13. Oktober: Darmtag des Marien-Hospitals bietet spannende Einblicke in das sensible Kraftwerk

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Dr. Wolf-Dieter Otte (links) und Prof. Dr. Henning Schulze-Bergkamen sind die verantwortlichen Chefärzte für das Darmzentrum. (Foto: MHW)

Der Darm ist ein Wunderwerk der Natur. Er ist etwa sieben Meter lang, arbeitet Tag und Nacht und bewältigt in einem Menschenleben schätzungsweise 30 Tonnen Speisen und 50.000 Liter Flüssigkeit. Unter dem Motto „Ein sensibles Kraftwerk“ nimmt das Marien-Hospital den muskulösen Supermann genau in den Blick: Was mag er? Was braucht er? Was stört ihn? Was macht ihn krank? Wie wird er wieder gesund?

Antworten auf diese und andere Fragen bekommen die Besucher bei einem großen Darmtag am Samstag, 13. Oktober, von 10 bis 14 Uhr. Vor dem Haupteingang des Marien-Hospitals wird der Darm auf besondere Weise ins Blickfeld gerückt: Ein 20 Meter langes und 2,80 Meter hohes Modell von der Felix-Burda-Stiftung lässt sich begehen und im doppelten Sinne begreifen: Anfassen ist erwünscht, Infotafeln entlang des Weges erklären und beschreiben Wissenswertes über das unverzichtbare Verdauungsorgan.

Experten, die den Darm in- und auswendig kennen, stehen für Informationen, Beratung, Präsentationen und Aktionen zur Verfügung. Auch Selbsthilfegruppen sind am Programm beteiligt. Deutschlandweit leiden nach aktuellen Schätzungen etwa 320.000 Menschen an einer chronischen Darmentzündung wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, Tendenz steigend. Damit ist nach Erfahrungen des Darmzentrums ein erhöhtes Informationsbedürfnis verbunden, dem das Marien-Hospital mit seiner Veranstaltung nachkommt.

Werbung für die Vorsorge

Weiteres zentrales Anliegen ist die Darmkrebsvorsorge. Jährlich erkranken mehr als 60.000 Menschen neu an Darmkrebs, und über 25.000 sterben daran. 90 Prozent der Todesfälle könnten vermieden werden, wenn jeder Bundesbürger ab dem 55. Lebensjahr zur Koloskopie (Darmspiegelung) gehen würde. Momentan nehmen aber nur etwa zehn Prozent diese kostenlose und aussagekräftige Methode der Krebsvorsorge in Anspruch. Am Darmtag soll dafür geworben werden, die sehr geringe Quote deutlich zu verbessern. Patienten, die an Darmkrebs erkrankt sind, werden Informationen und Aufklärungsgespräche angeboten.

Fragerunde, Vorträge, Demonstrationen

Veranstalter des Darmtags sind die Klinik für Innere Medizin II (Gastroenterologie, Hämatologie, Onkologie/Tumorzentrum) mit Chefarzt Prof. Dr. Henning Schulze-Bergkamen und die Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie mit Chefarzt Dr. Wolf-Dieter Otte. Beide Chefärzte sowie der Leitende Oberarzt Thomas Becker und Oberarzt Martin Liesen halten zwischen 10.30 und 12.30 Uhr laiengerechte Vorträge zu folgenden Themen: Vorsorge, Erkrankungen des Darms und wie sich eine Operation vermeiden lässt, Darmkrebs aus Sicht der Chirurgie und moderne Ansätze zur Darmkrebsbehandlung. Die Zuhörer können auf Karten Fragen notieren, die von den Fachleuten an Ort und Stelle beantwortet werden. In einem Showroom demonstrieren Ärzte anschaulich neue schonende Verfahren bei Dickdarm-Operationen (Leitende Oberärztin Anne Winterer und Chefarzt Dr. Otte) und eine Endoskopie, auch zum „Ausprobieren“.

Selbsthilfegruppen präsentieren sich

An Informationsständen präsentieren sich die Selbsthilfegruppen ILCO Niederrhein-Westmünsterland und Crohn-Colitis Wesel sowie vom Marien-Hospital das zertifizierte Darmzentrum sowie Sozialdienst und Pflegeberatung. Hinzu kommt eine Stoma-Beratung. Unter dem Stichwort „Vorsorge“ werden ein kostenloser Ultraschall sowie Beratungen zu den Themen Ernährung (inkl. Snackbar), Onkologie und Aromatherapie angeboten. Tipps rund um die Krebsbehandlung runden das Programm ab.
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