Pressemitteilung: Schulmurks 2.0 vom 15.05.2018

Daniela Staude, schulpolitische Sprecherin
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Im Schul- und Sportausschuss am Donnerstag muss ein Beschluss über den Verbleib der 23 an der Gesamtschule abgelehnten Kinder gefasst werden. Dies ist keine leichte Entscheidung, da die Lokalpolitik bislang nicht mit am Tisch saß. Vereinbarte Regelungen über Anmeldeüberhänge konnten offensichtlich nicht auf Schulleiter- und Schulträgerebene eingehalten werden. Was bislang als sog. „innere Schulangelegenheit“ galt, wird innerhalb kürzester Zeit zum Politikum. Ein unschöner Vorgang, vor allem im Sinne der Kinder. Ein unmöglicher Zustand für die Betroffenen, die allmählich Klarheit brauchen.

Im Zuge dessen ist eine ganz andere Debatte entbrannt, die derzeit hochemotional geführt wird und daher nicht zur Versachlichung beiträgt. Im Eiltempo soll nun die gesamte Schullandschaft auf den Kopf gestellt werden.
Die von allen Fraktionen am 07.11.2017 einstimmig im Rat beschlossene Schul(raum)entwicklungsplanung wird plötzlich über den Haufen geworfen, bevor sie begonnen hat. Besonders die SPD-Fraktion kann sich anscheinend nicht mehr an den gemeinsam gestellten Antrag vom Herbst 2017 erinnern und ruft stattdessen zum Schnellschuss auf. Das lehnen wir kategorisch ab! Wir sind an einer guten und nachhaltigen Lösung interessiert, die keine ständige Unruhe schafft und keine Schulform benachteiligt. Vor allem brauchen wir keinen Schulmurks 2.0!

Schon 2015 wurde von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Linken, Piraten und WWW im Hauruck-Verfahren eine fatale Fehlentscheidung getroffen. Heute erkennt jeder, dass die Aufstockung der Gesamtschule am Lauerhaas auf 8 Züge damals ein völliger Irrweg war. Und jetzt soll wieder von heute auf morgen entschieden werden.

Die Weseler CDU sagt sehr deutlich, dass wir den Ratsbeschluss vom 07.11.2017 gerade jetzt für absolut richtig und verantwortungsbewusst halten. SPD, Bündnis 90/Die Grünen und die Linke lassen sich, wie schon 2015, von einer Momentaufnahme leiten.
Das hat mit seriöser Schulentwicklungsplanung nichts zu tun!

Und auch die Verwaltungsvorlage für den Schul- und Sportausschuss am 17.05.2018 entbehrt jeder Vollständigkeit. Dürftige Zahlen und noch dürftigere Informationen. Das soll eine Grundlage sein? Wesel habe ein Versorgungsproblem im „unteren Leistungszentrum“, wie es die Verwaltung nennt. Also muss doch genau dort angesetzt werden!

Wir verlangen eine ordentliche, seriöse Abwägung unter Einbeziehung aller Alternativen. Diese fallen bislang unter den Tisch. Braucht Wesel nicht eher eine größere Realschule oder eine Hauptschule oder sogar wieder eine Förderschule? Was ist sinnvoll, was ist machbar, in welchen Zeiträumen? Das Schulministerium wurde dazu von uns eingeschaltet.

Es gibt viel zu bedenken, viel zu hinterfragen. Eine durchgepeitschte Stressentscheidung ist falsch und wieder an vielen Betroffenen vorbei.

Daniela Staude, schulpolitische Sprecherin
Jürgen Linz, CDU-Fraktionsvorsitzender
Autor:

Madeleine Wienegge aus Wesel

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