Das Spiel des Jahres: VfL liefert Bayern spannenden Pokalfight

Die Bayern jubeln über den 2:1 Siegtreffer, sogar Torwart Manuel Neuer war in der Bochumer Hälfte. Sein Gegenüber Andreas Luthe trauert der knapp verpassten Sensation nach. | Foto: Molatta
25Bilder
  • Die Bayern jubeln über den 2:1 Siegtreffer, sogar Torwart Manuel Neuer war in der Bochumer Hälfte. Sein Gegenüber Andreas Luthe trauert der knapp verpassten Sensation nach.
  • Foto: Molatta
  • hochgeladen von Holger Crell

Mit „Bayern-Dusel“ hat der Rekordmeister und -pokalsieger aus München am Dienstag einen spannenden Fight im ausverkauften Rewirpower-Stadion mit 2:1 gewonnen. Das Siegtor fiel erst in der einminütigen Nachspielzeit durch Arjen Robben.
Zur Halbzeit lag die Sensation in der Luft, nachdem Giovanni Federico den VfL Bochum in der 26. Minute in Führung gebracht hatte. Zwar glich Toni Kroos nach 52 Minuten aus, doch auch danach hielt das Team von Trainer Andreas Bergmann massiv dagegen und hatte die Verlängerung vor Augen, als ein Fehlpass das Aus einleitete.

Zweimal war das Rewirpower-Stadion in diesem Jahr ausverkauft, beide Male war die Stimmung phänomenal, immer lag der VfL Bochum etwas überraschend gegen Erstligisten zur Halbzeit 1:0 vorne und ging am Ende mit hängenden Köpfen in die Kabine.

War es Ende Mai im Relegationsrückspiel gegen den aktuellen Bundesliga-Vierten Möchengladbach Marco Reus, der den Gastgebern den KO-Schlag versetzte, musste der VfL Bochum nun am Dienstag im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den Bundesliga-Herbstmeister Bayern München erst in der Nachspielzeit durch Arjen Robben den entscheidenden Treffer hinnehmen.
Derart engagiert und geschickt agierte der Zweitligist gegen den klaren Favoriten, dass Bayern-Coach Jupp Heynckes schon zur Pause mit Gomez für Olic und Alaba für Luiz Gustavo zwei Wechsel vornahm und nach 67 Minuten sein Kontingent erschöpft hatte. Auch VfL-Coach Andreas Bergmann tauschte recht früh und mutig, als er neben dem starken Paul Freier zudem noch Daniel Ginczek für die Offensive brachte.
Viele Chancen hatten die Gastgeber erwartungsgemäß nicht: Zwei waren es in jeder Halbzeit. Nachdem zunächst Christoph Kramer an einer Freistoßflanke knapp vorbeirauschte (22.), schloss Giovanni Federico vier Minuten später eine Klasse-Kombination über Inui und Aydin zur Führung ab. Knifflig eine Situation in der 38. Minute als Tymoshchuk im eigenen Strafraum den Ball an die Hand bekam. Manch Schiedsrichter hätte hier Strafstoß gegeben - nicht jedoch Michael Weiner.
Nach dem Seiten- und den zwei Spielerwechseln erhöhte der FC Bayern noch einmal den Druck und kam nach 52 Minuten zum Ausgleich durch Toni Kroos. Bochum wankte, fiel aber nicht und schien bereits die Verlängerung erkämpft zu haben, als ein riskanter Paß von Kapitän Christoph Dabrowski das Siegtor durch Robben in der Nachspielzeit ermöglichte.
Trotzdem Applaus für den VfL zum Jahresende.

Autor:

Holger Crell aus Wattenscheid

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

5 Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.