Politik
Was hat uns das Grundgesetz zu sagen?

Sie laden dazu ein, das Grundgesetz neu zu entdecken: von links: Anamaria Bilobrk (Kommunales Integrationszentrum),  Annkatrin Boy  (Kommunales Bildungsbüro),  Jörg Brodka (Berufskolleg Stadtmitte),  Wanja van Suntum  (RUHRORTER), Tim Herrmann (Jugendstadtrat) ,  Gabrielle Bartelmai (Amt für Kinder Jugend und Schule), Kerstin Dau (VHS), Claudia vom Felde (MedienHaus) , Beigeordneter Marc Buchholz, Sigrun Oesterwind (Berufskolleg Stadtmitte), Sekine Günes (Koordinierungsstelle Integration)
  • Sie laden dazu ein, das Grundgesetz neu zu entdecken: von links: Anamaria Bilobrk (Kommunales Integrationszentrum), Annkatrin Boy (Kommunales Bildungsbüro), Jörg Brodka (Berufskolleg Stadtmitte), Wanja van Suntum (RUHRORTER), Tim Herrmann (Jugendstadtrat) , Gabrielle Bartelmai (Amt für Kinder Jugend und Schule), Kerstin Dau (VHS), Claudia vom Felde (MedienHaus) , Beigeordneter Marc Buchholz, Sigrun Oesterwind (Berufskolleg Stadtmitte), Sekine Günes (Koordinierungsstelle Integration)
  • Foto: Stella-Agentur-Köhring
  • hochgeladen von Thomas Emons

Schaut man in die Lokalpresse vom 23. Mai 1949, stellt man fest: Der Parlamentarische Rat und das damals von Konrad Adenauer verkündete Grundgesetz waren weit weg. Der Wiederaufbau und die Preisentwicklung unter der damals seit einem Jahr eingeführten D-Mark bestimmten die Schlagzeilen. Das Grundgesetz wurde als Provisorium für den neuen Westdeutschen Staat angesehen, das bei einer Wiedervereinigung von einer neuen Verfassung abgelöst würde.

70 Jahre später wissen wir: Das Provisorium hat sich auch im seit 1990 wiedervereinigten Deutschland dauerhaft bewährt. Das wurde am Geburtstag des Grundgesetzes unter anderem mit einem Empfang im Rathaus und mit einer Medienrallye für Schüler im Medienhaus gefeiert. "Wir können glücklich darüber sein, diesen Tag feiern zu können", unterstreicht Bildungs,- Jugend,- Kultur- und Sozialdezernent Marc Buchholz und weist aus gegebenem Anlass darauf hin, dass die Stadtbibliothek im Medienhaus am Synagogenplatz 15 verschiedene Titel rund um das Grundgesetz bereithält.

Die Medienrallye soll, wie Bibliotheksleiterin Claudia vom Felde, sagt, auch weiterhin interessierten Schulklassen angeboten werden, weil "Bibliotheken sind offene Orte der Demokratie, an denen man sich mit deren Grundregeln vertraut machen kann." Zusammen mit Mitarbeitenden aus seinem Dezernatsbereich hat Buchholz am Verfassungstag eine Reihe von öffentlichkeitswirksamen Projekten vorgestellt, mit denen das Grundgesetz gefeiert und im Bewusstsein der Bürgerschaft neu verankert werden soll. Hier ein Überblick:

Das Grundgesetz neu entdecken

Am 15. und 16. Juni kann man um 20.30 Uhr in der Saarner Dorfkirche an der Holunderstraße 5 ein 60-minütige Audio-Kunstwerk des zum Theater an der Ruhr gehörenden Ruhrorter-Ensembles erleben, in dem alteingesessene und neu dazu gekommene Menschen aus unserem Land und unserer Stadt mit Blick auf due Grundrechte unserer Verfassung von ihren persönlichen Rechts- und Unrechtserfahrungen berichten. Mehr Informationen dazu findet man unter: www.ruhrorter.com

Wie können und wollen wir als Bürgerinnen und Bürger zusammenleben und das Grundgesetz mit Leben füllen? Über dieses Thema in einer geselligen Tischrunde mit Nachbarn und Kollegen ins Gespräch zu kommen. Dazu laden das Centrum für bürgerschaftliches Engagement und das Bildungsbüro der Stadt am 15. Juni auf den Ruhrradschnellweg (Höhe Ruhrquartier) ein. Weitere Informationen dazu findet man unter: www.demokratie.muelheim-ruhr.de

Im Rahmen des 2017 gestarteten und von der Landeszentrale für politische Bildung NRW geförderten Unterrichtsprojektes "Demokratie für mich", das vor allem jungen Flüchtlingen die demokratischen Grundwerte unserer Gesellschaft vermitteln und jungen deutschen Staatsbürgern diese Grundwerte verstärkt ins Bewusstsein bringen möchte, laden das Berufskolleg Stadtmitte, das Kommunale Integrationszentrum am 19. Juni um 9 Uhr am Berufskolleg zu einer Geburtstagsfeier für das Grundgesetz ein.

Das Jugendamt lädt in den kommenden Sommerferien ab 15. und 22. Juli Kinder und Jugendliche zu einem jeweils einwöchigen Theaterworkshop rund um die Themen des Grundgesetzes ein. Ebenfalls zu einem Jugend-Workshop rund um die alltägliche Praxis des Grundgesetzes lädt vom 13, bis 15. September der Jugendstadtrat ein. "Man kann nicht sagen, dass Jugendliche, politisch nicht interessiert seien. Ich selbst erlebe meine Mitarbeit im Jugendstadtrat als bereichernd und möchte den Jugendlichen zeigen, das wir die Interessenvertreter für ihre Belange sind. Deshalb werden wir unseren Workshop auch nicht als Seminar oder Vortrag, sondern so kreativ und interaktiv gestalten, dass er für Jugendliche interessant sein wird", betont Jugendstadtrat Till Herrmann vom Gymnasium Broich.

"Wir werden in diesem Jahr auch die Auftaktveranstaltung der Interkulturellen Woche am 23. September um 18 Uhr auch den Werten des Grundgesetzes widmen und im an Anschluss an die Theateraufführung 'Werte MitbürgerInnen' darüber diskutieren, ob man das Rechts auf gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe nicht auch ins Grundgesetz schreiben sollte", erklärt Sekine Günes. Die Mitarbeiterin der städtischen Koordinierungsstelle Integrationsförderung ist für die Planung der gesamten Veranstaltungsreihe zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes verantwortlich und als Ansprechpartnerin für Auskünfte unter der Rufnummer: 0208-455-1531 oder per E-Mail an: sekine.guenes@muelheim-ruhr.de erreichbar.

70 Jahre Grundgesetz: Alle Veranstaltungen auf einen Blick

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen