Bäume als Zankapfel

So sah es von der blauen Brücke nach der Fällung aus. 
Foto: Peter Mohr
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Es war ein seltsamer Anblick Ende Oktober, als die Bäume entlang des Zeppelindamms gefällt worden waren. Die Empörung schlug hohe Wellen. Jetzt kommen sich die Streitparteien näher.

Es war damals eine Art Nacht- und Nebelaktion. Die schweren Geräte fraßen sich durch den alten Baumbestand und hinterließen eine zehn Meter breite "Schneise" am Zeppelindamm. Von der "blauen Brücke" in Richtung Linden erstreckte sich die Lücke am westlichen Fahrbahnrand auf rund 300 Metern Länge. Wenig später ging es in der Gegenrichtung weiter - in Fahrtrichtung Preins Feld fielen ebenfalls die Bäume.
Anwohner und Naturschützer hatten damals schnell einen Verein gegründet - zur Erhaltung des Stadtwaldes. Doch die ersten "Amtshandlungen" waren frustrierend. Häufig war von Verwaltungsseite von Kommunikationsproblemen die Rede.
Vor zehn Tagen fand das erste Zusammentreffen des Stadtwald-Vereins mit Vertretern der Stadtverwaltung und des Landesbetriebes Straßen NRW auf Einladung von Dezernent Dr. Markus Bradkte im Rathaus Bochum statt.
Volker Müller (1. Vorsitzender) und Tobias Dannappel (2. Vorsitzender) trugen die Anliegen des Vereins vor. Zentraler Punkt sind Maßnahmen zur Verbesserung der Stadtwaldsituation und des Wohnens an den Straßendämmen im Stadtgebiet.
Im ersten Schritt konnten Stadtverwaltung Bochum und Stadtwald-Verein einen Rodungsstopp für den weiteren Verlauf des Stadtwaldes am Zeppelindamm vereinbaren. Das verbliebene Stadtwaldstück von der Ausfahrt der Grillakademie in Fahrtrichtung Hattingen bis zum blauen Gebäude der "Klaus Union" bleibt erhalten, die Bäume werden fachgerecht von Baumsachverständigen und in Begleitung der Stadtwaldfreunde begutachtet und nur bei akuter Gefahr nach Absprache gefällt.
Das bereits gerodete Stück soll bereits im Frühjahr aufgeforstet und aufgewertet werden. Hierzu wird der Verein in enger Zusammenarbeit mit der Forstbehörde ein Aufforstungskonzept entwickeln, welches einen schnellen Neubewuchs auf breiter Fläche garantiert. Das alte Landschaftsbild soll möglichst schnell wieder hergestellt werden und der Tierwelt wieder Schutz bieten.

Autor:

Peter Mohr aus Wattenscheid

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