AWO baut in der Elisabethstraße neue Kita für 3,6 Millionen Euro
Raum ist dritter Erzieher

Strahlende Gesichter beim Ortstermin an der Elisabethstraße. Im nächsten Sommer soll die Einrichtung fertig sein.  Foto: Peter Mohr
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Der Standort hat seine besondere (Bildungs-)Geschichte. Hundert Jahre nach der Eröffnung einer Schule in der Elisabethstraße soll im nächsten Jahr auf dem Areal der ehemaligen Grundschule eine hochmoderne Kindertagesstätte der AWO eröffnet werden.

Elf Jahre nach der Schließung der Grundschule nimmt der Bau auf diesem Grundstück jetzt schon deutliche Konturen an. Nachhaltigkeit ist eines der zentralen Stichworte beim Neubau. Dachbegrünung, nachhaltige Energiegewinnung (es wird eine Wärmepumpe eingesetzt, das heißt, die Wärme kommt aus Sonne und Luft) und eine große Grünfläche rund um das Gebäude sollen künftig die Atmosphäre einer Wohlfühloase versprühen. 3,6 Millionen Euro kostet der Neubau.
Zur Halbzeit trafen sich jetzt Vertreter von AWO Westliches Westfalen und AWO Ruhr-Mitte auf der Baustelle, um sich den Fortschritt der Arbeiten anzusehen.
Einträchtig wurde die Bedeutung des Standortes Wattenscheid-Mitte unterstrichen. Arbeit in den sozialen Brennpunkten hat sich die AWO seit eh und je auf die Fahnen geschrieben. Es soll ab nächsten Sommer drei Gruppen für Zwei- bis Sechsjährige, eine U3-Gruppe und zwei Gruppen für drei- bis sechsjährige Kinder geben.
„Als AWO wissen wir, dass wir gerade auch im frühkindlichen Bereich in den Stadtteilen aktiv sein müssen, die nicht so gut aufgestellt sind, eine Vielzahl von Herausforderungen mit sich bringen. In Wattenscheid-Mitte müssen wir zum Beispiel das Thema Kinderarmut noch stärker in den Fokus rücken", betonte Serdar Yüksel, Vorsitzender der AWO Ruhr-Mitte.
Wie wichtig ein behagliches Ambiente für eine erfolgreiche Arbeit mit den Kindern ist, unterstrich und ergänzte Arno Lohmann, stellvertretender Geschäftsführer der AWO Westliches Westfalen. „Der Raum ist der dritte Erzieher. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen ihren Job, sind engagiert. Aber wenn die Umgebung nicht stimmt, die Räume nicht gut sind, keine Atmosphäre ausstrahlen, dann kann das oftmals nicht gelingen.“
Bei der Umsetzung des Projektes habe man sich auch bemüht, Kinderwünsche mit einfließen zu lassen. An den Grundstücksmauern waren noch verblasste Bemalungen aus der einstigen Grundschulepoche an der Elisabethstraße zu sehen.
Passend dazu hatten Kinder aus der Tagesstätte an der Höntroper Straße mit ihren Erzieherinnen ein farbenfrohes Willkommensbanner für die AWO-Delegation mit vielen bunten Zeichnungen angefertigt.
Über Anmeldemöglichkeiten werden AWO Ruhr-Mitte und die Stadt Bochum zeitnah informieren.

Autor:

Peter Mohr aus Wattenscheid

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