Ehrenamt
Vorlesestunden in Wesel sehr beliebt

Zehn der 13 Vorlesepaten aus dem Jahr 2018 sind der Einladung der Stadtbücherei Wesel gefolgt. In diesem Jahr zum ersten Mal mit dabei: Maria Vennemann (vorne links).  Außerdem auf dem Foto: Bibliothekarin Jutta Heicks (vorne rechts), Wolfgang Berg, Leiter der Stadtbücherei (hinten rechts) und Kulturdezernent Rainer Benien (hinten, zweiter von rechts).
  • Zehn der 13 Vorlesepaten aus dem Jahr 2018 sind der Einladung der Stadtbücherei Wesel gefolgt. In diesem Jahr zum ersten Mal mit dabei: Maria Vennemann (vorne links). Außerdem auf dem Foto: Bibliothekarin Jutta Heicks (vorne rechts), Wolfgang Berg, Leiter der Stadtbücherei (hinten rechts) und Kulturdezernent Rainer Benien (hinten, zweiter von rechts).
  • Foto: Christian Schaffeld
  • hochgeladen von Christian Schaffeld

Seit 2004 engagieren sich ehrenamtliche Paten bei der Weseler Stadtbücherei als "Vorleser". Diese lesen Kindern im Vorschulalter dann jeden Mittwoch, in der Zeit von 15 bis 16 Uhr, Geschichten vor. Da die Lesungen so gut angenommen werden, sind für 2019 auch Lesungen in anderen Sprachen geplant.

"Danke, dass sie so viel Zeit investieren!" Mit diesen Worten begrüßte Kulturdezernent Rainer Benien die 13 Vorlesepaten am Montag zum Neujahrsempfang in der Weseler Stadtbücherei. Als Anerkennung für ihr Engagement erhielten alle Teilnehmer ein kleines Präsent sowie ein weiteres Jahr kostenlosen Büchereizugang. Insgesamt 49 Vorlesestunden mit 332 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren konnte die Stadtbücherei so im Jahr 2018 veranstalten.

Zuhörer-Punktepass als Anreiz

Als Anreiz für die Kleinen wurde ein so genannter "Zuhörer-Punktepass" ins Leben gerufen. Für jede besuchte Lesung erhält man einen Stempel in seinem Pass. "Hat ein Kind vier Stempel zusammen, erhält es von der Stadtbücherei ein kostenloses Pixi-Buch", sagt Benien. Im vergangenen Jahr haben das 27 Kinder geschafft. Ein Kind hat es sogar geschafft, vier Pässe voll zu bekommen und so vier neue Pixi-Bücher erhalten.

Begeisterung bei den Kindern wecken

Die Affinität zum Lesen sei laut Vorlesepatin Hanne Eckhardt ganz unterschiedlich. "Manche kennen das Lesen von zu Hause, manche gar nicht."
Doch das hat Gründe, wie Ingrid Sommer erklärt. "Man kann es nur mit Begeisterung schaffen. Ohne eigene Begeisterung kann man keine Kinder motivieren."

Aktion gibt es seit 2004

Die 82-Jährige muss es wissen, schließlich hat sie die Aktion im Jahr 2004 mit ins Leben gerufen und engagiert sich seitdem in dem Projekt. "Wichtig ist es mit Worten zu spielen und so eine Fantasie in den Köpfen zu erzeugen." Glücklich ist Sommer, wenn die Kinder am Ende der Vorlesestunde einen Wow-Effekt erleben und die Bedeutung vom Lesen verstehen. "Die Kinder sollen sehen, dass Buchstaben und somit auch das Lesen mit das Wichtigste sind." Doch das ist nicht immer einfach. "Kindern wird heute immer weniger vorgelesen. Dadurch ist es schwieriger sie mit den Büchern in Kontakt zu bringen, als früher."

Verständnisprobleme bei Migranten

Einige Kinder mit Migrationshintergrund haben zudem Verständnisprobleme und können so nicht wirklich von den Büchern begeistert werden. Um das zu ändern singt und bastelt Ingrid Sommer mit den Kindern. "Dadurch verstehen die Kinder es auch ohne Worte."
Außerdem stellt sie den Kindern am Ende Fragen. "Ich frage häufig: Wie war das jetzt nochmal an dem und dem Punkt in der Geschichte."

Vorlesestunden 2019 auch in anderen Sprachen

Doch das Verständnisproblem ist auch den Veranstaltern nicht neu: "Für 2019 ist eine Erweiterung des Vorleseangebots durch muttersprachliches vorlesen geplant", sagt Benien. Ziel sei es dann , Vorlesestunden in arabisch, portugiesisch, französisch, serbisch und ibu, eine der drei Sprachen Nigerias, anzubieten.

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