Fachvorträge, Informationen und Gespräche
Sauerländer Kinderschutzkonferenz am 5. Juni in Bruchhausen

 Dr. Bartholomäus Urgatz (Chefarzt Pädiatrie), ist federführend verantwortlich für die Durchführung der Kinderschutzkonferenz.
  • Dr. Bartholomäus Urgatz (Chefarzt Pädiatrie), ist federführend verantwortlich für die Durchführung der Kinderschutzkonferenz.
  • Foto: Foto: Klinikum Hochsauerland
  • hochgeladen von Diana Ranke

Am Mittwoch, 5. Juni, veranstaltet das Klinikum Hochsauerland die Sauerländer Kinderschutzkonferenz im Campus der Stadtwerke Arnsberg. Die Veranstaltung richtet sich an MitarbeiterInnen aus dem medizinischen und pflegerischen Bereich sowie betroffenen Berufsgruppen wie SozialpädagogInnen, ErzieherInnen und LehrerInnen, die alle gleichermaßen mit Kinder und Jugendlichen zusammen arbeiten.
Kinderschutz und Kindergesundheit gehören zu den höchsten Zielen der Gesellschaft. Dabei ist die Verzahnung vieler Fachdisziplinen, von der Medizin über die Pflege bis zu Verantwortlichen zum Beispiel in Jugendämtern, Schulen und Kindertagesstätten, Voraussetzung für eine umfassende Betreuung. So sind in die aktuelle Leitlinie „Kinderschutz“ Beiträge von knapp 80 Fachgesellschaften, Organisationen, Bundesbeauftragten und Bundesministerien aus den Bereichen Gesundheitswesen, Jugendhilfe und Pädagogik eingeflossen. „Dies macht sichtbar, wie vielschichtig die Thematik und wie notwendig das interdisziplinäre Gespräch und der bundesweite Informationsaustausch ist“, erläutert Dr. Bartholomäus Urgatz, Chefarzt der Pädiatrie am Klinikum Hochsauerland und federführend für die Durchführung der Sauerländer Kinderschutzkonferenz am 5. Juni verantwortlich, bei der hochkarätige Vorträge, Informationen und genügend Zeit für persönliche Gespräche im Fokus stehen.

Misshandlung: Subtile Anzeichen erkennen

Im täglichen Umgang mit Kindern sind Zeichen einer Kindesmisshandlung häufig unsichtbar, subtil oder verborgen. Schon diskrete Hinweise sollten zu entsprechenden diagnostischen Schritten führen, um mögliche Folgeschäden oder Wiederholungen zu vermeiden. Aber was sind Hinweise und wie sollte richtig, „leitlinienkonform“ gehandelt werden?
In 29 afrikanischen Ländern wird die weibliche Genitalbeschneidung praktiziert. Durch Migration ist die weibliche Beschneidung auch in Europa verbreitet. Eine entsprechende Schulung für medizinisches Personal für die Betreuung der Kinder und ihrer Familien wird durch Jawahir Cumar aus Düsseldorf durchgeführt. Cumar ist Gründerin von "stop mutilation e.V." in Düsseldorf. Sie wird während ihres Vortrages im Rahmen der Fachkonferenz detailliert darlegen, wie Ärzte und Fachpersonal auf diese Verstümmelung durch weibliche Genitalbeschneidung eingehen können.

Unterscheidung von Hämatomen

Es gibt viele Ursachen, die zu einem Hämatom führen. Nicht jedes Hämatom ist auf einen Sturz zurückzuführen. Wie Hämatome unterschieden werden können, wird Dr. Susan Halimeh in ihrem Vortrag aufzeigen. Sie ist Expertin der Hämostaseologie und spezialisiert insbesondere auf das Gebiet der Gerinnungsstörungen bei Kindern- und Jugendlichen.
Abschließend werden Dr. Tanja Brüning, Leiterin der Kinderschutzambulanz in Datteln, und Dr. Sybille Banaschak, tätig am Institut für Rechtsmedizin am Universitäts-Klinikum Köln, gemeinsam zum Thema „Wie wirkt die Kinderschutzambulanz und das Kompetenzzentrum Kinderschutz im Gesundheitswesen NRW?“ sprechen und über den gewaltigen Umfang der täglichen Arbeit im Fachgebiet „Kinderschutz“ berichten.

Teilnahme kostenlos

Weitere Informationen und Anmeldung für die Fachkonferenz des Klinikums Hochsauerland unter www.klinikum-hochsauerland.de/kinderschutzkonferenz/. Die Teilnahme an der Fachkonferenz des Klinikums Hochsauerland am 5. Juni von 13.30 bis 19.00 Uhr im Campus der Stadtwerke Arnsberg ist kostenlos. Die Zertifizierung im Rahmen der Weiterbildung wurde beantragt.

Programm

13.30 Uhr: Anmeldung und Begrüßung durch Dr. Bartholomäus Urgatz, Chefarzt der Klinik für Pädiatrie.
14.15 Uhr: Weibliche Genitalbeschneidung, Jawahir Cumar aus Düsseldorf, Gründerin von stop mutilation e.V.
15.30 Uhr: Fotodokumentation und Differentialdiagnose der Kindesmisshandlung, Dr. med. Susan Halimeh (Fachärztin für Transfusionsmedizin, Hämostaseologie, Kinder- und Jugendmedizin im Gerinnungszentrum Rhein-Ruhr, Duisburg.
16.30 Uhr: Wie wirkt die Kinderschutzambulanz und das Kompetenzzentrum Kinderschutz im Gesundheitswesen NRW? Dr. Tanja Brüning (Kinderschutzambulanz, Vestische Kinder- & Jugendklinik Datteln) und Dr. S. Banaschak (Institut für Rechtsmedizin UKKöln).
18.00 Uhr: Get Together: Zeit für gemeinsame Gespräche und Austausch.
19.00 Uhr: Ende der Veranstaltung

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