Dreharbeiten oder Kapitalverbrechen?
Keine Panik - nur eine Übung: Kampf gegen die Schweinepest

Keine menschliche Leiche: Der fach- und sachgerechte Abtransport eines Wildschweins wird hier geübt. Fotos (2): Feuerwehr
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  • Keine menschliche Leiche: Der fach- und sachgerechte Abtransport eines Wildschweins wird hier geübt. Fotos (2): Feuerwehr
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Kapitalverbrechen im Uhlenhorst? Nein, keine Panik. Am Donnerstag, 14. März, mag der ein oder andere Autofahrer oder auch Spaziergänger im Waldgebiet Schlimmes befürchtet haben. Feuerwehrmänner in weißer Schutzausrüstung mit Mundschutz, Augenschutz und Gummistiefeln, dazu Sprühkreide auf dem Boden und ein schwarzer Kadaversack. Es handelte sich aber weder um einen Mord, noch um Dreharbeiten zu einem neuen Tatort.

Dies alles gehörte aber zum praktischen Teil der an diesem Tage stattfindenden Krisenstabsübung der Stadt Mülheim. In allen Veterinärämtern der Bezirksregierung Düsseldorf wurde an diesem Tag der Ernstfall geübt: Der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest im eigenen Stadtgebiet.
Dazu traf sich am Morgen der Krisenstab der Stadt im Führungs- und Lagezentrum auf der Feuerwache in Broich.
Er setzt sich aus Entscheidungsträgern von Veterinäramt, Ordnungsamt, Feuerwehr, Polizei, Forst und Jagdausübungsberechtigten zusammen. Geübt wurde das Zusammenspiel der einzelnen Ämter und Behörden bei einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest auf dem Stadtgebiet. Schutzzonen wurden erstellt, Waldgebiete gesperrt und Desinfektionsschleusen errichtet. Nach circa vier Stunden konnte die Übung beendet werden.
Bei der Afrikanischen Schweinepest handelt es sich um eine Viruserkrankung, die nur für Schweine und Wildschweine gefährlich ist und für diese Tierarten meist tödlich endet. Eine Gefahr für Menschen oder andere Tiere besteht nicht.

Funde melden

Wer beim Waldspaziergang oder beim Pilze sammeln ein totes Wildschwein entdeckt, sollte nichts anfassen. Wenn man Kontakt mit dem Kadaver hatte, sollte man alles so gründlich wie möglich reinigen, um eine Verbreitung zu vermeiden. Der Fund sollte umgehend beim Veterinäramt der Stadt unter Tel. 455 3170 oder außerhalb der allgemeinen Bürozeiten bei der Leitstelle der Feuerwehr unter Tel. 455 92 gemeldet werden.
Auch für das "Übungs-Wildschwein" Waldemar kam leider jede Hilfe zu spät. Es wurde gemäß des Einsatzkonzeptes "Afrikanische Schweinepest" durch die Feuerwehr geborgen und in ein Labor zur weiteren Untersuchung gebracht.

Keine menschliche Leiche: Der fach- und sachgerechte Abtransport eines Wildschweins wird hier geübt. Fotos (2): Feuerwehr
Das "Übungs-Wildschwein" Waldemar.

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