CDU-Fraktion im Kreis wünscht genaues Bild über Deponien in der Region
Konservative wollen Aufklärung über Abgrabung, Stoffe, Laufzeiten und Kapazitäten

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Ein aussagekräftiges Bild der Deponielandschaft im Kreis Wesel wünscht sich die CDU-Fraktion im Kreistag. Die Christdemokraten beantragen deshalb, dass die Kreisverwaltung einen detaillieren Sachstandsbericht in der nächsten Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses vorlegt.

Dort hatte CDU-Kreistagsmitglied Arnd Cappell-Höpken dieses Thema schon einmal auf die Tagesordnung geholt: Weil einerseits in der öffentlichen Diskussion immer wieder davon die Rede ist, dass im Kreis Deponieraum fehlt und andererseits im Rahmen der Regionalplanung die Erweiterung der Deponie Hünxe festgeschrieben werden soll, hatte Cappell-Höpken in einer mündlichen Anfrage Hintergründe bei der Kreisverwaltung abgefragt.

Die antwortete prompt – mit einer Tabelle, die nun für die CDU Anlass zum Nachfassen gibt: Insgesamt 19 Deponien bzw. Abgrabungen mit Verfüllung sind nach der Auflistung des Kreises in neun Städten und Gemeinden in Betrieb; davon vier Verfüllungen und eine Deponie in der Zuständigkeit des Kreises Wesel, für acht Abgrabungen nach Bergrecht ist die Bezirksregierung Arnsberg zuständig und für sechs Deponien die Bezirksregierung Düsseldorf.

Was das konkret bedeutet, soll nun die Kreisverwaltung in einer Vorlage dem Ausschuss für Umwelt und Planung darlegen.

Die CDU-Fraktion beantragt darin namentlich Auskunft über
- die jeweiligen Laufzeiten der Abgrabungen und Deponien,
- die genehmigten und die noch verfügbaren Kapazitäten
- der Ursprung der zu deponierenden Stoffe
- die Deponieklassen
- die gewonnenen Rohstoffe
- die Transportwege
- die Belastung von Anliegern der Anfahrtswege.

In der entsprechenden Pressemitteilung heißt es: "Letztlich muss nach Überzeugung der CDU-Fraktion auch die Entwicklung um den Kreis Wesel herum aufmerksam beobachtet und bewertet werden. Dass beispielsweise im Bereich Lohmannsheide unmittelbar jenseits der Kreisgrenze auf dem Gebiet der Stadt Duisburg eine Deponie für Bauschutt ausgewiesen werden soll, könnte durch den damit verbundenen Verkehr auch eine Belastung von Menschen im Moers bedeuten."

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