Pastorale Versorgung bleibt gewährleistet - St. Mariä Himmelfahrt erläutert Zukunftskonzept für Saarn, Selbeck, Broich und Speldorf

Manuel Gatz, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, Norbert Wortberg, Verwaltungsleiterin Anne Rakowski, Pater Josef Prinz Pfarrer OSFS und Ludger Klingelberg stellten das Sanierungskonzept vor.
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  • Manuel Gatz, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, Norbert Wortberg, Verwaltungsleiterin Anne Rakowski, Pater Josef Prinz Pfarrer OSFS und Ludger Klingelberg stellten das Sanierungskonzept vor.
  • Foto: PR-Fotografie Köhring/SM
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„Die Zukunft beginnt jetzt. Wir müssen, wollen und werden neue Wege gehen. Und das geht nur gemeinsam.“ Manuel Gatz, Pfarrgemeinderatsvorsitzender von St. Mariä Himmelfahrt in Saarn, zu der auch in unterschiedlicher räumlicher Ausstattung die Stadtteile Broich, Selbeck und Speldorf gehören, ist, überzeugt, dass auch nach 2030 das katholische Leben dort Akzente setzen wird.

Über zweieinhalb Jahre lang haben mehr als 200 aktive Gemeindeglieder von Jung bis Alt ein Votum erarbeitet, das genau diese Zukunft beschriebt und voranbringen soll. „Natürlich haben wir die wirtschaftliche Entwicklung im Auge behalten. Wir wollen viel leisten, aber wir müssen uns das auch leisten können“, ergänzt Norbert Wortberg, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes.

Es werden in den kommenden zwölf Jahren Veränderungen eintreten, zum Teil mit tiefen Einschnitten. „Aber“, so Pfarrer Pater Josef Prinz OSFS, „pastorale Versorgung in allen Stadtteilen wird gewährleistet bleiben.“

Schon jetzt ein riesiger Aufwand

Die Pfarrei umfasst drei Gemeinden mit fünf Standorten. Derzeit fünf Kirchen (St. Mariä Himmelfahrt und St. Elisabeth in Saarn, St. Theresia von Avila in Selbeck, Herz-Jesu und Broich und St. Michael in Speldorf), ebenso viele Gemeindezentren und vier Pfarrhäuser werden aufgrund der finanziellen und demografischen Entwicklung mittel- und langfristig in Gänze nicht zu halten sein. Hinzu kommen noch acht Kindergärten und zwei Friedhöfe. Verwaltungsleiterin Anna Rakowski: „Das ist schon jetzt ein riesiger Aufwand.“

Es wird also künftig gebündelt und konzentriert werden. Das Konzept, das unserer Redaktion schon vorab vorgestellt wurde, nahmen am Sonntamorgen breiten Raum in einer bestens besuchten Pfarreiversammlung in der Herz-Jesu-Kirche an der Ulmenallee ein. Über 450 Gläubige waren gekommen, um zu erfahren, wie die Kirche der Zukunft, inhaltlich und räumlich aussehen soll. Ludger Klingeberg, der die Pfarrei bei der Erstellung des Votums, begleitet und beraten hat, war mehr als angetan von der sachlichen Diskussion.

Große Chance, Neues zu wagen

Pater Josef hat dem Votum die richtige Wortwahl und „Tonlage“ vorangestellt: „Ich bin mir bewusst, dass mit den getroffenen Entscheidungen schmerzhafte Einschnitte verbunden sind. Bei aller berechtigten Trauer und Wut bitte ich Sie aber, sich zusammen mit uns auf den Weg zu machen.“ Seiner Meinung nach bedeuten die Veränderungen zugleich die Chance, Neues zu wagen und den Menschen von heute mit ihren Bedürfnissen gerecht zu werden.

Die Kirchen St. Mariä Himmelfahrt und St. Michael werden laut Votum auch nach 2030 Bestand haben. Das gilt auch für das Pfarrhaus von Herz-Jesu und die Gemeindezentren von St. Mariä Himmelfahrt und St. Michael. Aufgrund der zu erwartenden Entwicklung sollen (besser: müssen) bis 2030 die Herz-Jesu-Kirche und das Gemeindezentrum in Broich sowie die Elisabeth-Kirche in Saarn und das dortige Gemeindezentrum aufgegeben und veräußert werden. Bereits in den nächsten zwei Jahren soll das Pfarrhaus von Theresia von Avila in Selbeck verkauft werden. Das dortige Gemeinmdezentrum soll bis 2025 einen Käufer finden. Das Pfarrhaus von St. Michael soll bis 2025 vermietet werden.

Auch weiterhin ist Vieles möglich

„Das alles sind keine Entscheidungen von oben herab. In großer Wertschätzung nehmen wir die Leute mit. Einige Maßnahmen und Entscheidungen stehen ohnehin erst 2030 an. Bis dahin gibt es regelmäßige Gespräche, und neue Ideen können die Zukunft auch noch anders aussehen lassen“, gibt sich Manuel Gatz zuversichtlich im Blick auf einvernehmliche Lösungen.


Siehe auch Kommentar zum Bericht hier

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