Literatur-Hotel-Preis

Beiträge zum Thema Literatur-Hotel-Preis

Kultur

Literatur Hotel Preis 2012: Nadia Kraam "Das Lehmhaus"

Als wir das kleine Lehmhaus betraten, überfiel mich ein beklemmendes Gefühl, eine Vorahnung, dass mich hier etwas Grauenvolles erwartete. Das Haus war spärlich ausgestattet. Ein kleiner, handgewebter Teppich mit dem typisch afghanischen Elefantenfußmuster bedeckte den Boden. Die verschiedenen Nuancen von rot, die den Teppich dominierten, stachen mir direkt ins Auge. Der Teppich erinnerte mich an mein eigenes Zuhause in Köln. Trotz der für diese Bergregion üblichen klirrenden Kälte spürte ich...

  • Dinslaken
  • 15.05.12
  • 1
Kultur
Die LHP-Autoren und die Teams von Art Inn und Niederrhein Anzeiger (v.li.): Harald Gerhäußer, Adnan Köse, Ingo Knosowski, Ramona Breder, Hans Jürgen Rüffert (Art Inn), Jess Geiger, Caro Dai (NA), Oliver Peters, Sarah Leukel (NA) und Ingo Wagner (Art Inn). | Foto: Kunkel

„Es ist angerichtet“ - 1. Literatur-Hotel-Preis-Lesung 2012 mit hochkarätigen Autoren und brillanten Vorträgen

Donnerstagabend, 19 Uhr, Art Inn Hotel. Zeitpunkt und Schauplatz der 1. Literatur-Hotel-Preis-Lesung des Jahres 2012. Und die Messlatte wurde auch gleich richtig hoch gehängt... Dinslaken. Die Braut eröffnete das Parkett: Vorjahres-Zweite, Hochzeits-Bloggerin und bald Vermählte Ramona Breder startete mit „Gedankenkrank“. Rote Ampeln, gestresste Leute, diese Dinge beschäftigen die Gedankenwelt der Erzählerin, die autobiographische Züge zu haben scheint. Kurzweilig und anregend – so muss ein...

  • Dinslaken
  • 02.05.12
Kultur

Literatur-Hotel-Preis 2012: Ramona Breder "Die andere Welt"

Susanne ist wach. Denkt sie zumindest. Ihr Körper fühlt sich leicht und gleichzeitig schwer an. Sie weiß nur dass sie eine wichtige Aufgabe erledigen muss. Sie hat eine Nacht Zeit das Rätsel zu lösen, welches ihr gerade im Traum auferlegt wurde. Sie bewegt sich in einer anderen Welt. Ein Zustand den man kaum beschreiben kann. Sie steigt aus ihrem Bett und aus ihrem Körper und schwebt über ihre schlafende Seele. Angst davor tot zu sein, hat sie nicht, denn sie weiß ganz genau dass sie morgen...

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  • 27.04.12
Kultur
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Literatur-Hotel Preis 2012: Ramona Breder "Das Hochhaus"

Ich habe eine gute Freundin, Tanja. Sie wohnt in einem Hochhaus mit 10 Stockwerken. Jedes Mal wenn ich sie mal besuche, studiere ich zuerst die Masse an Namenschildern die zum Schellen einladen. Anfangs musste ich Tanjas Klingel suchen bevor ich ihren Namen in dem Wirrwarr entdeckte. Seit einiger Zeit habe ich mir aber gemerkt dass ihre Klingel oben rechts ist. Dann erst drücke ich auf Tanjas Klingel und warte bis sie mit ihrer quieckigen Stimme fragt wer denn an der Türe sei. Ich lache und...

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  • 27.04.12
Kultur
So sehen glückliche Gewinner aus: Oliver Peters ist der Träger des 1. Dinslakener Literatur Hotel-Preises. �Foto: Kunkel
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1. Dinslakener Literatur-Hotel-Preis 2010 - And the Winner is: Oliver Peters

Das Finale war knapp, knapper als wohl je ein Nobel-Literaturpreis vergeben wurde. Der Gewinner des 1. Dinslakener Literatur-Hotel-Preises steht nach wochenlangem Wettbewerb mit Vor-Abdruck, Internet-Veröffentlichung und abschließendem heißen Telefon-Voting fest. Die begeistert zahlreich mitmachenden Leserinnen und Leser des Nieder­rhein-Anzeigers entschieden sich knapp, aber eindeutig führend für den Schreiber Oliver Peters mit seiner Geschichte „Der Fleck oder Du magst Sushi - ich mag...

