WIR 4 SPD Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn, Rheinberg
Kirchturmdenken der Moerser CDU Ratsfraktion

Atilla Cikoglu, SPD Fraktionsvorsitzender Moers:
„Rolle rückwärts des CDU Fraktionsvorsitzenden Ingo Brohl. Da reibt man sich verblüfft die Augen, in den zurückliegenden Wahlkämpfen war immer eine Forderung der CDU die Stärkung der interkommunalen Zusammenarbeit hier am Niederrhein, Bündelung der Kräfte „from the top“ bis hin zum gemeinsamen Einkauf von Bleistiften. Mit einem „vergifteten“ Lob: „ ..die WIR4 hat sich erfolgreich selbst überflüssig gemacht“, soll ein am Markt erfolgreiches und vielgelobtes Instrument interkommunaler Zusammenarbeit über Bord geworfen werden. Da dreht sich der Wetterhahn auf dem Kirchturm der Moerser CDU wetterwendisch im Kreise. Wir brauchen nicht weniger, wir brauchen mehr interkommunale Zusammenarbeit und natürlich eine endlich sichtbare und spürbare Wirtschaftsförderung hier in der Moerser Stadtverwaltung, die unsere Interessen offensiv wahrnimmt. Interkommunale Zusammenarbeit ist schon vom Grundsatz sinnvoll und sollte eher ausgebaut als zurückgefahren werden. WIR4 vermarktet nicht nur Genend, sondern alle Gewerbeimmobilien, sofern wir sie ihr zuordnen und selbst wenn alle Gewerbegebiete irgendwann mal vermarktet sein sollten, wird es immer Fluktuation infolge von Insolvenzen, Geschäftsaufgaben, Verlagerungen etc. geben. Die Vermarktung auf Messen etc. kann WIR4 im Verbund besser. Es scheint fast so, als ob Ingo Brohl nicht daran glaubt, dass es noch Hoffnungen für Kohlenhuck gibt. Soll die wirtschaftliche Entwicklung von Moers stillstehen?“
Elke Buttkereit, SPD Fraktionsvorsitzende Neukirchen-Vluyn:
„Will Herr Brohl mit seinem Vorstoß gegen WIR4 auf den Zug von Donald Trump - nach dem Motto „Moers First“, aufspringen? WIR4 hat Zukunft! Wenn wir an die anstehenden Projekte in Kamperbruch und Kohlenhuck denken, wäre es fahrlässig, dass landesweiter Vorbildprojekt für interkommunale Zusammenarbeit aufzugeben. Die SPD Neukirchen-Vluyn empfindet es befremdlich, dass die CDU diese gewachsene erfolgreiche Zusammenarbeit leichtfertig in Frage stellt.“
Jürgen Preuß, SPD Fraktionsvorsitzender Kamp-Lintfort:
„Die Bürgermeister der Wir4-Kommunen haben den Auftrag, ein Konzept zu entwickeln, wie Wir4 noch effizienter arbeiten kann. Währenddessen stellen die CDU-Fraktionsvorsitzenden aus Moers und Neukirchen-Vluyn dieses erfolgreiche und landesweit beachtete Projekt kommunaler Zusammenarbeit immer wieder öffentlich und grundsätzlich in Frage. Dabei ist die gemeinsame Interessenvertretung für unsere Region durch Wir4 eine Grundvoraussetzung dafür, dass wir auch zukünftig für Projekte und Planungen großer Investoren ein interessanter Standort bleiben. Die 200.000 Menschen in unserer Region erwarten jedenfalls, dass diejenigen nicht behindert werden, die das Kirchturmdenken hinter sich gelassen haben und sich um das Beste für Moers, Kamp-Lintfort, Rheinberg und Neukirchen-Vluyn bemühen. Das sollten auch die CDU-Fraktionsvorsitzenden respektieren und nicht aus parteipolitischen Gründen Wir4 beschädigen.“
Jürgen Madry, SPD Fraktionsvorsitzender Rheinberg
„WIR4 ist ein Erfolgsmodel auf sehr hohem Niveau. Über WIR4 haben wir Industrie- und Gewerbeflächen vermarktet bekommen, die wohlmöglich heute noch brach liegen würden. Für verschiedene Projekte gab es nur Unterstützung weil wir, WIR4 waren. Tatsächlich gilt unsere WIR4 auf Landes- und Bundesebene als Vorbild sehr guter kommunaler Zusammenarbeit. Die Ansichten von Herrn Brohl, der CDU Spitzen in Moers und Neukirchen-Vluyn sind nicht nachvollziehbar und sogar schädlich für unsere Region. Aus meiner Sicht müsste die Zuständigkeit der WIR4 sogar erweitert werden. Die Erfahrungen des WIR4 Teams sind unverzichtbar und könnten auch bei der Vermarktung leer von Leerständen in den Fußgängerzonen genutzt werden. Aus Rheinberger Sicht können wir auf WIR4 nicht verzichten.“

Autor:

Konrad Göke aus Moers

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