Neue Bestattungsmöglichkeit in Wesel
Antrag auf Errichtung eines Friedwaldes / Ruheforstes

hiermit beantragen wir die Prüfung eines Standortes und der gesetzlichen Vorgaben für die Schaffung eines Friedwaldes zur naturnahen Beisetzung / Bestattung im Stadtgebiet Wesel

Zur Begründung:

Die Bestattungskultur in Deutschland wandelt sich in den letzten Jahrzehnten, weg von der Erdbestattung, die vor 20 Jahren noch mit 87 Prozent die häufigste Bestattungsart war, hin zur Feuerbestattung die heute schon mit 69 % überwiegt.( Quelle Statistisches Bundesamt, Bestatter Verband) Durch die Ausweitung der Einäscherungen hielten auch alternative Bestattungsarten, Einzug in die Friedhofskultur. Neben der Beisetzung in einer Steele oder einem Urnengrab wird die Verstreuung der Asche auf einem Ruhe Forst immer beliebter.

Erklärung des Begriffs “Ruheforst”
Unter einem Ruheforst versteht man einen Friedhof, der sich in einem speziell dafür ausgeschriebenen Waldbereich befindet. Dort können Baumbestattungen durchgeführt werden. Der erste Friedwald wurde 2001 in der Nähe von Kassel eröffnet. Mittlerweile gibt es zahlreiche Standorte in Deutschland und immer mehr Leute entscheiden sich für diese naturverbundene Alternative. Die Waldbestattung wurde in den 1990er Jahren in der Schweiz eingeführt. Sie gibt Verstorbenen die Möglichkeit inmitten einer friedlicher, beruhigenden, naturbelassenen Waldgegend zu ruhen.

Baumbestattung als ökologische Alternative
Eine Baumbestattung beschreibt die Beisetzung einer biologisch abbaubaren Urne im Wurzelwerk eines Baumes nach vorheriger Kremation. Dieses naturverbundene Urnenbegräbnis wird sowohl als Einzel-, Partner- oder Gemeinschaftsbestattung angeboten.

Vorteile einer Baumbestattung im Friedwald
Die Waldbestattung stellt eine Möglichkeit für naturaffine Menschen dar, in einer naturbelassenen, friedlichen Umgebung zu ruhen. Ebenfalls hat die Natur meist einen positiven Effekt bezüglich der Trauerbewältigung der Angehörigen. Ein weiterer Vorteil der Waldbestattung sind verringerte Kosten, da sowohl die Kosten für einen Gedenkstein, als auch für die jahrelange Grabpflege entfallen. Außerdem erlaubt die Waldbestattung einen Ruhefrieden von bis zu 99 Jahren. Im Vergleich dazu beträgt die Ruhezeit auf herkömmlichen Friedhöfen lediglich 25 Jahre. Außerdem stellt die Urnenbestattung eine hygienischere Alternative zu Grabbestattungen dar.

Bei der Waldbestattung findet die Asche des Verstorbenen letzte Ruhe zwischen den Wurzeln eines Baumes. Dieser Baum steht in einem Bestattungswald. Der Gedanke sich nach seinem Tod in einem Wald begraben zu lassen ist vor allem für die Menschen attraktiv, die sich zu Lebzeiten gern in der Natur aufhielten. Die Waldbestattung gehört zu der Art der Naturbestattung.

- Diese Bestattungsart ist von der Friedhofspflicht in Deutschland befreit
- Die Beisetzungsmethode ist Nachhaltig und fördert die Waldgesundheit
- Urnenbeigaben wie Schmuck sind bei der Verstreuung nicht gestattet
- Bindung der Bürger an den heimischen Friedhofsbetreiber

Daniel Buteweg                                                                                      Thomas Moll
Betiebsausschuss                                                                                   Fraktionsvorsitzender WFW

Autor:

Daniel Buteweg aus Wesel

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