Museum Temporär sucht private Lieblingsstücke für neue Ausstellung
Wie viel „Bauhaus“ ist in Mülheim?

Ein Schiff, eine Tischleuchte, ein Kissenbezug, alle nach Entwürfen bekannter Bauhaus-Künstler, sind in der kommenden Bauhaus-Ausstellung im Museum Temporär genauso zu finden wie das Künstlerbuch "Es kommt der neue Fotograf".   Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
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  • Ein Schiff, eine Tischleuchte, ein Kissenbezug, alle nach Entwürfen bekannter Bauhaus-Künstler, sind in der kommenden Bauhaus-Ausstellung im Museum Temporär genauso zu finden wie das Künstlerbuch "Es kommt der neue Fotograf". Foto: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
  • hochgeladen von Reiner Terhorst

Das „Bauhaus“ ist derzeit in aller Munde. Auch in Mülheim wird an die Gründung der weltberühmten Kunsthochschule aus Weimar, Dessau und Berlin vor 100 Jahren gedacht.

Dabei sollen die Mülheimer einbezogen werden, denn vermutlich gibt es hier vor Ort einges, bei denen die Impulse dieser Talenschmiede sicht- und spürbar sind. Auch wenn sie mit Lehrern wie Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky und Paul Klee nur 14 Jahre existierte und dann von den Nazis verboten wurde, ist ihr Einfluss auf Kunst, Design, Fotografie und Architektur bis heute spürbar.

Dr. Beate Reese, Leiterin des Kunstmuseums Mülheim, nennt Beispiele: „Viele kennen die berühmte Wagenfeld-Tischleuchte, den Wassily-Sessel B 3 von Marcel Breuer oder das variantenreiche Schiffbauspiel von Alma Siedhoff-Buscher. Als Nachbau, Reedition und Replik hat mancher Entwurf aus den 1920er-Jahren weite Verbreitung erfahren.“ Die Bauhaus-Künstler standen zudem für die greifbare Abkehr vom Plüsch des Kaiserreiches und haben das in ihren Werken sichtbar zum Ausdruck gebracht.

Mit viel Liebe zum Detail

Doch das Bauhaus steht für weit mehr: Für Demokratie, Engagement, Effizienz und eine auf das Wesentliche konzentrierte Haltung. Auch daran soll eine Ausstellung im Museum Temporär an der Schloßstraße 28-30 erinnern, die jetzt mit viel Liebe zum Detail vorbereitet wird. „Und da, so Reese, „würden wir uns über die tatkrtäftige Unterstützung unserer Bürgerinnen und Bürger riesig freuen.“ Die für den Zeitraum vom 17. Mai bis Mitte September ins Auge gefasste Ausstellung trägt nämlich den Titel „Wie viel Bauhaus ist in Mülheim?“. 

Für diese Ausstellung sucht das Museum Bauhaus-Objekte, die sich im alltäglichen Lebensumfeld finden. Einiges hat das Museums-Team bereits aus Privathand zusammengetragen. Kissenbezüge, Bücher, Bauklötze, ein Schachspiel, Salzstreuer, eine Teekanne, Möbelstücke und anderes sind als Leihgaben aus den Mülheimer Haushalten museumsreif aufgetaucht. Alle Mülheimer, die ein Bauhaus-Objekt besitzen, sind aufgerufen, ein Foto ihres Lieblingsstücks per E-Mail an das Museum zu senden.

Von Mülheimern für Mülheimer

Eine unabhängige Jury wird Ende März die Objekte auswählen, die in der Ausstellung im Museum Temporär präsentiert werden. Das Foto sollte eine maximale Bildgröße von zwei Megabit haben und bis Sonntag, 24. März, per E-Mail an simone.scholten@muelheim-ruhr.de oder simone.meyer@muelheim-ruhr.de geschickt sein. Weitere Informationen gibt es unter unter Tel. 455 41 77. Sollten genügend Exponate zusammenkommen, wäre es dann schon fast eine „Bauhaus-Ausstellung von Mülheimern für Mülheimer“, bei der man im wahren Sinn des Wortes „Bauklötze staunen“ kann.

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