Bürgermeisterwahl: Witten muss nochmal 'ran

18.25 Uhr brandete beim Leidemann-Lager zum ersten Mal Applaus auf, angesichts einer Zustimmung von rund 45 Prozent.
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  • 18.25 Uhr brandete beim Leidemann-Lager zum ersten Mal Applaus auf, angesichts einer Zustimmung von rund 45 Prozent.
  • hochgeladen von Thomas Meißner

Witten hat gewählt – und darf in zwei Wochen gleich wieder zu den Wahlurnen strömen.

Wobei strömen, ja, das wäre schön gewesen. Doch eine Wahlbeteiligung von knapp über 40 Prozent lässt bei den Wittenern eher auf Wahlmüdigkeit oder vielleicht sogar Desinteressse schließen.

Gleichwohl, Stand 19.27 Uhr, waren 75 von 82 Wahlbezirken ausgezählt. Vorne lag die derzeitige Amtsinhaberin Sonja Leidemann mit 44,45 Prozent, gefolgt von ihrem Herausforderer Frank Schweppe mit 36,29 Prozent, der als gemeinsamer Kandidat von SPD und CDU ins Rennen gegangen war.

Beachtliche 10,35 Prozent der Wähler stimmten für Stefan Borggraefe von der Piratenpartei, auf 5,48 Prozent kam die Linke Ursula Weiß. Der unabhängige und parteilose Kandidat Walter Budziak erhielt 3,42 Prozent der Stimmen.

Das Ergebnis bedeutet: Bürgermeisterin Sonja Leidemann und Frank Schweppe gehen am 27. September in die Stichwahl, die Wittener müssen dann endgültig entscheiden, wer Witten in den nächsten Jahren regieren soll.

Stimmen zur Wahlentscheidung:

Sonja Leidemann: „Ich habe schon damit gerechnet, die meisten Stimmen zu erhalten, aber dass ich in jedem Stimmbezirk (Stand 19.27 Uhr) die Mehrheit erhalte, hätte ich nicht gedacht. Ich habe in den letzten Tagen vor der Wahl in der Bevölkerung viel Zuspruch verspürt. Nun werde ich sicherlich auf Stefan Borggraefe zugehen.“

Frank Schweppe: „Niemand hat damit gerechnet, dass es schon heute eine Entscheidung geben wird. Ich werde sicherlich Gespräche mit den Piraten und Stefan Borggraefe führen.“

Stefan Borggraefe: „Das ist ein tolles Ergebnis für die Piratenpartei. Das gibt Schwung für die Landtagswahl. Natürlich werde ich mich Gesprächsanfragen der beiden Stichwahlkandidaten nicht verwehren. Wer Programminhalte meines Wahlkampfes übernimmt, kann mit Unterstützung rechnen.

Walter Budziak: „Ein bisschen enttäuscht bin ich schon. Aber ich bin gestartet und ins Ziel gekommen.“

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