Debatte um Eintritt am Auesee: Jusos kritisieren FDP-Vorschlag

Der Auesee in Wesel
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Der Bundestagsabgeordnete Bernd Reuther (FDP) hatte angeregt, das Gratisbaden am Auesee aufgrund der Besuchermassen zu beenden und Eintrittsgeld zu kassieren. Die Weseler Jusos weisen die Forderung zurück. Man wolle keine „Stacheldrahtzäune“ am Auesee und hat andere Vorschläge für die Entwicklung des Bereichs.

Der Bundestagsabgeordnete Bernd Reuther (FDP) hatte aufgrund der hohen Besucherzahlen am Auesee vergangenes Wochenende angeregt, Eintrittsgeld zu kassieren und die kostenlose Nutzung zu beenden. Seit Beginn der Hitzewelle wäre der Auesee stark besucht, in der Coronazeit würden Abstände zu oft nicht eingehalten. 

Die Weseler Jusos weisen diese Forderung scharf zurück. „Menschen, die weniger Geld in der Tasche haben, werden durch Eintrittsgeld ausgegrenzt. Wir wollen das sehr gute Naherholungsangebot für alle Menschen aus allen Einkommensschichten erhalten“, so Maksim Bondarenko, Vorsitzender der Jusos Wesel.

Die Jusos betonen außerdem, dass es am Auesee am Wochenende kein Chaos gegeben habe. Bondarenko sagt: „Es war voll am Wochenende. Aber es gab dort kein Chaos. Die Abstände am Strand wurden größtenteils eingehalten.“

Christopher Tischkewitz (SPD-Ratskandidat) unterstreicht, dass die Parksituation problematisch gewesen sei. „Es gab viele Falschparker, besonders an der Reeser Landstraße. Insgesamt wurden 266 Strafzettel verteilt.“ Bei den nächsten heißen Wochenenden sei jedoch sichergestellt, dass Ordnungsamt und Polizei noch stärker durchgreifen. „Bevor Herr Reuther aber über Chaos am Auesee redet, soll er vorher bitte mit Polizei und Ordnungsamt Rücksprache halten und nachfragen, wie sie die Situation einschätzen“, so Tischkewitz weiter.

„Wir wollen keine Stacheldrahtzäune am Auesee“

Maksim Bondarenko betont: „Die Konsequenz der FDP-Forderung ist, dass um den Auesee herum ein Zaun aufgestellt werden müsste.“ Man könne ja sonst über viele andere Stellen zum Auesee gelangen.

Der Juso-Vorsitzende stellt außerdem heraus, dass der Rat wiederholt in den letzten 10 Jahren solche Vorschläge beraten und abgelehnt habe. „Das wird es mit uns Sozialdemokraten auch weiterhin nicht geben.“

Tischkewitz und Bondarenko betonen einhellig: „Wir wollen in Wesel keine Stacheldrahtzäune am Auesee errichten. Es ist eine Errungenschaft, dass der Auesee heute kostenfrei und nicht eingezäunt ist. Darauf sind wir stolz!“

Juso-Forderung: Trendsport am Auesee

Die Jusos bekräftigen außerdem die Forderung, am Auesee eine Trendsportanlage mit einem Skatepark zu errichten. „Eine Stadt von Wesels Größe muss so eine Anlage im Angebot haben“, sagt Maksim Bondarenko. Es sei ein Herzenswusch der jungen Sozialdemokraten, den man schon seit mehreren Jahren verfolge.

Freizeitflächen wie diese seien für viele junge Menschen und Familien sehr anziehend. Ein größerer Sport- und Bewegungspark mit mehreren Sportarten werde den Standort und damit die Stadt noch attraktiver machen. Neben Skaten sollen auch weitere Sportarten wie BMX, Inliner oder Bouldern (Klettern ohne Seil und Gurt) profitieren.

Der Juso-Vorsitzende unterstreicht: „Unser oberstes Ziel ist ein kostenfreier Auesee mit einer sehr guten Trendsportanlage. Dafür kämpfen wir.“

Der Auesee in Wesel
Autor:

Maksim Bondarenko aus Wesel

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