Sand- und Kiesabbau: Vereinsgründung stärkt Aktionsbündnis Niederrheinappell

Am Mittwoch, den 12.2.2020 wurde das "Aktionsbündnis Niederrheinappell" in einen Verein überführt. Dieser hat sich zur Aufgabe gemacht, die einzigartige Niederrheinische Kulturlandschaft vor einem übermäßigen Kiesabbau zu schützen.

Das Aktionsbündnis Niederrheinappell war zunächst eine lockere Vereinigung von BI’s, Naturschutzverbänden und engagierten Einzelpersonen. Bürgerinnen und Bürger aus weiten Teilen des Niederrheins taten sich zusammen - aus Kamp-Lintfort und Alpen wie auch aus Rees, Emmerich, Rheinberg, Schwalmtal, Weeze, Dinslaken und Isselburg.

Am Mittwoch, den 12.2.2020 trafen sich nun ca. 50 Bürgerinnen und Bürger aus den Kreisen Wesel, Kleve, Viersen und Borken in Kamp-Lintfort, um das Aktionsbündnis Niederrheinappell in einen Verein zu überführen. Der Verein wird die Eintragung ins Vereinsregister beantragen und danach den Namenszusatz „e.V.“ erhalten.

Mit der Vereinsgründung wird sichergestellt, dass die Vereinigung zukunftsfähig aufgestellt und auf einen langfristigen Bestand ausgerichtet wird. Die Aufgaben des Vereins werden sein, Synergien bei den Aktivitäten der einzelnen Initiativen zu schaffen, einen Informationsaustausch zwischen den Bürgerinitiativen, den Naturschutzverbänden, weiteren Interessensverbänden und einzelnen engagierten Bürger*innen zu unterstützen und Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit sowie Überzeugungsarbeit bei den politischen Akteuren zu leisten.

„Wir werden unsere Forderungen, die wir schon 2007 im Niederrheinappell aufgestellt und 2019 aktualisiert haben, weiter aufrechterhalten und auf Landes-, Regional- und Kommunalebene für Lösungen werben“ so die neu gewählte Vorstandsvorsitzende des Vereins, Simone Spiegels. Sie wird im Vorstand unterstützt durch Christian Chwallek als stellvertretenden Vorsitzender sowie Dr. Christian Winterberg, der den Posten des Kassierers übernimmt.

Bürgermeister Prof. Dr. Landscheidt, der als Gast geladen war, betonte, wie wichtig es sei, die Forderungen des Niederrheinappells auch über das Klageverfahren hinaus weiter geltend zu machen. Schließlich seien im Herbst Kommunalwahlen, bei denen auch die Regionalräte neu zusammengesetzt würden. Es folgen dann im Folgejahr die Landtagswahlen 2021.

„Mit der Vereinsgründung wollen wir um weitere Unterstützung für die Forderungen im Niederrheinappell werben. Mitglied werden kann jede natürliche und juristische Person, die sich mit den Zielen des Vereins einverstanden erklärt. Ein Mitgliedsantrag wird in Kürze unter www.niederrheinappell.de zur Verfügung gestellt und kann bis dahin über info@niederrheinappell.de angefordert werden,“ führt der neue stellvertretende Vorsitzende, Christian Chwallek aus.

Anm. "StopKiesHau" har sich bereits 2019 dem "Aktionsbündnis Niederrheinappell" angeschlossen.

Autor:

Günter van Meegen aus Bedburg-Hau

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