Zweite Oster-Akademie an der Luisenschule

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Bereits zum zweiten Mal verzichteten Oberstufen-Schülerinnen und -Schüler der Luisenschule auf ihre ersten Osterferientage und zeigten Drittklässlern aus zehn Mülheimer Grundschulen Versuche rund um das Ei.

Federführend war - wie auch im vergangenen Jahr - Projektleiterin und Chemielehrerin Dr. Beate Schulte, die im vergangenen Jahr für ihr Engagement eine Auszeichnung erhalten hatte. Wie hart ist die Eierschale tatsächlich, wie viele Bücher kann eine Schale tragen, was kann man mit Eiern alles Gutes kochen oder wie kann man auf Eier verzichten, waren einige der Frage- und Aufgabenstellungen an die rund 50 Kinder.

In sechs Räumen konnten sie drei Tage lang unter Anleitung ausprobieren, was die MINT-Fächer rund um das Ei alles an Versuchen zu bieten haben. Computer-Technik transportierte die Eier von A nach B oder malte sie an. Ein Ei-Vulkan ließ es schäumen. Alle Kinder waren begeistert und die Luisenschüler auch. Charlotte: „Wir leiten an, aber eigentlich schaffen die Kinder das alles allein.“

In zwei Räumen ging es um das Ei als Lebensmittel. Wer eine Ei-Unverträglichkeit hat, muss aber nicht auf Pfannkuchen verzichten, erfahren die Kinder von Beate Schulte. Da ersetzt Apfelmus das Ei. Auch Weingummieier wurden kreiert. Je nach Geschmack gab es grüne Erdbeergummieier oder rote Gummieier in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Auch um die Schönheit ging es: 1 Ei mit einer reifen Avocado mischen – fertig ist die Haarkur. Dann auf Kopfhaut und Haaren verteilen und nach einer Einwirkzeit von 30 Minuten gründlich ausspülen.

Am Montag hatte Daniela Hockmann von der Hochschule Ruhr West einen Kurzvortrag gehalten zum Thema „Verpacktes Leben – Die Eischale als starke Verpackung“. Wie aktuell das Thema Verpackung auch für unsere Zukunft ist, macht die Restbestände von Plastikmüll in Gewässern deutlich. Beate Schulte: „Das Ei hat eine geniale Verpackung. Sauerstoff und Feuchtigkeit kommen von außen rein, aber Bakterien werden draußen gehalten.“ Die Struktur einer Eierschale wurde im Vorfeld unter einem speziellen Mikroskop in der Universität Duisburg-Essen untersucht. Unter dem Mikroskop selbstständig untersuchen konnten die Grundschüler „Das Leben rund um das Ei“ im Haus Ruhrnatur am Dienstag.

Am Mittwoch wurde die Luisenschule für alle Eltern, Geschwister, Lehrer, Freunde und alle Akteure der Hochschule und des Hauses Ruhrnatur zur Abschlussveranstaltung geöffnet. In der Aula ging es zum Abschluss um das Thema „Luise sucht den Super-Hasen“ nach dem Vorbild „Deutschland sucht den Superstar“, nur dass niemand am Mittwoch ausscheidet, so Beate Schulte. Ebenfalls an der Osterakademie beteiligt waren in diesem Jahr die Agentur für Arbeit und das zdi-Netzwerk Mülheim.

Autor:

Claudia Leyendecker aus Mülheim an der Ruhr

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