Interview mit Güngör Kaya: Vielleicht im Sommer wieder dabei
Ehre, für 09 zu spielen

Güngör Kaya erzielte gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf beim 3:0-Erfolg den vorerst letzten SGW-Regionalligatreffer. Foto: Peter Mohr
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Güngör Kaya kam im Sommer zum zweiten Mal an die Lohrheide. Der Stürmer hat insgesamt 67 Spiele für die SGW bestritten und dabei 25 Tore erzielt. Im Stadtspiegel-Interview gibt "Günni" Auskunft über seine Zeit bei Wattenscheid 09 und blickt auch voraus.

Jetzt sind knapp drei Wochen seit dem Rückzug des Regionaligateams der SGW vergangen. Wie habt ihr davon erfahren?
Es war ja lange im Raum, dass so etwas passieren kann. Die Commandeurin (Anmerkung: gemeint ist Insolvenzverwalterin Anja Commandeur) hat uns zu einem Gespräch eingeladen – alle Spieler plus Trainer – und hat uns mitgeteilt, dass es nicht mehr weitergehen kann, da die finanziellen Mittel nicht aufgebracht werden konnten.

Hast du die Enttäuschung für dich schon verarbeitet?
Nein, definitiv nicht. Ich erkenne jetzt erst so richtig, wie die SG 09 mir am Herzen lag und wie gerne ich für diesen Verein gespielt habe. Es war mir eine Ehre, für diesen Verein zu spielen, mit diesem Trainer zu arbeiten, der alles in den 4 bis 5 Jahren aus dem Verein rausholte – trotz aller Schwierigkeiten. Man merkt, dass jetzt etwas fehlt.

Gibt es noch Kontakt zu Mitspielern, Trainer – überhaupt nach Wattenscheid?
Klar, man ist zwar nicht mehr jeden Tag zusammen, aber man ruft sich an oder schreibt in der Whatsapp-Gruppe.

Was bleibt für dich übrig aus deiner Zeit an der Lohrheide?
Schöne Erinnerungen – es war meine beste Zeit. Wir haben das Wesfalenpokalfinale in Ahlen vor tollem Publikum gewonnen, und ich kann jetzt leider auch sagen: Ich habe das vorerst letzte Regionalligator für die SG 09 geschossen. Eines steht fest. Der Verein SGW wird immer in meinem Herzen bleiben.

Wie hältst Du dich jetzt fit? Und gibt es schon Kontakte für die Zeit nach der Winterpause?
Im Moment mache ich nicht viel, wollte auch meine Ruhe haben und erst einmal abschalten. Sowas nimmt einen natürlich mit, mitten in der Saison ist alles aus und du bist vereinslos. Das ist gerade nicht einfach für den Kopf.

Im April wirst du dreißig. Wie sieht deine weitere Zukunft aus?
Ich denke, die Regionalliga wird es nicht mehr geben für mich. Ich könnte mir aber vorstellen, für Wattenscheid ab Sommer weiterzuspielen, falls der Spielbetrieb in der Oberliga weitergeht. Ich heirate im Dezember 2020, da muss ich schon für mich das Passende aussuchen. Es muss ja auch mit der Arbeit zu vereinbaren sein.

Autor:

Peter Mohr aus Wattenscheid

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