Gelbe Tonne/Gelber Sack für Leichtverpackungsabfälle

Die Gelbe Tonne in OB
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Mit dem Dualen System Deutschland ist vor 25 Jahren auch in Oberhausen die entsprechende Mülltrennung eingeführt worden. Seitdem wird Verpackungsmüll von der WBO getrennt abgeholt – zunächst ausschließlich in Gelben Säcken, im Herbst 2005 wurde dann die Gelbe Tonne eingeführt.

„Von Beginn an gilt folgender Hinweis als wichtiger Tipp und mittlerweile gleichzeitig als der Klassiker“, so WBO-Geschäftsführerin Maria Guthoff. „Gebrauchsgegenstände aus Kunststoff, Metall und Verbundstoff sind grundsätzlich ausnahmslos in der Hausmülltonne zu entsorgen. Verpackungsmaterialien aus Kunststoff wie Joghurtbecher, aus Metall wie Konservendosen und aus Verbundstoff wie Milch- oder Saftkartons gehören dagegen nur in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack.“ Allerdings gibt es immer wieder Leute in Oberhausen wie in anderen Städten, die den Müll nicht oder falsch sortieren. Es kommt immer wieder zu Fehlbefüllungen. So werden z.B. gebrauchte Zahnbürsten oder auch ganz andere Dinge wie gebrauchte Windeln oft in die Gelbe Tonne oder den gelben Sack geworfen.

Darum ist die Trennung von LVP-Abfällen sinnvoll

Viele Bürgerinnen und Bürger fragen sich allerdings auch zurecht, warum ein Joghurt-Becher in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack darf und andere Kunststoffgegen-stände wie ein Plastik-Blumentopf nicht. Hier bleibt die Entwicklung des event. Wertstoff-gesetzes abzuwarten. Solange erklärt sich die aktuelle Einschränkung, da die Entsorgung des Leichtverpackungsmülls mit dem Dualen System Deutschlands über den Kaufpreis der entsprechenden Waren finanziert wird.

Tatsächlich ist die Mülltrennung, insbes. auch was das Verpackungsmaterial angeht, sinnvoll. Hierin sind nämlich viele Roh- und damit Wertstoffe enthalten, die wieder verwertet werden können, was in Oberhausen auch passiert. Der hier eingesammelte Müll aus der Gelben Tonne und dem Gelben Sack geht in eine REMONDIS-Sortieranlage. Außerdem bezahlt jeder die Entsorgung über das Duale System beim Kauf der entsprechenden Waren. Wer diesen Abfall dann in die Restmülltonne wirft, weil man dem Irrglauben unterliegt, dass ohnehin alles in der Müllverbrennung landen würde, zahlt somit doppelt für die Entsorgung.

Mengen steigen

In Oberhausen zeigen die Zahlen der letzten zehn Jahre, dass die Menge des von der WBO eingesammelten Leichtverpackungs-Abfalls stetig gestiegen ist. So sammelten die Wirtschaftsbetriebe im Jahr 2006 insgesamt 4.848 Tonnen Leichtverpackungsmaterial in Gelben Tonnen und Säcken ein, im Jahr 2016 waren es bereits 5.666 Tonnen. Das entspricht einem Pro-Kopf Plus von fünf Kilogramm. Beim Hausmüll sanken die Zahlen im Vergleich von 2006, wo 60.392 Tonnen anfielen, bis Ende 2016 auf 53.315 Tonnen. „Die Zahlen sprechen dafür, dass die Mülltrennung, zu der ja auch die Papier- und Biotonnen gehören, im Laufe dieser Zeit bei etwas mehr Oberhausenerinnen und Oberhausenern angekommen sein mag“, meint Maria Guthoff. „Zudem liegt der Anstieg aber auch daran, dass die Verwendung von Verpackungsmaterial grundsätzlich gestiegen ist.“ Als Beispiel dafür ist die große Anzahl der einmalig genutzten Coffee To Go Becher immer wieder ein Thema.

Einführung der Gelben Tonne in OB

Seit Anfang 2005 werden die Gelben Säcke im Stadtgebiet 14tägig abgeholt – zuvor erfolgte die Abholung nur ein Mal monatlich. Diese Serviceverbesserung wurde damals auf Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger zwischen der Stadt Oberhausen und dem Dualen System Deutschland verhandelt. Die langen Lagerzeiten der Säcke hatten Probleme wie Geruchsbildung, Schimmel oder Platzmangel hervorgerufen. Die Gelbe Tonne wurde als 240 Liter Tonne dann im Oktober 2005 im gesamten Stadtgebiet eingeführt, nachdem es vorher drei Probebezirke gegeben hatte. Mit der 14tägigen Abfuhr Anfang 2005 wurden gleichzeitig die Inhalte auf Fehlbefüllungen kontrolliert. Fehlbefüllte Säcke wurden damals schon mit einem entsprechenden Informationszettel beklebt und nicht mitgenommen. So ist es auch noch heute.

Inzwischen haben mehr als 26.000 Haushalte in Oberhausen eine Gelbe Tonne oder Container, die in unterschiedlichen Größen angeboten werden. Gelbe Säcke werden vor allem dort genutzt, wo Bewohnerinnen und Bewohner zu wenig Platz für eine zusätzliche Tonne haben.

Die Gelbe Tonne in OB
In Sortieranlage ausgeladener LVP-Müll
Autor:

Andrea Rupprath aus Oberhausen

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