DRK: Neues Autismus-Therapie-Zentrum

Auch spielerische Elemente sind Bestandteil der Therapie.
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Das Autismus-Therapie-Zentrum des Deutschen Roten Kreuzes ist umgezogen. In den neuen Räumlichkeiten an der Ardeystraße 27 am Boni-Center fand kürzlich die offizielle Eröffnungsfeier statt.

Der eigentliche Umzug ist bereits im März erfolgt. Seitdem werden dort auch die Klienten betreut, doch die letzten Einrichtungsgegenstände und Materialien sind erst vor wenigen Tagen eingetroffen.
„Der Umzug vom Sonnenschein ist in erster Linie deshalb erfolgt, weil wir mehr Platz brauchten“, sagt die Leiterin der Einrichtung Kerstin Vesper. „Vorher hatten wir drei Therapieräume, jetzt sind es sieben. Ein weiterer Vorteil ist die Verkehrsanbindung, denn hier haben wir den kompletten öffentlichen Nahverkehr direkt vor der Tür.“
Sieben ausgebildete Mitarbeiterinnen betreuen an der Ardeystraße zurzeit 65 Klienten im Alter von vier bis 46 Jahren aus Witten, Bochum, Hagen und dem EN-Kreis, die in der Regel ein- bis zweimal pro Woche vorbeikommen. Den Schwerpunkt bilden dabei Kinder und Jugendliche.
Das therapeutische Ziel ist nicht, eine „normale“ Anpassung von Menschen mit Autismus zu erreichen, sondern die Anzahl ihrer Verhaltensalternativen zu erhöhen, um mit ihrem Autismus leben zu können. Denn die Krankheit ist nicht heilbar. Die Betroffenen können lediglich Hilfestellungen erhalten, um ihr Leben
bestmöglich verbringen zu können. „Dabei handelt es sich um lange Prozesse, die manchmal über Jahre gehen“, weiß Kerstin Vesper.
Menschen mit Autismus benötigen neben Toleranz und Verständnis ihrer Mitmenschen sehr viel Struktur, Überschaubarkeit und ein reizarmes Umfeld, damit sie trotz ihrer besonderen Informationsverarbeitung zurecht kommen können.
Da die Wahrnehmung autistischer Menschen vor allem im Umgang mit „normalen“ Menschen anders ist, liegen die Schwerpunkte der Arbeit im Therapiezentrum in der Förderung sozialer Fähigkeiten und der Kommunikation, der Erweiterung des Handlungsrepertoires sowie der Maximierung von Selbständigkeit und Lebenszufriedenheit. Im DRK-Therapiezentrum wird daher unter anderem mit Rollenspielen und Videos zum Interpretieren sozialer Situationen, dem Interpretieren von Gesichtsausdrücken, dem Verstehen von schwierigen Situationen durch „Social-Stories“ und dem Einsatz von Bildkarten gearbeitet.

Auch spielerische Elemente sind Bestandteil der Therapie.
Leiterin Kerstin Vesper: „Vorher hatten wir drei Therapieräume, jetzt sind es sieben.“
Autor:

Walter Demtröder aus Witten

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