Ministerin zu Besuch

amilienministerin Ute Schäfer (links) war zu Gast bei Kerstin Griese im Club in Heiligenhaus.
  • amilienministerin Ute Schäfer (links) war zu Gast bei Kerstin Griese im Club in Heiligenhaus.
  • Foto: Ulrich Bangert
  • hochgeladen von Maren Menke

„Die Kleinen sollen spielend lernen können“, sagte die Landesfamilienministerin Ute Schäfer bei „Kerstin Griese trifft …“ im Heiligenhauser Club. Schäfer versteht ihr Ministerium neben Schule und Hochschule als „drittes Bildungsministerium“ mit ihren Zuständigkeiten für Familie, Kinder, Jugend, Kultur, Sport sowie das freiwillige Engagement und die politische Bildung.
„Auch das Ehrenamt ist ein Bereich, in dem man gebildet wird“, sagte Schäfer. „Wofür? Fürs Leben“, sagte sie zu den vielen Ehrenamtlichen, die Kerstin Griese zu der Diskussion eingeladen hatte.
Griese erzählte in dem unterhaltsamen Gespräch, dass sie früher in der evangelischen Jugend und bei den Jusos ehrenamtlich aktiv war. Schäfer hat sich im Volleyballverein und bei den Pfadfindern engagiert. „Ich war Meutenführerin“, sagte die Ministerin schmunzelnd und erläuterte, dass so die Leitung einer Pfadfinder-Kindergruppe genannt wird.
Eine der wichtigsten Aufgaben des Schäfer-Ministeriums ist der Ausbau der Unter-Dreijährigen-Betreuung. „Da gibt es ab 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz“, sagte Griese. Noch zu Zeiten der Großen Koalition habe sie mit dafür gesorgt, dass sich der Bund mit vier Milliarden Euro an der Finanzierung beteilige. Leider sei in den fünf Jahren der Rüttgers-Regierung nicht viel passiert, so Schäfer. Denn die schwarz-gelbe Landesregierung habe nicht den vereinbarten Betrag selbst hinzugegeben, sondern die Bundesmittel genutzt, um woanders Geld einzusparen. „NRW war und ist Schlusslicht“, wies Schäfer auf die Zahl der Krippenplätze im Vergleich aller Bundesländer hin und versprach, dies zu ändern. „Die Kommunen im Kreis Mettmann warten darauf“, sagte die Abgeordnete Kerstin Griese.
Ute Schäfer sprach auch das Verfassungsgerichtsurteil zum Landeshaushalt an. „Das hat uns getroffen“, räumte sie ein. Denn Investitionen seien laut Gerichtsurteil ausschließlich Baumaßnahmen. Sie sei jedoch der Auffassung, dass auch Kinder und Bildung als Investitionen anerkannt werden müssten. „Investitionen in Bildung beschleunigen das Wirtschaftswachstum“, verweist sie auf ein neues Denken auch in der Wirtschaftswissenschaft. Insbesondere die frühkindliche Bildung sei von sehr großer Bedeutung. Nicht nur große Banken, auch „Kinder und Jugendliche sind systemrelevant“, sagte Schäfer unter dem Beifall der rund 80 Besucher im Heiligenhauser Club.

Autor:

Maren Menke aus Velbert

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