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Podiumsdiskussion: Gutes Wohnen in Moers? „Kauft Land, der liebe Gott schafft kein Neues….

 v. l.n. r.: Auf dem roten Sofa v. l. n. r. Christop Wilczok, VIVAWEST, Jens Kreische, Wohnungsbau Moers, Maria Skora-Gewinner, Thorsten Kamp, Anja Reutlinger 
Foto: Klaus Dieker
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…Moers als HSK, als Haushaltssicherungskommune, hatte bisher nicht die finanziellen Spielräume sich hier aktiv einzubringen!“ sagte Thorsten Kamp, technischer Beigeordneter und Stadtentwickler für Moers und reagierte damit auf das Einführungsreferat von Anja Reutlinger zum Sozialen Wohnungsbau in Wien, der, beginnend nach dem 1. Weltkrieg, bis heute Maßstäbe setzt. Noch heute gehören der Stadt Wien 220.000 Wohnungen und an weiteren 200.000 ist die Stadt beteiligt. Von 1,9 Millionen Einwohnern leben in Wien 62 % in einer dieser Wohnungen mit gedeckelten Mieten. Anja Reutlinger: „Es ist ein Novum, zum ersten Mal haben SPD Ortsverein Rheinkamp und Stadtverband Moers zu einer gemeinsamen Veranstaltung eingeladen, weil uns allen das Thema: bezahlbarer Wohnraum für jung und alt, Singles und Familien, unter den Nägeln brennt.“ Mark Rosendahl führte souverän durch die Veranstaltung. Nach dem Tod von Hartmut Hohmann, sind Mark Rosendahl als Vorsitzender und Anja Reutlinger als Sprecherin des ASPU, Ausschuss für Planen, Stadtentwicklung und Umwelt, so etwas wie die neuen Gesichter der Moerser SPD für die Stadtentwicklung. .Maria Skora-Gewinner, Vorsitzende der AsF, Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, hatte viele Fragen mitgebracht, die von den Vertretern der Wohnungswirtschaft detailliert beantwortet wurden. Christoph Wilczok , stellte das „Leuchtturmprojekt“ der VIVAWEST in Eick vor: „Wir schaffen hier ein breitgefächertes, nachhaltiges, barrierearmes, bezahlbares Wohnungsangebot für viele ganz unterschiedliche Zielgruppen. Wir haben uns sehr engagiert, die Menschen vor Ort unsrer Mieter, besonders in der Umbauphase, mitzunehmen. Es gab Quartiersbegehungen mit der AWO , der Caritas, 7 bis 8 Millionen werden in den Außenanlagen investiert, aber wir bauen Wohnungen, wir sind auf die weiterhin gute Zusammenspiel mit Verwaltung und Politik angewiesen. Wir vermerken natürlich auch ein inakzeptables Sozialverhalten. Mülltourismus, wilder Müll. Wir haben für unsere Mieter Unterflormüllcontainer installiert, die die Bewohner mit einem Chip öffnen können, um ihre Abfälle zu entsorgen, mach einer stellt seinen Müll trotzdem daneben, der muss dann von der Hausverwaltung auf Kosten aller entsorgt werden.“ Jens Kreische von der Wohnungsbau Moers:. „Auch sozialer Wohnungsbau muss wirtschaftlich darstellbar sein. Wenn die KdU (Kosten der Unterkunft) die der Kreis Wesel für Transfergeldbezieher übernimmt, immer deutlich unter den tatsächlichen Kosten liegen, entsteht ein Delta zu Lasten der Wohnungswirtschaft, das ist einfach irrwitzig und macht sozialen Wohnungsbau ohne Sonderförderungen, Quersubventionierungen unmöglich. Hier ist die Politik, der Kreis Wesel gefordert.“ Nach gut zwei Stunden ging eine angeregte Fachdiskussion, an der sich auch die zahlreichen Besucher beteiligten, zu Ende. Thorsten Kamp: „Wir bringen jetzt ein Handlungskonzept Wohnen für Moers auf den Weg mit dem Ziel, von allem, für alle, etwas zu haben.“ Dazu muss für die hochverschuldeten Kommunen an Rhein und Ruhr eine Altschuldenlösung gefunden werden, die ihnen, die dafür nötigen Handlungsspielräume zurück gibt. Abschließend ging es dann noch um Aufenthaltsmöglichkeiten für junge Leute. Thorsten Kamp. „Bei Bolzplätzen, Skateranlagen ist der Ärger mit den Anwohnern vorprogrammiert, entsprechend hoch die Investitionen mit Lärmschutzmaßnahmen etc.. Schon wenn wir, niedrigschwellig, eine grüne Wiese mit ein Paar Bänken ausstatten, kann ich fast die Uhr danach stellen, bis der erste anruft: Die Bank muss weg, da treffen sich bis in die Nacht hinein Jugendliche und machen Lärm!“ So ging eine angeregte Diskussion auch mit dem Appell zu Ende, beim Leben miteinander, allen, die nötigen Spiel- und Bewegungsräume zu lassen.

Autor:

Konrad Göke aus Moers

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