Erstmals in der Innogy-Halle
Guter Zweck steht beim Tag der Blutspende mehr denn je im Vordergrund

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Standort, Ablauf, Anmeldeverfahren, Bedeutung – wenn der DRK-Kreisverband, die Sparkasse und die Stadt Mülheim am 7. August zum 14. Mal den Tag der Blutspende durchführen, wird alles ein Stück weit anders sein.

Die größte Neuerung ist freilich der Standort. Fand die Blutspende in den Vorjahren stets in der Sparkassen-Kundenhalle am Berliner Platz statt, müssen die Spender diesmal rauf zur Innogy-Sporthalle. Denn in Mülheims größter Sporthalle kann der noch immer notwendige Sicherheitsabstand gewahrt werden. „Wir haben schon im März eine Verlegung beschlossen und sind dann bei den Betreibern der Halle auf offene Ohren gestoßen“, berichtet der Sparkassen-Vorstandsvorsitzende Martin Weck.

20 Spenderbetten werden auf dem Rundlauf oberhalb des Spielfeldes aufgestellt. Da es einen separaten Ein- und Ausgang geben wird, absolvieren die Spender praktisch eine Runde in der Halle. Die Organisatoren haben den Ablauf bereits getestet. Um Warteschlangen zu vermeiden, werden potenzielle Spender gebeten, im Vorfeld einen Termin zu reservieren (über diesen Link). „Es dürfen auch Leute ohne Termin kommen, die müssen aber Wartezeiten in Anspruch nehmen. Die Voranmeldungen werden bevorzugt“, erklärt Natalia Thoma, Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbandes Mülheim.

Innerhalb von zwei Wochen sind schon 146 Voranmeldungen eingegangen. Im letzten Jahr waren 505 Teilnehmer mit von der Partie, darunter 166 Erstspender. Der Rekord liegt bei 608 Blutspendern und datiert aus dem Jahr 2016. Der Neu-Spender-Rekord von 2012 liegt bei 179. Vor der Premiere in der Innogy-Halle hoffen die Organisatoren erneut auf rund 500 Teilnehmer.

Damit niemand hungrig nach Hause gehen muss, bekommen die Spender am Ende eine Lunch-Tüte, die der Caterer der Innogy-Halle zusammenstellt, die aber nicht vor Ort verzehrt werden darf. Auch das sonst vom Blutspendetag bekannte Rahmenprogramm muss diesmal ausfallen. „Ein großes Fest wird es nicht“, bedauert Natalia Thoma. Sparkassen-Pressesprecher Frank Hötzel betont: „Wir wollen keine große Aufenthaltsqualität schaffen.“

Unter dem Strich wird es am 7. August eine vergleichsweise nüchterne Blutspende. Wohl selten stand der gute Zweck dermaßen im Vordergrund wie in diesem Jahr. „ich habe noch nie so mit Überzeugung gesagt, dass wir in großer Not sind“, schlägt Thomas Herzfeld vom DRK-Blutspendedienst West Alarm. Die Corona-Krise hat den Terminplan der Blutspenden komplett über den Haufen geworfen. „Wir kommen vor allem nicht in Schulen, Berufskollegs und Unis“, sagt Herzfeld. Auch die nun wieder gestarteten Veranstaltungen in Unternehmen fallen durch das Home Office wesentlich kleiner aus.

Vor Corona waren sieben Busse für den Blutspendedienst im Einsatz. Allein dadurch fehlen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland 3500 bis 4000 Spenden im Monat. In Mülheim wurden 310 Konserven weniger gezählt als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr.

„Wir hinken seit April, Mai hinterher“, erklärt Herzfeld. Waren die Zahlen zwischenzeitlich wieder besser, gibt es seit der zweiten Juli-Woche wieder Schwierigkeiten. Durch die in den Herbst verschobenen Urlaube ist auch noch keine echte Besserung in Sicht. „Wir mussten die Anforderungen der Krankenhäuser um 20 Prozent kürzen, bei der Blutgruppe 0 sogar um 30 Prozent“, erläutert Susanne Böttcher vom Blutspendedienst West. Die Aussage, dass jede Blutspende zählt, gilt mehr denn je.

Anmeldemöglichkeiten gibt es über die kostenlose DRK-Blutspende-App, die Webseite spenderservice.net, diesen Link oder die Hotline 0800 11 949 11.

Autor:

Marcel Dronia aus Mülheim an der Ruhr

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