Mehr Kita-Plätze für Oberhausen

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Trampolinhüpfen in frischer Luft auf dem Gelände der Kita Löwenzahn an der Försterstraße. Foto: Kita Löwenzahn

In den nächsten Jahren will die Stadt deshalb in ganz Oberhausen 947 weitere Plätze für Kleinkinder bis zum Alter von sechs Jahren in Kindertageseinrichtungen (Kitas) und bei Tagesmüttern schaffen. In Oberhausen werden inzwischen wieder mehr Kinder geboren. Zudem werden Kitas und Kindertagespflegeplätze als Betreuungs- und Bildungsangebote immer mehr angenommen.

In den nächsten Jahren soll es 808 zusätzliche Plätze in Kitas und 139 zur Betreuung bei Tagesmüttern geben. Der größte Bedarf besteht in Sterkrade-Mitte mit 13 neuen Gruppen und Alstaden-Lirich mit 11 neuen Gruppen. Jeweils fünf zusätzliche Gruppen sind in Oberhausen-Mitte/Styrum, Oberhausen-Ost und Sterkrade-Nord geplant und drei in Osterfeld.
„Oberhausen wird wieder jünger“, stellte die Beigeordnete für Familie, Bildung und Soziales, Elke Münich, bei der Vorstellung der Pläne erfreut fest. „Die frühkindliche Entwicklung ist seit 2016 im Ausbaumodus.“ Die Geburtenzahl ist in den letzten Jahren auf rund 2.000 pro Jahr gestiegen.
Wegen des Mehrbedarfs wurde der Stadt im Frühjahr klar, dass die aktuellen Kita-Neubauten wie im Uhlandpark, auf dem John-Lennon-Platz und in der Stadtmitte nicht ausreichen werden. Zur Umsetzung sollen in den nächsten Jahren nach derzeitigem Stand rund 27 Millionen Euro in den Neu-, Um- und Ausbau von Kitas investiert werden. Die Stadt ist zurzeit auf der Suche nach geeigneten Grundstücken für Neubauten und nach Investoren. Gewünscht sind natürlich kurzfristige Lösungen.


Auf Unterstützung angewiesen

„Wir gehen davon aus, dass wir Um- oder Anbauten an bestehenden Einrichtungen einplanen können“, erklärte die Beigeordnete für Familie, Bildung und Soziales, Elke Münich, bei der Vorstellung der Pläne. „Wir sind im engen Dialog mit freien Trägern, die uns auch unterstützen.“ Letztlich ist die Stadt auf die Unterstützung angewiesen, da sie unter anderem wegen der Kosten nicht alle Plätze einzurichten kann. Sie kann sich auch vorstellen, von Investoren gebaute Räumlichkeiten anzumieten.
Aktuell stehen der Stadt 1,3 Millionen Euro an Landesmitteln vom Landschaftsverband Rheinland zur Schaffung neuer Kita-Plätze zur Betreuung von Kinder im Alter von über drei und unter drei Jahren zur Verfügung. Derzeit wird zudem geprüft, wie viel Geld im städtischen Haushalt verfügbar sein könnte.
Die Stadt will den momentanen Bedarf mit Übergangslösungen überbrücken. So sollen beispielsweise Kitas, die ein großes Raumangebot wie eine Mehrzweckhalle haben, dort sogenannte Vorläufergruppen aufnehmen, die dann in neue Räume umziehen sollen. „Für eine Übergangszeit rutscht man in Räumlichkeiten zusammen“, so Elke Münich. Positiv sieht sie auch die bereits bestehenden Waldkindergruppen im Kaisergarten und im Alsbachtal, die zunächst als Notlösungen eingerichtet wurden. Der Wert der Gruppen, in denen sich die Kinder in der Natur bewegen, wird laut Münich in der Elternschaft angenommen.
Die Beigeordnete verweist darauf, dass es zwar einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder bis sechs Jahre gebe, aber keine Kita-Pflicht gibt. Deshalb sei es für den Jugendhilfeträger eine große Herausforderung, die Plätze so zu planen, dass die Anzahl den Nachfragen von Eltern entspreche. Für das nächste Kindergartenjahr verfügt Oberhausen über gut 5.600 Ü3- und knapp 2.000 U3-Plätze. Damit fehlt eine relativ geringe Anzahl von insgesamt rund 70 Plätzen. Die Stadt geht aber davon aus, den Rechtsanspruch erfüllen zu können.

Sollte alles wie geplant laufen, könnte der Stadtrat bereits im Herbst die ersten Beschlüsse zur Umsetzung konkreter Einzelprojekte fassen. Für einzelne Orte sind Modulbauweisen auch zu einer schnelleren Umsetzungsplanung möglich. (Ruby) 
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