Tiergedichte aus Wesel
Sarah Nitsche verfasst Mehrzeiler für Kinder

Ihr Gedicht vom Papagei ziert den Monat Oktober im "Großen Buch der Tiergedichte und Lieder". Sarah Nitsche
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  • Ihr Gedicht vom Papagei ziert den Monat Oktober im "Großen Buch der Tiergedichte und Lieder". Sarah Nitsche
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„Der Gedanke hinter den Mehrzeilern ist“, so die Mutter eines fünfjährigen Jungen und zweijährigen Mädchens, „zu zeigen, dass jedes Lebewesen eine besondere Individualität besitzt, auf seine Art glücklich ist und Diversität das Leben ausmacht“.

So liebe es der Eisbär kalt, der Papagei bunt, der eine könne schwimmen, der andere fliegen. Schon früh bei den Kindern Akzeptanz, Toleranz und Empathie zu wecken, sei sehr wichtig für deren weiteres Leben. Hier geschehe es auf spielerische Art. Viele Mehrzeiler hat die in Duisburg geborene 35jährige bereits verfasst. „Die Begeisterung dafür kommt nicht von ungefähr“, versichert sie, denn sie habe zehn Jahre in der Abteilung für Kinderbücher einer Bibliothek gearbeitet und die Liebe zu Büchern sei immer dagewesen. Letztendlich sei es aber ihr Sohn Tristan gewesen, der sie auf die Idee brachte. „Tristan liebt Tiere über alles und kennt einige, deren Namen mir fremd sind“. Eines Tages habe sich unvermittelt ein Gedicht über eine Eule in ihrem Kopf festgesetzt, das sie aufschrieb und ihrem Sohn vorlas. Tristan sei hellauf begeistert gewesen und nannte ihr fortan immer neue Tiere, über die er ein Gedicht hören wollte. So sei ein Gedicht zum anderen gekommen und bald habe sie genügend gehabt, um ein Buch zu füllen.

Der Traum vom eigenen Buch

Eine entsprechende Anfrage bei einem Verlag bescherte ihr zwar nicht den gewünschten Erfolg, weil die Idee aktuell nicht in dessen Programm gepasst habe. Allerdings wollte man vier dieser Gedichte in „Das Große Buch der Tiergedichte und Lieder“ veröffentlichen. So geben sich nun der Eisbär, das Känguru, das Flusspferd und der Papagei in diesem Buch ein Stelldichein, jedes für einen anderen Monat. Mittlerweile hört auch ihre kleine Tochter begeistert zu, wenn Mama vom Flusspferd, dem Wal oder dem Wüstenfuchs liest. Hunde und Katzen kommen in den Gedichten nicht vor. „Wahrscheinlich sind sie Tristan zu langweilig“, vermutet Sarah mit einem Augenzwinkern, „es muss schon was exotisches sein“.
Mittlerweile finden sich ihre kleinen Kunstwerke in mehreren Büchern. Ihr Traum sei aber nach wie vor ein Gedichtband, der ausschließlich ihre Verse beinhalte. Dazu sei sie bereits mit Verlagen in Kontakt und warte auf die Antwort zu einigen Anfragen. Tristan und Amelia hingegen ist gleichgültig, woraus ihre Mama ihnen die Gedichte vorliest. Hauptsache, sie liest und es handelt sich um Tiere.

Randolf Vastmans

Ihr Gedicht vom Papagei ziert den Monat Oktober im "Großen Buch der Tiergedichte und Lieder". Sarah Nitsche
Die kleine Amelia hört gebannt zu, wenn Mama ihr vom Flusspferd, dem Wüstenfuchs oder dem Wal vorliest
Autor:

Randolf Vastmans aus Xanten

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