Berufstätige Mütter mussten erfahren, was es "kostet", Mutter zu sein, wenn Kinderbetreuung nicht mehr gesichert ist
Fachstelle Frau und Beruf des Kreises Wesel sieht auch Chancen in der Corona-Krise

Die Fachstelle Frau und Beruf des Kreises Wesel präsentiert eine Zusammenstellung von aktuellen Studien und Einschätzungen zu den Auswirkungen insbesondere für Frauen, die durch die Corona-Pandemie schon nach einigen Monaten sichtbar wurden.
  • Die Fachstelle Frau und Beruf des Kreises Wesel präsentiert eine Zusammenstellung von aktuellen Studien und Einschätzungen zu den Auswirkungen insbesondere für Frauen, die durch die Corona-Pandemie schon nach einigen Monaten sichtbar wurden.
  • Foto: LK-Archiv Sabine Hanzen-Paprotta Agentur für Arbeit Wesel
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Die Fachstelle Frau und Beruf des Kreises Wesel präsentiert eine Zusammenstellung von aktuellen Studien und Einschätzungen zu den Auswirkungen insbesondere für Frauen, die durch die Corona-Pandemie schon nach einigen Monaten sichtbar wurden. Die Beiträge sind nachzulesen auf der Internetseite des Kreises Wesel unter www.kreis-wesel.de/frauundberuf

Allgemein bekannt waren die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern in der Arbeitswelt und im Privaten bereits schon vor der Corona-Krise. Diese haben sich jetzt noch verschärft, auch innerhalb der Gruppe der Frauen selbst. Berufstätige Mütter mussten erfahren, was es "kostet", Mutter zu sein, wenn verlässliche Kinderbetreuung sowie Schulbildung nicht mehr gesichert sind und zu Hause stattfinden müssen – und oft nebenbei im Homeoffice.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

„Ich empfinde es als mehr als alarmierend, dass die bereits erreichten Verbesserungen für Frauen in der Arbeitswelt so schnell und deutlich einen Rückfall erleben. Wenn allerdings aus alldem, was aus der Krise an Herausforderungen und Verbesserungspotentialen hervortritt, Taten folgen, gewinne ich - vorsichtig gesagt - der Krise auch etwas Gutes ab“, so Monika Seibel, Fachstelle Frau und Beruf des Kreises Wesel. Somit könnte sich „Altbewährtes“ einer kritischen (Über-) Prüfung unterziehen, damit die bereits auf den Weg gebrachten Verbesserungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter optimiert und gesichert werden.

Aber auch ein Neudenken im Privaten kann zu einer konkreten Verbesserung führen: Mütter stocken ihre Stunden auf, wenn Väter zeitweise eine Arbeitszeitreduzierung zugunsten der Familienarbeit vornehmen. Frauen entwickeln schlussendlich eine neue Perspektive und streben eine - häufiger als bisher - existenzsichernde Beschäftigung an.

Ungleichheiten werden sich verschärfen

Absehbar ist, dass sich im Kreis Wesel mit der Corona-Pandemie die Ungleichheiten in der Erwerbsbeteiligung von Frauen noch verschärfen werden. Aktuell sind lediglich 32 Prozent Frauen vollzeitbeschäftigt. Sie sind verstärkt in Teilzeit (81Prozent) oder ausschließlich im Minijob (62 Prozent) tätig. Auch bei den Arbeitslosenzahlen - im Vergleich zu den Männern in den letzten vier Monaten - wird deutlich, dass sich der Anteil für die Frauen erhöht und somit verschlechtert hat.

Kontakt: Monika Seibel, Telefon 0281/207-2201 oder monika.seibel@kreis-wesel.de. Mehr Infos unter: www.kreis-wesel.de/frauundberuf

Autor:

Lokalkompass Wesel aus Wesel

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