"Mehr Realismus"
Egbert Neuhaus zu den Tarifgesprächen der IG Metall

Egbert Neuhaus. | Foto: Unternehmensverband Westfalen-Mitte
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Egbert Neuhaus, Vorsitzender des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte und Mitglied der Verhandlungskommission, fordert die IG Metall angesichts der außerordentlich schwierigen wirtschaftlichen Lage zu mehr Realismus in den Tarifgesprächen auf.

„Die Tarifpolitik darf den Unternehmen jetzt keine zusätzlichen Kostenbelastungen aufbürden. Das ist auch den Beschäftigten in den Betrieben bewusst, denen die hochgradig angespannte Wirtschaftslage nicht verborgen bleibt. Die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und damit von Beschäftigung muss jetzt im Vordergrund stehen. Eine auch nur annähernde Umsetzung der Gewerkschaftsforderung im Volumen von vier Prozent wird den Druck auf die Arbeitsplätze der Metall- und Elektroindustrie massiv erhöhen.

Bei den Tarifverhandlungen im März hatte die Sicherung von Arbeitsplätzen den Vorrang gegenüber Entgeltsteigerungen. Das Ergebnis dieser Vereinbarung hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Beschäftigungssituation trotz zweistelliger Umsatzeinbrüche in der großen Mehrzahl der Betriebe weitgehend stabil geblieben ist. An der grundsätzlichen wirtschaftlichen Perspektive hat sich seitdem für die Unternehmen auch in unserer Region nichts verändert.

Vor diesem Hintergrund verbietet sich mehr denn je eine Tarifauseinandersetzung mit überflüssigen Muskelspielen oder Arbeitsniederlegungen. Entscheidend ist jetzt, dass wir gemeinsam mit der IG Metall den Weg des tarifpartnerschaftlichen Miteinanders fortsetzen“, so Neuhaus.

Autor:

Tobias Weskamp aus Dortmund-Ost

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