Tüftler Zülfikar Celik aus Wesel: Mehr Sicherheit für Radfahrer im Straßenverkehr

Zülfikar Celik mimt eine Unfallszene nach
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Seine Idee könnte weltweit, insbesondere Radfahrern jeden Alters, vor schwerwiegenden Unfallfolgen bewahren. Sein Name: Zülfikar Celik (43) aus Wesel. Der gelernte Schweißer hat sich seine scheinbar einfach klingende, aber durchaus sehr effektive Idee bereits 2009 durch das Patentamt patentieren lassen.

Amtlich eingetragen ist Celiks Erfindung unter der Bezeichnung „Verfahren zur Signalisierung der Öffnung einer Tür eines Kraftfahrzeuges“. Was so bürokratisch anmutet, soll im Straßenverkehr so funktionieren: Will ein Auto- oder Beifahrer seine Autotüre öffnen, soll ein Rücklicht oder Blinker auf der entsprechenden Seite aufleuchten und so den rückläufigen Verkehr, z.B. ein Kind auf dem angrenzenden Radweg, vor einem möglichen Zusammenstoß warnen.

Hobbytüftler Celik: „Nehmen Sie nur die Fahrradstadt Münster, hier verunglücken täglich sechs Fahrradfahrer, weil sie durch unvorsichtig geöffnete Autotüren stürzen und sich schwer verletzen. Jeden Tag benutzen unzählige Kinder ihr Fahrrad und sind auf diese Weise stark unfallgefährdet“. Mit einer einfachen Programmierung des Bordcomputers am Fahrzeug könnte seine Erfindung auch ohne (große) Zusatzkosten von der Autoindustrie umgesetzt werden. Dies bestätigen auch die vielen Unterstützerstimmen, die Celik erhalten hat, wie u.a. vom ADAC und der DEKRA.

Dazu Roland Huhn vom ADFC (Allgmeiner Deutscher Fahrrad-Club): „Celiks Maßnahme wäre für die Autoindustrie sofort umsetzbar. Wir verstehen nicht, warum hier gewartet wird. Herrn Celik wurde von einem Verkehrspsychologen der Technischen Uni Berlin bescheinigt, dass das System geeignet ist, eine gesteigerte Aufmerksamkeit des übrigen Straßenverkehrs zu erzielen“.

Auch diverse Fachzeitungen der Autowelt sowie juristische Zeitschriften informieren den Leser bereits über Celiks Warnsystem. Was ihn hingegen ärgert: "Die Autoindustrie will abwarten, bis der Gesetzgeber ihr ein entsprechendes Warnsystem vorschreibt und ich bis dahin die Patentgebühr nicht mehr bezahlen kann“. Bei dem notwendigen Gesetzgebungsverfahren wäre jedoch nicht nur die Berliner Landesregierung beteiligt, sondern die Europäische Union müsste auch mitspielen.

Zudem ist ein Erprobungsverfahren notwendig, das Geld kostet. Hier könnte sich Celik vorstellen, dass man versuchsweise Taxis mit dem System ausstatten könnte. Eine Einladung vom Taxi-Verband erreichte ihn bereits. Celik will zu Recht mit aller Kraft an seiner Sache dranbleiben und appelliert insbesondere an Eltern, bei Autoherstellern und Politikern Druck zu machen, dass das System umgesetzt wird.

Würde man dieses dahingehend weiterführen, dass Abstandssensoren dem Fahrer durch ein Signal eine lauernde Gefahr melden, ist Dank Celiks Anstoß ein weiterer Schritt in die richtige Richtung getan. Bleibt zu hoffen, dass dies bald geschieht.

Autor:

Silja Meyer-Suchsland aus Wesel

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