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  • 27.05.10
  • 1
Kultur

1. Dinslakener Literatur-Hotel-Preis 2010: Ben Perdighe - Wurstival auf Lohberg -

Einmal im Jahr macht Kerze seine Garage für ein Wochenende dicht und lädt alle seine Kumpels zu einem gigantischen Grillfest ein. Er nennt diese Fest das „Wurstival“. Aus diesem Grund verschickt er als Einladungen ausschließlich Würstchen. Er klebt einfach eine Briefmarke auf die Wurst, kritzelt mit Lebensmittelfarbe die Adresse des Gastes auf selbige und verschickt die delikaten Einladungen mit der Post. Erstaunlich ist, das die Dinger wirklich ankommen, an einem Stück, jedes Jahr aufs Neue!...

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  • 27.05.10
  • 1
Kultur

1. Dinslakener Literatur-Hotel-Preis 2010: Oliver Peters - Der Fleck -

Du magst Sushi - Ich mag Pommes oder Der Fleck Patrick bemerkte den Fleck im Vorbeigehen: Ein kleiner schwarzer Punkt, der kaum auffiel. Wie dieser schwarze Fleck auf die weiße Wand im Wohnungsflur gekommen war, war Patrick ein Rätsel. Vielleicht hatte er diese Spur, diesen Punkt hinterlassen, indem er in Eile mit einem Gegenstand versehentlich die Wand gestreift hatte. Er fragte sich außerdem, wie lange die Wand wohl in diesem Zustand gewesen sei und ob es bereits andere bemerkt hatten, die...

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  • 27.05.10
  • 1
Kultur

1. Dinslakener Literatur-Hotel-Preis: Sabine Schulz

Nur das eine Mal Sofie war ein schüchternes, etwas zu dickes Mädchen. Sie war in der Schule in der Klasse 5a und Anja gegenüber in der Klasse 5b. Man kannte sich vom Sehen her, aber nie sprach Anja ein Wort mit Sofie oder umgekehrt. Das ergab sich einfach nicht. Auch dann nicht, als beide die zehnte Klasse erfolgreich abgeschlossen hatten. Anja war schlank mit langen braunen Haaren. Sie war sehr selbstbewusst. Sofie war das genaue Gegenteil. Erst fünf Jahre später kreuzten sich die Wege von...

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  • 27.05.10
Kultur

1. Dinslakener Literatur-Hotel-Preis: Claudia Paswark

Mutterseelenallein Plötzlich stand ich mutterseelenallein in der Dunkelheit. Gerade war ich noch fröhlich pfeifend mit meiner alten Möhre über die Landstraße getuck-ert, empfand die Einsamkeit und Stille hier draußen als erholsam nach dem Trubel auf der Party. Aber dann passierte es: Plopp, plopp, plopp, plopp, plopp, und Schluß. Mir war sofort klar, was los war: Kein Sprit mehr! Schließlich hatte ich mir das aufleuchtende Tanksymbol lange genug angesehen. Warum hatte ich es auch darauf...

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  • 27.05.10
Kultur

1. Dinslakener Literatur-Hotel-Preis: Harald Gerhäußer

Ist es loyal, Loyalität einzufordern? ° Ich kenne einen Mann, der aus lauter Kummer nicht mehr aus dem Haus ging. Zunächst empfing er noch Besuch, erfreute sich seiner Freunde, die nach ihm schauten, Kamillentee und Kaffee tranken und ihn aus dem Haus locken wollten. Nach einer Weile verschloss er die Fenster, zog die schweren weinroten Samtvorhänge vor und ließ kein Licht und Laut mehr ein. Seine Freunde dachten, er sei wieder einmal kurzfristig für eine lange Weile verreist. Niemand ahnte,...

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  • 27.05.10
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Kultur

1. Dinslakener Literatur-Hotel-Preis: Kirsten Huber

Alles reine Ansichtssache Der Gesichtausdruck der Fernsehmoderatorin der Abendnachrichten wechselte von routiniert freundlich zu ernst bis besorgt, als sie an diesem Tag den Wetterbericht verkündete. Ein Blizzard suchte seinen Weg in unsere Breiten, und mit ihm starker Wind, Eis, Schnee – und Bedrohung. Während ich mich zuvor entspannt in den Kissen meiner Wohnzimmercouch geräkelt hatte, schon ganz in Erwartung des anschließenden Sonntagabendkrimis, wurde mir jetzt doch etwas mulmig zumute....

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  • 27.05.10
  • 1
Kultur

1. Dinslakener Literatur-Hotel-Preis: Christine Lodewick

Walburga lernt tanzen Auf einem Bauernhof lebt Walburga. Walburga? Ihr wollt wissen, wer Walburga ist? Walburga ist ein Huhn. Walburga ist aber keines dieser unglücklichen Kreaturen, die zu Hunderten in Legebatterien gesperrt sind, wenig Platz haben und nur die Tätigkeit des Eierlegens kennen. Nein, Walburga ist ein glückliches Huhn. Jeden Tag spaziert sie mit ihren Geschwistern über den Hühnerhof. Pickt hier ein Korn. Pickt dort ein Korn. Findet hier einen Wurm. Findet dort einen Wurm. Spielt...

