Guten Tag!
Haste mal nen Euro?

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Donnerstagmorgen sprach sie mich vor dem Wittener Bahnhof an, eine Dame mit weißem Haar, und erzählte ihre bekannte Geschichte, sie habe sich ausgesperrt und brauche vier Euro, um den Schlüsseldienst zu informieren, ob ich bitte helfen könne. Doch sie traf mich nicht zum ersten Mal, und ich war informiert, dass dies eine Masche von ihr sei. Allerdings vermute ich hinter ihrer offensichtlich unwahren Geschichte keine kriminelle Energie sondern vielmehr eine gewisse Verwirrtheit. Allerdings gebe ich bettelnden Menschen sowieso schon seit längerer Zeit kein Geld mehr. Davor habe ich kleinere Centbeträge teilweise wie mit der Gießkanne verteilt, immer mit dem Gedanken: Und was kauft der sich jetzt davon? Seitdem spreche ich die nach Geld Fragenden direkt an: "Haben Sie Hunger? Kann ich Ihnen etwas zu essen oder zu trinken kaufen?" Meist ist die Antwort positiv, und wir suchen gemeinsam den nächsten Bäcker auf, es gibt einen Kaffee und Gebäck, was auch immer der Bedürftige möchte. Das kostet zwar mehr als das Gießkannenprinzip, hilft aber konkret wahrscheinlich mehr. Oder etwa nicht? Wer bin ich, dass ich dem Bedürftigen nicht zuerkenne, selbst zu beurteilen, was er braucht? Vielleicht stimmt es ja, dass er mit dem Geld seine Nachtschlafstelle bezahlt. Und selbst, wenn er es in Bier und Zigaretten anlegt, es ist doch seine Sache, oder? Wie halten Sie es, liebe Leser? Helfen Sie mir, geben Sie mir einen Tipp, gerne an t.meissner@wittenaktuell.de. Guten Tag!

von
Thomas
Meißner

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