Katholiken mit Mammut-Projekten

Ein umfangreiches Bauprogramm haben derzeit die Verantwortlichen der katholischen Gemeinde St. Michael und Paulus vor der Brust. Unter anderem werden zurzeit die Kindergärten für die U3-Betreuung umgebaut – das betrifft immerhin sechs Tageseinrichtungen. Nachdem vor drei Jahren die Pfarreien St. Don Bosco in Birth, St. Paulus am Berg, St. Marien und St. Joseph in der Stadt-Mitte sowie St. Michael in Langenberg zusammengelegt wurden, zählen fast 18.000 Katholiken in Velbert-Mitte und Langenberg zu der Großgemeinde.
Auf drei Pfarrversammlungen berichteten jetzt Pfarrer Ulrich Herz, Winfried Feldhausen als Vorsitzender des Pfarrgemeinderates und der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Stefan Steinsiepen über aktuelle Entwicklungen. Breiten Raum nahmen dabei die Baumaßnahmen ein.
Die Kitas von St. Paulus und St. Joseph werden zusammengelegt und erhalten an der Don-Bosco-Straße ein neues Gebäude.
Fünf Gruppen, davon zwei U3-Gruppen, finden am Berg eine neue Heimat, die Standorte am Hardenberger Hof und an der Berliner Straße sollen aufgegeben werden. Rund 2,5 Millionen Euro sind für das Projekt veranschlagt, das zu Dreiviertel vom Erzbistum finanziert wird, erläuterte Stefan Steinsiepen. Abzüglich der öffentlichen Fördermittel bleiben der Gemeinde immer noch 240.000 Euro zu stemmen. „Ein Baubeginn steht noch nicht fest, wir wollen aber bis Ende 2014 fertig sein“, so der Velberter.
Seit November im Gange ist der Umbau in St. Nikolaus, der im Sommer abgeschlossen sein soll. Hier trägt die Gemeinde 145.000 Euro der Gesamtkosten von über einer halben Million Euro. Einen großen Dank sprach Steinsiepen der Stadt aus, die die zeitweise Umquartierung der Kita in die ehemalige Grundschule an der Werdener Straße ermöglichte. In St. Marien ist der U3-Umbau bereits erfolgt, hier wurden eine neue Küche und ein zusätzlicher Gruppenraum errichtet sowie umfangreiche Brandschutzmaßnahmen umgesetzt. Was noch fehlt ist die Herrichtung der Außenanlagen, die aber kurzfristig erfolgen soll, so Pfarrer Herz. Kosten des Umbaus: 740.000 Euro, von denen 35.000 die Gemeinde zahlt.
Noch keinen Termin für den Baubeginn gibt es in Don Bosco, wo rund 220.000 Euro investiert werden sollen, 60.000 davon aus der Gemeindeschatulle.
Ganz anders die Situation in St. Michael in Langenberg: Hier ist die Tagesstätte in einem städtischen Gebäude an der Donnerstraße untergebracht, die Gemeinde fungiert als Mieter. Mit Nachdruck monierten Gemeindemitglieder, dass die Einrichtung renovierungsbedürftig sei. Dazu erläuterte Steinsiepen, dass entsprechende Gespräche mit der Stadt über eine Sanierung geführt würden, konkrete Termine konnte der Kirchenvorstand aber noch nicht nennen.
Zwei weitere Großbaustellen sind die Pfarrzentren in St. Joseph und St. Marien. In beiden müsste mit erheblichem Aufwand der Brandschutz ertüchtigt und behindertengerechte Barrierefreiheit hergestellt werden, die Pfarrsäle sind teilweise schon jetzt nur eingeschränkt nutzbar. In St. Marien ist nun geplant, die ebenfalls renovierungsbedürftigen drei Wohnungen an der Mittelstraße kernzusanieren. Hier soll auch künftig der Pfarrer seine Wohnung haben, die übrigen Räume werden mit Pfarrbüro und Gruppenräumen belegt. Im Garten zwischen Wohnhaus und Pfarrzentrum soll zu ebener Erde ein neuer Pfarrsaal entstehen. Nach dessen Bau würde das alte Pfarrzentrum abgerissen, das Gelände dann Gemeinde und Kita zur Verfügung stehen. Das Investitionsvolumen: rund 2,5 Millionen Euro. Man hofft auf einen Baubeginn noch in diesem Jahr, so Steinsiepen.
Ganz andere Wege beschreitet man in St. Joseph: Das Ende der 50er Jahre errichtete Seitenschiff der Kirche soll baulich vom Hauptschiff abgeteilt und zum Pfarrzentrum mit Saal und Gruppenräumen umgebaut werden. Zurzeit laufen entsprechende Planungen. Konkrete Termine gibt es noch nicht: „Zuvor muss aber der Umzug der Kita abgeschlossen sein“, ergänzte Steinsiepen.

Autor:

Lokalkompass Niederberg aus Velbert

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