Probleme mit der Zustellung im Kreis Unna sind nicht neu
Post-Skandal: Opfer aus Methler berichtet über seinen Ärger

Der Post-Skandal um nicht zugestellte Briefe weitet sich aus. Foto: Archiv
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  • hochgeladen von Anja Jungvogel

Der Ärger um die Briefzustellung im Kreis Unna zieht weitere Kreise. Die Situation eskalierte, als letzte Woche in einer Bergkamener Garage 64 Kisten Briefe entdeckt wurden, die seit mehreren Wochen dort "schlummerten" (wir berichteten). Jetzt meldete sich zudem ein Opfer des Post-Skandals in der Stadtspiegel-Redaktion.
Carsten Ehlert aus Kamen-Methler hatte im letzten Jahr und auch dieses Jahr mehrmals Ärger am Briefkasten. "Im November 2018 habe ich festgestellt, dass unsere Hausbank 16 Euro für Adressermittlung von unserem Girokonto abgebucht hat. Das Kreditinstitut hatte uns angeschrieben, doch die Karte ging mit dem Vermerk "Empfänger nicht ermittelbar" zurück zur Bank."
Das war nicht der einzige Fall, über den sich Carsten Ehlert ärgern musste. Zu Beginn des Jahres sei ein Trauerbrief nicht angekommen. "Daher wussten wir nicht, wann und wo die Beerdigung stattfinden sollte."
Am 17. Januar hat er die Post davon in Kenntnis gesetzt, dass diese doch sehr wichtige Karte ihren Adressaten nie erreicht hat. Außerdem hatte er zu Testzwecken Briefe an drei verschiedene Arbeitskollegen abgeschickt. Auch diese seien nicht angekommen.

Antwort kam per E-Mail

Auf Anfrage per E-Mail bei der Post wurde wenigstens am gleichen Tag reagiert: "Man erklärte mir, dass ich einen Nachforschungsantrag stellen sollte. Außerdem hätten sie die Zusteller im Kamener Ortsteil Methler um eine Stellungnahme gebeten. Diese hätten glaubhaft versichert, dass in ihrem Bezirk alles mit rechten Dingen zuginge."
Auch Bundestagsabgeordneter Kaczmarek bat um Auskunft, welche Möglichkeiten es gibt, die Unregelmäßigkeiten bei der Briefzustellung im Kreis Unna schnell und wirksam abzustellen. Er wandte sich allerdings nicht an die Post, sondern gleich an die Bundesnetzagentur und bekam umgehend Antwort: Es wurde eingeräumt, dass es im Kreis Unna in den Jahren 2017 und 2018 Probleme bei der Zustellung gab. Gründe dafür waren Personalausfälle, woraufhin die verbliebenen Zusteller andere Bezirke mit übernommen hätten.
Die Behörde rät daher den Bürgern im Kreis Unna, dass sie sich bei Mängeln nicht nur an die Deutsche Post, sondern auch unmittelbar an den Verbraucherservice Post der Bundesnetzagentur wenden: E-Mail: verbraucherservice-post@bnetza.de.

Autor:

Anja Jungvogel aus Stadtspiegel Kamen

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