussen hatte.
Vor wenigen Wochen noch wurde dezent und höflich auf die Vergangenheit Christoph Metzelders hingewiesen. Auch seine erfolgreichste Zeit hatte er bei Borussia Dortmund. Was zu bedeuten hat, dass wir froh sein müssen, dass es die kreativen Fans 1993 noch nicht gegeben hat oder sie noch nicht so aktiv in Erscheinung getreten sind, sonst wäre Stumpen-Rudi vermutlich kein Manager geworden und wir würden ihn nicht so sehr vermissen.
Schade, dass man Metze keine Chance gibt, denn er hat Stallgeruch, ist bodenständig und hat die gewisse Ausstrahlung. Übrigens, das sonntägige Spiel gegen Augsburg ist schnell erzählt: … das war´s schon! Ich hatte einen Freund aus Australien mit. Er war zum ersten Mal in einem Fußballstadion. Von der Choreo war er beeindruckt, vom Stadion, vom Vorspann auch, aber beim Spiel schlief er ein. Jetlag beim Walking Football.
Dagegen bruzzelte es in der Dortmunder Kabine. Man verspielte kurzerhand einen 2:0-Vorsprung bei den Werderanern aus Bremen und reduzierte die Meisterchance auf ein Minimum. Der bayrische Bremer Pizarro schlug die Kugel zum 2:2 ins gelbschwarze Netz und besiegelte die Meisterschaft. Dabei wäre es spannend geblieben, denn die Lederhosen müssen am kommenden Samstag nach Leipzig und da hängen die Punkte hoch. Hier ist durchaus mit einer Niederlage zu rechnen. Denn Leipzig hat in der Rückrunde erst einmal verloren. So muss man spätestens jetzt von einer Vorentscheidung sprechen. Die Bosz-Buben aus Leverkusen fegten innerhalb der ersten halben Stunde die Frankfurter Zwietracht aus der BayArena. 6:1 zur Halbzeit und 6:1 am Ende des Spiels war die richtige Medizin der Pillendreher im Kampf um die Champions-League-Plätze.

Die Zweite macht Spaß

Auch Gladbach wahrte beim äußerst glücklichen 2:2 gegen Hoffenheim seine Minimalchance auf die CL. Fortuna Düsseldorf punktet weiter und holt sich einen Zähler in Freiburg. Nach Dortmund müssen die Landeshauptstädter am kommenden Samstag. Um 15.30 Uhr fangen, bis auf Frankfurt gegen Freiburg (Sonntag um 18 Uhr), alle Spiele des vorletzten Spieltags an. Der BVB will den berühmten Strohhalm in den Düsseldorfer Rhein stecken und drei Punkte schlürfen. Schalke wackelt nach Leverkusen und Gladbach spielt das Abstiegsgespenst in Nürnberg. Irgendwie ist nicht mehr viel los in Liga 1. In Liga 2 ist die Spannung zu spüren und zu fühlen und zu sehen. Der HSV ist bei den Paderbornern zu Gast. Da offensichtlich keiner aufsteigen will, denn alle drei Favoriten (HSV, Paderborn, Union und Heidenheim) verloren am letzten Wochenende ihre Spiele, hat das Match Endspiel-Charakter. Also, Sonntag Sinsen gegen Wanne um 15.15 Uhr und Paderborn gegen den HSV um 15.30 Uhr. Kult(ur) oder Sofa. Das Leben verbirgt schwierige Entscheidungen.
Ihr Kulturbanause HF

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