FREDDO Espressobar
Eine Liebeserklärung an 60 Quadratmeter Hinterhof – Made in Wesel

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Gibt es irgendjemanden, der mit dem italienischen way of life a la “La dolce vita“ nichts anfangen kann? Ich kann es mir kaum vorstellen.

Meine erinnerungswürdigste Italienzeit fand nicht an Europas längsten Mittelmeerstränden statt, sondern in einem kleinen Örtchen in Norditalien, in der Nähe von Turin, wo ich Ende der 90iger ab und an Freunde besuchte, vorwiegend im Herbst oder Winter. Als Frühaufsteher ging ich mit der arbeitenden Bevölkerung aus dem Haus und liebte die kleinen überfüllten Straßencafes, in denen der Italiener ein schnelles Frühstück zu sich nimmt. Vorwiegend etwas süßes Gebäck auf die Hand und einen schnellen Espresso, was anfangs etwas hektisch auf mich wirkte, aber mit der Zeit an Zauber gewann, denn schon in der Frühe sprühten die Cafes voller Lebensfreude und geschwätzigem Treiben, in dem ich mich gerne tummelte.

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Diese Zeit ist lange her, erwachte aber urplötzlich in meinen Gedanken, als ich von dem Umbau der alten Schwanen-Apotheke in eine Espressobar erfuhr.

[/i]Ich zückte innerlich sofort vor den beiden jungen Dinslakenern meinen Hut, denn die Zeiten sind angespannt und ungewiss und das Projekt nicht gerade klein. Apropos: Da Freunde in demselben Haus wohnen, quasi direkt über dem Ladenlokal (an dem ich auch beinahe täglich vorbeikomme), bekam ich schon vorab so einiges von den Umbauarbeiten mit und die Erzählungen versprachen einen Augenschmaus – Und liebe Leute, was soll ich sagen: Schaut euch die Bilder an und überzeugt euch selbst. Die Location ist ein wahrgewordener Traum, der den Charme des Mittelmeers in sich trägt, und der kleine, einst unscheinbare Hinterhof, lädt nun mit seinen Olivenbäumchen und mediterranem Interieur zum Verweilen ein. Das ganze kulinarische Angebot (das weit über den Espresso und das kleine Gebäck hinausgeht) und das Konzept der Einrichtung switscht dich unwillkürlich in einen Urlaubstraum und dein hektischer Alltag bleibt (wenn auch nur für eine kleine Weile) einfach draußen in der Stadt. Mein erster Cappuccino heute (natürlich am Tresen bestellt und a la Italia per Selbstbedienung mit zum Tisch genommen), hinterließ nicht nur ein Wohlgefühl in meinem Gaumen sondern auch in meinem Herzen, denn dieses neue Gastro-Fleckchen bereichert Wesel für mich ungemein.
Wie schön, dass Menschen noch mutig sind, Gelegenheiten wahrgenommen werden und guter Geschmack und Stil nicht nur in überteuerten Design-Magazinen zu finden sind.
Ich wünsche euch viel Erfolg, Philipp und Luca und danke euch auf diesem Wege für dieses kleine Stück Italien, dass ihr mir (sozusagen) beinahe direkt vor die Tür gepflastert habt. Grazie mille!

Ihr findet die FREDDO Espressobar in der Brückstraße 14 | 46483 Wesel

Facts wie Öffnungszeiten, die Speisekarte usw. sind sicherlich bald online zu finden und würden den Rahmen meiner ersten Eindrücke ein wenig sprengen.

Alle Bilder von Lena und Hartmut Scholten-Eimers

Autor:

Heike Mühlen aus Wesel

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