Apotheker in Oberhausen unterstützen bundesweite Aktion

Persönliche Beratung in der Apotheke von Angesicht zu Angesicht ist durch nichts zu ersetzen. Quelle: AVNR
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  • hochgeladen von Klaus Bednarz

„Digitalisierung und Patientensicherheit“ – das ist das Thema des 4. Internationalen Tages der Patientensicherheit (ITPS) am Montag, 17. September, und der darauf folgenden Aktionswoche.

Die Aktionswoche zum Internationalen Tag der Patientensicherheit wird vom Bundesgesundheitsministerium gefördert. Apotheker, Ärzte, Krankenhäuser und weitere Akteure im Gesundheitswesen wollen aufzeigen, wie Chancen der Digitalisierung für eine sichere Gesundheitsversorgung der Patienten genutzt und Risiken vermieden werden können.

Sichere Versorgung

„In der Aktionswoche werden wir unsere Patienten verstärkt über zentrale Leistungen der Apotheken für eine sichere Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung in Zeiten der Digitalisierung informieren“, erklärt Ulf Brenne, Pressesprecher der Apotheker in Oberhausen.
Mit digitalen Informationssystemen und vollautomatisierten Logistikprozessen im Apothekenalltag sind öffentliche Apotheken Vorreiter bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Digitale Datenbanken unterstützen Apothekerinnen und Apotheker schon jetzt bei der Durchführung von komplexen Medikationschecks, durch die mögliche Risiken und Nebenwirkungen erkannt werden können. Mit patientenorientierten Eigeninitiativen, wie zum Beispiel ATHINA, engagieren sich die Apotheker in Nordrhein darüber hinaus für die Stärkung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS).
Arzneimittel sind aufgrund ihrer möglichen Risiken und Nebenwirkungen für den menschlichen Körper besonders beratungsbedürftig. Ein persönliches und kompetentes Beratungsgespräch von Angesicht zu Angesicht ist dabei durch nichts zu ersetzen. Das gilt sowohl für verschreibungspflichtige als auch für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel.
Ärzte und Apotheker sind sich einig, dass die Digitalisierung sinnvoll eingesetzt viele Chancen bietet. Sinnvoll sind die Maßnahmen nur dann, wenn sie Nutzen für die Patienten stiften und die Heilberufe in ihrer Arbeit unterstützen. Sie haben dienenden Charakter und ersetzen nicht die persönliche, heilberufliche Entscheidung von Ärzten oder Apothekern.

Vorreiterrolle ausbauen

Um ihre Vorreiterrolle bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen weiter auszubauen, verfolgen Apotheker das Ziel, die flächendeckende und qualitätsgesicherte Arzneimittelversorgung patientenorientiert und digital weiterzuentwickeln und aktiv zu gestalten. Dazu gehört aktuell beispielsweise ein Zukunftskonzept zur Einführung eines elektronischen Rezeptes, das größtmögliche Datensicherheit bei allen digitalen Übertragungswegen und die freie Apothekenwahl für den Patienten gewährleistet.

Digitalisierung und Globalisierung

Digitalisierung und Globalisierung haben aber auch Schattenseiten. So steigt die Anzahl gefährlicher Arzneimittelfälschungen, die über verschiedene Internetversender zu den Patienten gelangen, seit Jahren besorgniserregend.
Ulf Brenne stellt in diesem Zusammenhang klar: „Die inhabergeführte Apotheke vor Ort ist und bleibt der sicherste Bezugspunkt für Arzneimittel und trägt damit ganz besonders zur Patientensicherheit bei.“ Um diesen hohen Sicherstandard weiterhin gewährleisten zu können, wird Anfang Februar 2019 in deutschen Apotheken ein digitales System zur Abwehr von Arzneimittelfälschungen an den Start gehen. 

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