Pranger to go
Heute bauen wir uns mal eine Halsgeige

Die Form lehnt sich an die auf Wikipedia und anderen Seiten immer wiederkehrende Form an.
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  • Die Form lehnt sich an die auf Wikipedia und anderen Seiten immer wiederkehrende Form an.
  • hochgeladen von Franz B. Firla

Bitte gedulden Sie sich, ich habe gerade einen Leser in der Leitung:
"Wie war der Name? Mopper? Ach, Petersen, Entschuldigung. Nein, bitte glauben Sie mir, ich möchte hier keine Sadomasoecke aufmachen. Ich habe nur einen Bericht über Kalkriese gelesen. Was? Nein, nicht Kalkriesel, es hat nichts mit meinem Alter zu tun. Heute mal nicht. Hören Sie, es geht da um einen ganz tollen Fund auf dem vermutlichen Varus-Schlachtfeld bei Osnabrück. Nein, Varus ist kein open-air-Schlachtbetrieb. Es betrifft eine Auseinandersetzung zwischen Einheimischen und Ausländern, die Anführer hießen Hermann und Varus. Ja, vor Ihrer Zeit. Jetzt hat man da zum ersten Mal einen kompletten römischen Schienenpanzer gefunden. Bitte? Nein, ich lenke nicht ab. Auch wenn wir von Krieg reden, es ist kein Hochgeschwindigkeitspanzer auf Schienen. Eher eine Ritterrüstung in Scheiben. Ja. Nein, ich lenke nicht ab. Der Träger dieses Panzers hatte ein Halsgeige am Hals. Natürlich vermodert. Nein, kein Militärmusiker, es deutet darauf hin, dass der Soldat in der Schlacht verhaftet worden ist. Kripo? Also wegen mir: gefangen genommen.
Ja, die Halsgeige, auch Schandkragen oder Zankbrett war ganz früher eine Art „Pranger to go“. Das klappbare ca. 70 cm lange und 30 cm breite Prangerbrett hatte drei runde Aussparungen, eine für Hals und zweimal für die Handgelenke und, jetzt kommt es, es hat an den Außenkanten die wellige Form einer Geige. Damit wurden dann Störenfriedínnen und Störenfriede aller Art durch’s Dorf geführt. Heute würde man vielleicht Handschellen oder Kabelbinder nehmen. Damals achtete man noch auf Formen. Bitte? Ja, Herr Petersen. Die haben sich noch geschämt.
Was haben Sie, Juckreiz? Ja, manche behaupten, die Halsgeige sei eine Therapiegerätschaft von Hautärzten, welche bei Nesselsucht ein Kratzen verhindern soll. Andere wiederum sehen in der Halsgeige eine Art Kindersicherung.
PS. Gestern (Do, 1.10) begann der Krimi aus Passau mit 2 römischen Legionären im Schienenpanzer, die einen dritten begruben.

Also hier die Bastelanleitung:

Brett, ca. 10 mm Holz Dicke und ca. 12 cm Breite, Fichte, dann braun beizen
Länge 2 x 70 cm
Nebeneinanderlegen, dann „Geige“ aufzeichnen
Halsausschnitt: 16 cm Durchmesser
Handgelenke: 7 cm Durchmesser
1 Scharnier und 1-2 Kofferverschluss

Viel Spaß!

Ich schieß später noch ein paar Bilder von meinem Wöökschopp nach.

Es ist schon Oktober und das Weihnachtsbasteln nicht mehr fern.

Autor:

Franz B. Firla aus Mülheim an der Ruhr

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