Im Kampf gegen die Folgen der Apartheid: Rotary Club Bochum-Mark engagiert sich für frühkindliche Bildung in Südafrika

Dieses Bild zeigt beides: die Würde der Kinder von Langa und die unwürdigen Bedingungen, unter denen sie leben müssen.
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„Die Erfahrungen zeigen, dass Investitionen in frühkindliche Bildung dazu führen, dass die Zahl der Drogenabhängigen und der extrem frühen Schwangerschaften sinkt“, stellt Romy Schmidt, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit beim Rotary Club Bochum-Mark, in dem etwa 55 Mitglieder organisiert sind, im Hinblick auf die Arbeit des Vereins in Südafrika heraus.

Konkret liegen den Bochumer Rotariern die 24 Zentren für frühkindliche Entwicklung in Langa, dem Township in Kapstadt, am Herzen. Immerhin 14 dieser Zentren sind staatlich zertifiziert und werden vom südafrikanischen Staat mit finanziellen Mitteln ausgestattet. Gemeinsam mit anderen Rotary Clubs, unter anderem dem Club Newlands in Kapstadt, sollen auch die übrigen zehn Zentren so unterstützt werden, dass sie die Voraussetzungen für die Zertifizierung erfüllen. „Dazu müssen die Erzieherinnen über eine bestimmte Ausbildung und zum Beispiel auch über Fertigkeiten im Kochen und in Erster Hilfe verfügen“, erläutert Schmidt, die bis Juni das Bochumer Prinzregenttheater geführt hat, und erklärt weiter, „es müssen angemessenes Spielzeug und Schlafplätze vorhanden sein. Auch die Sanitäranlagen müssen bestimmte Standards erfüllen.“

Humanitäre Ziele

Rotary International ist die Dachorganisation der international verbreiteten Rotary Clubs, die sich humanitären Zielen verschrieben haben. An der Hilfe für die Kinder von Langa, an deren Schicksal sich die verheerenden Folgen der jahrzehntelangen Apartheid-Politik ablesen lassen, sind neben den Rotariern aus Bochum-Mark, die 15.000 Euro beisteuern, auch Vereine in Oberhausen, im niederländischen Bergen und in Taiwan beteiligt. Insgesamt stellen die Rotarier 200.000 Euro für das Projekt bereit. Auch die Stiftung der Rotarier, die sogenannte Foundation, ist an dem Vorhaben finanziell beteiligt.
Bisher haben 25 Prozent der Kinder von ein bis sechs Jahren Zugang zu den Zentren für frühkindliche Entwicklung. Ziel der Rotarier ist es deshalb auch, weitere Zentren aufzubauen, so dass weitere Kinder betreut werden können. „Die Kinder, deren Eltern aufgrund ihres geringen Einkommens häufig keine ausgewogene Ernährung sicherstellen können“, macht Romy Schmidt den Stellenwert dieser Maßnahme deutlich, „haben in der Einrichtung einen festen Tagesablauf und die Erzieherinnen halten auch Kontakt zu den Eltern.“

Hilfe zur Selbsthilfe

Nur zertifizierte Kindergärten, die Zugang zu staatlicher Finanzierung haben, sind langfristig in ihrem Bestand gesichert. Daher unterstützt der Rotary Club die Einrichtungen darin, die entsprechenden Qualitätsstandards zu erreichen, um auf diese Weise Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Romy Schmidt stellt klar: „Es geht uns um Nachhaltigkeit – da nutzt es wenig, einfach nur Spielzeug zu spenden.“ Es sei wichtig, dass die Bildungszentren sich alle selbst verwalten.
Am 14. September soll bei einem Charity-Event zusätzliches Geld für das Projekt gesammelt werden; dann findet auf der Mensaterrasse an der Ruhr-Universität ein Grillfest statt, für das auch Nichtmitglieder Karten erwerben können. Schmidt ist auf einen Programmpunkt besonders gespannt: „Geraldine Nicol wird uns in einem Vortrag über die Entwicklung der Kindergärten in Langa informieren.“ - Nicol kommt als Vertreterin des Rotary Clubs Newlands in Kapstadt.

Termin
Am Freitag, 14. September, findet um 19 Uhr das Grillfest des Rotary Clubs Bochum-Mark in der Mensa der Ruhr-Universität, Universitätsstraße 150, statt.
Reservierungen sind unter grillfest@rotary-bochum-mark.de möglich.

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