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  • 27.05.10
  • 3
Kultur

1. Dinslakener Literatur-Hotel-Preis: Daniela Gottwald

Abends ist es eben anders „Ja Schatz, dann rufst du mich morgen wieder an!?“ „Na klar, sobald ich in Kopenhagen angekommen bin, melde ich mich. Also, schlaf gut und denk daran, die Terrassentür zu schließen, bevor du Schlafen gehst.“ „Es regnet seit gestern in Strömen, da war ich doch nicht auf der Terrasse! Ach, da fällt mir ein, ein Typ von der Fernsehfirma war da, wegen der neuen Leitung oder so was. Wir hatten da angeblich heute den Termin?“ „Heute? Ja, kann sein, ich hatte da mal jemanden...

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  • 27.05.10
Kultur

1. Dinslakener Literatur-Hotel-Preis: Jens Gelbhaar

Brötchen für umsons’. Eine idiotisch-alltägliche Ruhrpottgeschichte „Hier gibbet Brötchen für umsons’!“ Vor dem Supermarkt ist ein herrenloses Damenfahrrad umgestürzt. Ein Behälter ist vom Gepäckträger gefallen. Ein Eierkarton und ein Dutzend Brötchen liegen auf dem Pflaster. Man denkt, gleich käme eine dicke kleine Oma mit Kopftuch und Stützstrümpfen aus dem Supermarkt und fluchte wie ein Rohrspatz. Und auf der Bank davor sitzt ein alter Mann, der nach drei Tagen kalten Dauerregens das erste...

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  • 27.05.10
  • 1
Kultur

1. Dinslakener Literatur-Hotel-Preis: Birgit Perkovic

Der Ohrenmann Sie saß gemütlich eingekuschelt in einem Korbsessel des Cafes Lueg auf der Neustraße und betrachtete nachdenklich den „Ohrenmann“, die Skulptur direkt neben der Kirche. Die Sonne strahlte an diesem herrlichen Juninachmittag und die Kellnerin brachte ihr den allseits beliebten Eiskaffee. Es herrschte ein reges Treiben an diesem schönen Tag. Verliebte Paare schlenderten die Neustraße hinauf, eilige Hausfrauen gingen schnelleren Schrittes hin und her und einige ältere Herrschaften...

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  • 27.05.10
  • 1
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Kultur

1. Dinslakener Literatur-Hotel-Preis 2010: Jess Geiger - Das lila Tablett -

Das lila Tablett Der Wetterbericht sagt den heißesten Tag des Jahres voraus. 34 Grad im Schatten. Grandios! Ich nehme spontan einen Tag frei. Begin-ne um 10.00 Uhr, den Garten vorzubereiten, d.h. Gartenmöbel abwa-schen, kurz etwas Unkraut jäten, ein gutes Buch heraussuchen, gegen 12.00 Uhr ist es dann soweit. Ich muss kurz erklären, dass es nicht so einfach für mich ist, mal eben zum Relaxen raus zu gehen. Normaler-weise ist gutes Wetter nur an Tagen angesagt, an denen ich zu lange arbeiten...

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  • 27.05.10
Kultur

1. Dinslakener Literatur-Hotel-Preis: Silke Kortschakowski

Fundsache „Hallo! Warten Sie, Sie haben was verloren!“ Josie bückt sich nach dem schwarzen Lederetui, das der Mann mit der schwarzen Mütze verloren hat und läuft ihm hinterher. Dieser dreht sich um und blickt Josie mit Entsetzen an. Er zögert einen Augenblick, macht mit der rechten Hand eine Geste, die die junge Frau nicht wirklich deuten kann. Anschließend blickt er nervös nach rechts auf den Parkplatz, dreht sich um und eilt mit schnellen Schritten davon. Josie rennt ihm nach. „Bleiben Sie...

  • Dinslaken
  • 27.05.10
Kultur

1. Dinslakener Literatur-Hotel-Preis: Ramona Breder

Strom-Ein Virus? Wie jeden Morgen sitzt Lara auf dem Klo, lauscht dem Radiosprecher, putzt sich mit ihrer High-Tech-Zahnbürste die Zähne und schnuppert dem Kaffeegeruch, der von der Küche ins Bad zieht. Der Fernseher zeigt dass das Wetter heute schön werden soll und der Sommer bald da wäre. Endlich Urlaub und dann noch schönes Wetter. So kann der Tag beginnen, denkt sich Lara. Aber er hat ja gerade erst angefangen… In der Zwischenzeit geht ein Notruf bei der örtlichen Feuerwehr ein: „Kommen sie...

  • Dinslaken
  • 27.05.10
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